Intelligente Lösungen für
den Bauprozess

Effizient, präzise und kräftesparend mauern

Prozesse vor Ort auf den Baustellen sind wichtige Stellschrauben, um dem Baustau entgegenzuwirken. Kalksandstein ermöglicht mit effizienten Bausystemen und einfacher Verarbeitung schnelle Baufortschritte und werthaltige Architektur.

Kaum ein anderer Wandbaustoff hat sich in den vergangenen Jahren so konsequent weiterentwickelt wie Kalksandstein. Früher war er vor allem für seine hohe Tragfähigkeit und Massivität bekannt. Inzwischen steht er für eine eigenständige solide Bauweise, die durch ihre Funktionstrennung in eine tragende und eine dämmende Schicht sowie eine individuell gestaltbare Fassade überzeugt. So vorteilhaft, wie sich Kalksandstein dadurch hinsichtlich Flexibilität in der Planung und Solidität über Generationen hinweg zeigt, so effizient und komfortabel ist auch seine Verarbeitung auf der Baustelle. Nicht ohne Grund zählt die KS-Bauweise zu den wirtschaftlichsten Wandkonstruktionsarten. Besonders schnelle Baufortschritte lassen sich mit den beiden rationellen Bausystemen KS-Quadro und KS-Plus erzielen.

 

Maschinelles Mauern für höchste Effizienz

Durch die großformatigen Kalksandstein-Elemente werden Gebäude besonders einfach, zeitsparend und kosteneffizient errichtet. Realisiert wird der Einsatz der großformatigen Elemente durch Versetzgeräte, die grundsätzlich bei Steingewichten ab 25 Kilogramm zwingend einzusetzen sind. Das maschinelle Mauern trägt nicht nur entscheidend zur körperlichen Entlastung auf der Baustelle bei, sondern ermöglicht auch die Arbeit von Ein- oder Zwei-Mann-Teams und liefert damit eine überzeugende Antwort auf den Fachkräftemangel am Bau. Zusätzlich erleichtert das Nut-Feder-System das präzise Mauern der Steine. Je nach System können so bis zu 0,650 Quadratmeter Mauerwerk pro Hub versetzt werden, die Richtzeit liegt dann bei lediglich 0,23 h/m².

 

Optimal eingerichtet

„Ordnung ist das halbe Leben“, heißt es – und das gilt auch auf der Baustelle. Mit einer durchdachten Einrichtung lassen sich unnötige Arbeitsschritte vermeiden und die Vorteile der großformatigen Steine in der Verarbeitung bestmöglich nutzen. Durch ihre zielgerichtete Lagerung werden Transportwege vor Ort minimiert und damit Zeit sowie Kosten. Zudem wird die ungehinderte Durchführung der verschiedenen Arbeitsschritte sichergestellt. Daher ist nur so viel Material am Verarbeitungsort, etwa auf der Zwischendecke, bereitzustellen, wie gerade benötigt wird. Von besonderer Bedeutung ist ein barrierefreier Arbeitsraum bei der Verwendung von Maurertreppen und den für großformatige Kalksandsteine obligatorischen Versetzgeräten. Hier empfiehlt es sich, die Paletten mit den jeweils benötigten Elementen zwischen den Geräten und der Mauer zu platzieren, um Schwenkzeiten zu reduzieren.

 

Für jedes Projekt das passende System

Während die grundlegende Handhabung vor Ort für beide großformatigen Systeme gilt, gibt es zwischen ihnen einige Unterschiede, mit denen sie je nach konkretem Bauvorhaben punkten können. So steht KS-Quadro für rationelles Mauern im Baukastenprinzip: Klar definierte Regel- und Ergänzungselemente im 12,5er-Raster bilden ein übersichtliches Portfolio, das auf den flexiblen, schnellen und wirtschaftlichen Bau von Gebäuden jeder Größe und für jede Nutzung abgestimmt ist. Der Verzicht auf im Werk vorgefertigte Pass-Steine ermöglicht Planänderungen bis kurz vor Beginn der Mauererarbeiten und sorgt außerdem dafür, dass das Baukastensystem bei jedem KS-Quadro Partner kurzfristig zur Verfügung steht. KS-Plus hingegen wird im Werk für das jeweilige Bauprojekt „maßgeschneidert“. Entsprechend der Planung der Architekt*innen werden Wandabwicklungspläne erstellt, auf deren Basis die Regel- und präzise zugeschnittenen Passelemente produziert werden. Die einzelnen vorkonfektionierten Wandbausätze werden im Anschluss mit den nummerierten Passelementen just-in-sequence auf die Baustelle transportiert. Auch die benötigten Mörtelmengen werden im Vorfeld ermittelt und entsprechend mitgeliefert. Durch den vorab erfolgten Zuschnitt bleibt den Fachhandwerkern das aufwändige Sägen und somit auch lästiger Staub und Bauschutt erspart. Eine saubere Baustelle minimiert den Reinigungsaufwand und reduziert das Müllaufkommen deutlich. Dies führt zu einer Vereinfachung der Arbeitsabläufe und steigert die Produktivität auf der Baustelle.

