IKT-FORUM

Kanalrenovierung und Kanalreparatur?

Widerspruch oder Einklang?

Renovierung und Reparatur – Widerspruch oder Einklang? Diese Frage schwebte über den IKT-Praxistagen „Kanalsanierung und Kanalreparatur“, spiegelte sich in den Vorträgen, den Diskussionen, in der Fachausstellung und den Praxisvorführungen.

Große und kleine Kanäle, Schächte, Hausanschlüsse, Anschlussstutzen – an allem nagt der Zahn der Zeit. Das Vortragsprogramm war entsprechend vielfältig und bot für jeden der mehr als 300 Gäste etwas. Reparatur- und Sanierungsverfahren wurden unter den Aspekten Qualität, Haltbarkeit und Kosten von allen Seiten beleuchtet.

 

PRAXIS groß geschrieben

Technik in Bewegung – zum Anschauen und Anfassen: Hersteller und Anwender präsentierten auf dem IKT-Gelände ihre Reparatur- und Renovierungsverfahren. Einen Liner am Schacht einbinden, einen Anschluss auf einen Sammler aufschweißen, ein Wickelrohr einbauen, mit dem MAC-System die Stabilität des Rohr-Boden-Systems messen – alles, was sonst unter der Erde oder in der Baugrube passiert, wurde gut sichtbar in Aktion gezeigt.

 

Streitgespräch „Kanalreparatur vs. Kanalrenovierung“

Unter dem Motto „Hart, aber fair!“ fand ein Streitgespräch statt, an dem zwei kommunale Vertreter, zwei Industrievertreter und ein Ingenieurbüro teilnahmen. Moderator war IKT-Geschäftsführer Roland W. Waniek, der Fragen in den Raum stellte:

Sind Reparaturverfahren besser als ihr Ruf?

Wann renovieren, wann reparieren, wann beides?

Welche Qualität kann erwartet werden?

Fazit: Sanierung und Reparatur müssen Hand in Hand gehen. Schließlich ist auch die Kanalwelt nicht schwarz-weiß. Und Prof. Dr.-Ing. Bert Bosseler, Wissenschaftlicher Leiter des IKT, findet: „Reparatur oder Renovierung, einzeln oder in Kombination – der Zustand entscheidet. Und das MAC-System liefert die Daten für fundierte Entscheidungen.“

 

Fachausstellung

In den Pausen bot die große Fachausstellung Gelegenheit, sich bei insgesamt 27 Firmen und Verbänden zu informieren und sich mit Kollegen auszutauschen. Weitere Pausen- und Magenfüller waren das große Barbecue am ersten Tag, die bayrische Brotzeit am zweiten Tag und der Eiswagen mit so ausgefallenen Sorten wie Gurke oder nepalesischer Gewürztee für den kleinen Hunger zwischendurch.

 

IKT feiert 20. Geburtstag

Das IKT wird in diesem Jahr 20. Und wenn schon mal alle da sind, kann man so etwas ja auch feiern. IKT-Geschäftsführer Dipl.-Ök. Roland W. Waniek begrüßte die Gäste, bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und die Treue. NRW-Umweltminister Johannes Remmel hob in seiner Festrede die Bedeutung des IKT für die unterirdische Infrastruktur und die Forschungslandschaft in Nordrhein-Westfalen, Deutschland und der Welt hervor. Und IKT-Gründungsvater Dipl.-Ing. Rolf Bielecki, Ph.D. warf einen Blick zurück in die Zeit – von der frühen IKT-Idee über die Gründung und die ersten Jahre bis heute. IRWA-Präsidentin Lee Hamre aus den USA richtete ein Grußwort an das IKT.

 

International Conference im IKT: Infrastrukturnetze – Asset Management leben

Überall auf der Welt werden Leitungsnetze gebaut und betrieben – unter sehr unterschiedlichen Bedingungen, mit jeweils ganz eigenen Herausforderungen. Doch es gibt immer auch Gemeinsamkeiten.

An diese Gemeinsamkeiten knüpfte die englischsprachige International Conference „Infrastructure Knowledge and Technology“ im IKT an, die parallel zum IKT-Forum stattfand. Sie brachte Fachleute aus der ganzen Welt zusammen – um sich auszutauschen und um voneinander zu lernen. Teilnehmer aus Algerien, Belgien, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Griechenland, Indien, aus den Niederlanden, dem Oman, aus Österreich, Schweden und den USA machten Gelsenkirchen für drei Tage zum Nabel der Leitungsinfrastruktur-Welt.

Landesspezifische Herausforderungen und Herangehensweisen – das stand beim Morning-Workshop am ersten Tag im Vordergrund. Am Beispiel des Themas „Vegetation und Infrastruktur“ wurden im Nachmittags-Workshop die Wechselwirkungen zweier klassischer Assets durchdekliniert. Das Symposium am zweiten und dritten Tag griff internationale Trends des Asset Managements auf und verschaffte den Teilnehmern einen aktuellen Überblick über verschiedene unterirdische Infrastrukturen (Assets).

Mehr auch hier unter www.ikt.de

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