STRASSENSANIERUNG

Bitumen getränkte Asphaltarmierungen

Bei Asphaltarmierungen handelt es sich um eine mittlerweile etablierte wirtschaftliche Bauweise im Straßenbau, die nachhaltig zur Rissprophylaxe beiträgt. Hohe Unterhaltungskosten für das Vergießen von Rissen oder für die Reparatur von Folgeschäden unbehandelter Risse können zukünftig eingespart werden.

Die Effizienz dieser Bauweise ist durch verschiedene Prüfungen an etablierten Instituten nachgewiesen worden und hat sich auf Millionen von Quadratmetern in der Praxis bestätigt. Der Einsatz erfolgt dabei auf Straßen aller Bauklassen vom Wirtschaftsweg bis zur Autobahn.

Dauerhaft wirtschaftliche Sanierung

Wenn Risse im Asphaltaufbau zu Problemen führen, bieten die S&P Asphaltarmierungen, S&P Glasphalt G und S&P Carbophalt G, die Möglichkeit einer dauerhaften Sanierung ohne dass ein teurer Vollausbau erforderlich ist. Die vollständig mit Bitumen penetrierten Armierungssysteme S&P Glas- und Carbophalt G sind knotenweich und verlegeleicht und können direkt unter der Asphaltdeckschicht verlegt werden. Auf ein Vlies als Verlegehilfe wird bewusst verzichtet. Die Knoten passen sich beim Verlegen dem Kurvenradius an. So kann die Armierung ohne größeren Aufwand und ohne Polygonzug in Kurven mit großen bis mittleren Kurvenradien verlegt werden. Knotensteife Produkte müssen i.d.R. geschnitten und so dem Kurvenradius angepasst werden. Dadurch entstehen u.U. mehrere Überlappungen welche den Schichtenverbund lokal negativ beeinflussen können. Weiterhin passt sich das Gitter durch seine offenen Knoten der Untergrundstruktur, sprich der gefrästen Oberfläche an, was zu einer guten Verzahnung und später zu einem hohen Schichtenverbund führt. Der Schichtenverbund hat gemäß verschiedener Untersuchungen [1] maßgeblichen Einfluss auf die Lebensdauer einer Straße.

Rissbildung verhindern

So sind die vorbituminierten  Armierungsgitter in der Lage, die auftretenden Zugkräfte im Bereich der von unten anstehenden Risse aufzunehmen und von der Asphaltdeckschicht fern zu halten. Eine Rissreflektion an die Oberfläche kann somit langfristig verzögert oder gar verhindert werden.

Das Einsatzgebiet liegt damit bei Straßen aller Bauklassen, vom Wirtschaftsweg bis zur Autobahn. Bei der Verwendung von Asphaltarmierungen ist es notwendig, die im Straßenbau geltenden Regelwerke zu beachten. Dies sind im Wesentlichen die RSTO, die entsprechenden zusätzlichen technischen Vertragsbedingungen (ZTV) und das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz. Durch das vollständige Durchdringen (Penetration) von S&P Glas- und Carbophalt G mit Bitumen ist es möglich, die für den Einbau gemäß der ZTV Asphalt vorgeschriebene Bitumenemulsion zu verwenden. Auch die Anspritzmenge entspricht mit ca. 350 g/m² dem Regelwerk. Somit sind bei den hier beschriebenen Armierungen alle Anforderungen der vorgenannten Regelwerke erfüllt und keine Ausnahmeregelungen erforderlich.

Fräsen und Recyceln

S&P Asphaltarmierungen erfüllen darüber hinaus alle Vorgaben zur Wiederverwertung durch das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz, genau wie bei unbewehrten Asphaltflächen [2]. Was heißt, dass die Asphaltarmierungen unter den im Straßenbau üblichen Methoden fräs- und recyclebar sind. Die Gitter werden beim Fräsen zu kurzen Faserstücken zerkleinert und wickeln sich nicht um den Fräskopf! Das Fräsgut unterscheidet sich in der Wiederverwertung nicht vom herkömmlichen Recyclingmaterial und kann problemlos der Mischanlage zugeführt werden. Im Mai 2011 wurde ein Fräsversuch durchgeführt. Bei den Fräsversuchen wurde der ungünstigste Fall simuliert, indem die Probefläche mit einem geringen Schichtenverbund hergestellt wurde und das Fräsen mit einer kleinen Fräse, auch in der Lage der Armierung, erfolgte.

Das Fräsen in der Lage der Asphalteinlage und 3 cm darunter verlief problemlos. Im Fräsgut fanden sich Faserreste mit einer durchschnittlichen Länge von ca. 8 cm. Aus dem Fräsgut - mit und ohne Armierung - wurden Probemischungen hergestellt, deren Eigenschaften nahezu gleichwertig sind.

Im Markt wird häufig von Erfahrungen berichtet, dass sich beim Fräsen die Armierung um die Fräsköpfe wickelt oder große Vliesfetzen im Mischgut sind. Dies kann z. B. bei bi-direktionalen Fasern oder Vliesen der Fall sein. Uni-direktionale Fasern (Glas/ Carbon) sind fräs- und recyclebar.

Gerade Straßenbaufirmen, welche bisher noch nicht mit Asphaltarmierungen in Berührung kamen, sind zu Beginn des Einbaus noch unsicher. Der Anwendungstechniker der Firma S&P Clever Reinforcement GmbH ist zur Einweisung und Unterstützung vor Ort, um auch in diesen Fällen einen korrekten Einbau zu garantieren. ⇥■

S&P Clever Reinforcement GmbH

www.sp-reinforcement.de

Vorteile des Verfahrens:


S&P Asphaltarmierungen, S&P Glasphalt G und S&P Carbophalt G, erfüllen die Grundlagen einer spannungsaufbauenden Armierung:
– Große Kraftaufnahme bei kleiner Dehnung
– Verankerung (Verklebung und Verzahnung) der Zugkräfte im Asphalt
– Verlegeleicht
– Schichtenverbund bleibt erhalten
– Risse werden dauerhaft verhindert oder hinausgezögert
– Fräs- und recyclebar.

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