„Neue Mitte“ für Ostbevern
Städtebauliche Entwicklung im MünsterlandMit der Ende 2025 abgeschlossenen Neugestaltung seiner Ortsmitte markiert die Gemeinde Ostbevern im östlichen Münsterland einen wichtigen Schritt in ihrer städtebaulichen Entwicklung.
Vorher: Der Straßenraum vor dem Rathaus in Ostbevern war vor der Sanierung nicht besonders attraktiv
© Gemeinde Ostbevern
Unter Berücksichtigung einer möglichst barrierearmen Gestaltung, der Entwicklung einer platzartigen „Neuen Mitte“ vor der Kirche, der Pflanzung großkroniger Zukunftsbäume, einer fußgänger- und fahrradfreundlichen Verkehrsführung sowie der Verwendung hochwertiger Materialien und funktionaler Gestaltungselemente wurde das zentrale Ortszentrum Ostbeverns neu geordnet und erstmals als zusammenhängende Fußgängerzone ausgebildet. Ziel der Maßnahme war es, die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum deutlich zu verbessern, die lokale Infrastruktur zu stärken und den historischen Ortskern langfristig als lebendigen Treffpunkt für Bevölkerung und Besucher zu sichern. Im Zuge der Planung wurden Verkehrsflächen neu strukturiert, Aufenthaltsbereiche erweitert und gestalterische Elemente integriert, die dem Ortskern ein zeitgemäßes und zugleich ortsbezogenes Erscheinungsbild verleihen. Besondere Aufmerksamkeit galt dabei der Verknüpfung von Mobilität, Barrierefreiheit und städtebaulicher Qualität. Durch die Reduzierung des motorisierten Verkehrs und die konsequente Ausrichtung auf den Fuß- und Aufenthaltsraum entstand ein zentraler Bereich, der Handel, Gastronomie und öffentliches Leben gleichermaßen stärkt. Für die neu zu befestigenden circa 8.000 Quadratmeter Pflasterflächen setzten die Planer auf ein Pflastersystem, das sich optisch in das Umfeld der Ortschaft einfügt und zugleich den anfallenden Verkehrsbelastungen standhält.
Nach der Sanierung zeigt sich der Straßenraum klar strukturiert
© Einstein Fugentechnik
Für die Umgestaltung der Hauptstraße im Abschnitt zwischen dem Rathaus und der abknickenden Vorfahrt in die Engelstraße sowie für die südliche Bahnhofstraße bewilligte die Bezirksregierung Fördermittel in Höhe von 1,2 Millionen Euro aus dem Stadterneuerungsprogramm. Die Planung erfolgte in einem mehrjährigen Prozess mit Hilfe von Fachplanern und unter Beteiligung der Bürger, Institutionen und Interessenvertretern sowie des Gemeinderates. Moritz Hillebrand, Fachbereichsleiter im Tiefbauamt der Gemeinde Ostbevern erläutert die Maßnahme: „Bisher waren die Flächen mit einem kleinformatigen Betonpflaster befestigt, das über keinerlei Verbundwirkung verfügte. Entsprechend in Mitleidenschaft gezogen war daher insbesondere die Fahrbahn der Hauptstraße, die neben dem üblichen Lieferverkehr auch regelmäßig von Bussen befahren wird. Aus diesem Grund haben wir sehr hohe Ansprüche an die Belastbarkeit der Verkehrsflächen für unsere neue Mitte gestellt. Gefragt war ein Betonpflasterbelag, der einerseits diesen Belastungen dauerhaft standhält und der sich andererseits optisch in das dörfliche Umfeld einfügt, aber dennoch eine gewisse Moderne ausstrahlt“, so Hillebrand.
Modula Plus aus der Einstein-Pflasterfamilie
Die Fuge macht‘s: Beim Pflasterbelag „Modula Plus“ ergibt sich immer eine normgerechte Fuge. Stabilität und eine gleichmäßige Flächenwirkung sind damit gegeben
© Einstein Fugentechnik
Die Wahl fiel auf das Pflastersystem Modula Plus aus der Einstein-Pflasterfamilie. Für die Gehwege und Platzbereiche entschieden sich die Planer für Steine im Format 40 x 20 und 20 x 20 in einer Dicke von 12 Zentimetern im Farbton sandbeige. Für die Fahrbahn kamen Steine im Format 30 x 15 und 15 x 15 in einer Dicke von 14 Zentimetern im Farbton grau-schwarz zum Einsatz. Dank seiner D-Punkt-Fugentechnik kommt es bei diesem System des Herstellers Berding Beton bei der Verlegung der Steine, wenn überhaupt nur zu einer punktuellen, minimalen Berührung an den Steinunterkanten. Anders als bei vielen anderen Verbundpflastern mit Abstandhalter- oder Verbundnockensystemen, bleibt deshalb der Anteil der Fläche, an dem sich die Steine berühren sehr gering. Die oft übliche Knirschverlegung wird so vermieden, die zur Aufnahme von Verkehrsbelastungen notwendige Fuge bzw. der Fugenraum werden eingehalten. Dies ermöglicht nach Angaben des Herstellers, dass die Fläche auch dauerhaft ohne Schaden bleibt – auch wenn diese von schwereren Fahrzeugen genutzt wird.
Nachhaltige Gesamtmaßnahme
Für die neu zu befestigen circa 8.000 Quadratmeter Pflasterflächen, setzten die Planer auf ein Pflastersystem, das sich optisch in das Umfeld der Ortschaft einfügt und zugleich den anfallenden Verkehrsbelastungen standhält
© Einstein Fugentechnik
„Mit der Verbundfähigkeit der Steine wird eine Dauerhaftigkeit der Pflasterfläche und damit die Nachhaltigkeit der Gesamtmaßnahme gewährleistet“, erklärt Hillebrand. „Und auch optisch gelingt es uns durch das Spiel mit unterschiedlichen Formaten und den farblichen Abgrenzungen der einzelnen Funktionsbereiche, den Straßenraum zu gliedern und in einen ruhigen Rahmen zu setzen.“
Um Begegnungsverkehr von Bussen/Lkw auf der relativ schmalen Straße zu ermöglichen, wurden Fahr- und Gehwegbereiche höhengleich durch eine Rinne getrennt gebaut. „Der Ellenbogenverband auf der Fahrbahn und der Reihenverband auf den Gehwegen ergibt einen wertigen Gesamteindruck – sowohl Farbgestaltung als auch die Verlegeverbände sorgen für eine Auflockerung der Flächen. Außerdem leisten die sanierten Flächen einen Beitrag zur klimaangepassten Ortsgestaltung, denn die Pflastergestaltung wurde so ausgelegt, dass ein wesentlicher Teil der befestigten Gesamtfläche in eigens dafür angelegte Baumscheiben und Beetflächen entwässert“, so Hillebrand.
Nach Abschluss der Sanierungsmaßnahme zeigt sich der Planer zufrieden: „Auch die Rückmeldungen aus der Bürgerschaft zu unserer neuen Mitte fallen durchweg positiv aus“, bemerkt Moritz Hillebrand abschließend.
Nach der Sanierung wirkt der Straßenraum ruhig, modern und harmonisch
© Einstein Fugentechnik
Einstein Fugentechnik
www.einstein-pflaster.de