 

Maßgeschneidert für schnelle

Baufortschritte

Zum Einsatz kam das KS-Plus System auch bei den Kräuterterrassen in Dresden, wo die Möglichkeiten der schnellen Verarbeitung sogar essenziell für die pünktliche Fertigstellung des Projekts waren. Insgesamt wurden von der EWG Dresden im Stadtteil Gorbitz 184 Mietwohnungen realisiert. Dabei nimmt das Wohnquartier den Charakter des angrenzenden Plattenbauviertels „Kräutersiedlung“ auf und interpretiert ihn architektonisch gekonnt neu. Dadurch sind Lebensräume mit einer Größe von 56 bis über 120 Quadratmeter und unterschiedlichen Wohnkonzepten für Familien, Singles, Paare und Senior*innen entstanden.

Die neuen Kräuterterrassen werden durch 15 großzügige, terrassenförmig am Hang errichtete Mehrfamilienhäuser gebildet. Für die Planung der zehn Gartenhäuser, die senkrecht zu den Straßen angeordnet sind, der drei großen Stadthäuser mit 66 Wohnungen und der zwei kleineren Stadthäuser in Punktform war das Büro IGC Ingenieurgemeinschaft Cossebaude verantwortlich. Die Neubausiedlung überzeugt durch eine klare Raumbildung in der Zuweisung von öffentlich nutzbaren Flächen und Privatheit. „Der Quadratmeterpreis für die Wohnungen liegt unter 10 Euro Kaltmiete“, so Claudia Floßmann, die als Projektleiterin bei der EWG tätig ist. „Damit liegen wir weit unter dem durchschnittlichen Netto-Mietpreis in Dresden.“

Bei der Wahl der Baustoffe zur Realisierung der Mietwohnungen setzte die EWG auf Nachhaltigkeit. „Wir planen immer langfristig. Unser Ziel ist es kosteneffizient qualitativ hochwertigen Wohnraum zu schaffen.“ Damit das großangelegte Neubauprojekt wirtschaftlich errichtet werden konnte, fiel die Entscheidung auf die massive KS-Bauweise mit großformatigen Kalksandstein-Planelementen des Bausystems KS-Plus. „Wir wollten keine Kompromisse in punkto Schall-, Brandschutz oder Wohnkomfort eingehen“, berichtet Floßmann. Die Materialwahl machte sich darüber hinaus bei einer weiteren Herausforderung bezahlt: Der erst während des Projektbeginns im Baugrund entdeckte Lehmboden machte die Gründung komplizierter und dadurch langwieriger als geplant. „Aufgrund der Bodenbeschaffenheit haben wir duktile Gusspfähle als Gründungspfähle einsetzen müssen. Diese wurden mit einer hydraulischen Ramme eingestemmt, mit Beton verfüllt und danach mit einer Kopfplatte versehen, die im Beton verankert wurde“, erzählt Floßmann. „Durch die schnelle Verarbeitung der KS-Planelemente für die Innen- und Außenwände, die just-in-sequence auf die Baustelle geliefert und mithilfe der Verlegepläne einfach und schnell mit den Versetzgeräten erstellt wurden, konnte unser Generalunternehmer die verlorene Zeit wieder aufholen.“ Tatsächlich wurden die Kräuterterrassen schlussendlich sogar noch vor dem geplanten Fertigstellungstermin realisiert.

 

KS-Original GmbH

www.ks-original.de

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