Innovation für Terminsicherheit
Hängegerüst für Brückensanierung mit FlexDeck in nur zwei Monaten errichtetDas Gerüstbauunternehmen Xervon stellte an der Zwickauer Muldebrücke sein vielfältiges Leistungsspektrum im Gerüstbau unter Beweis: optimal an die Gegebenheiten angepasst – und im Zeitplan.
Für die Korrosionsschutzarbeiten an der Zwickauer Muldebrücke waren neben dem großflächigen Hängegerüst auch zahlreiche weitere Lösungen erforderlich: zum Beispiel Pfeilergerüste, stehende und hängende Treppentürme als Baustellenzugang sowie Schutzdachkonstruktionen über die Bundesstraße: Mit dem umfangreichen Layher Baukasten konnte Xervon alle Aufgaben im System realisieren
© XERVON
Gerüstkonstruktionen werden auch heute noch vielmals mit Fassadengerüsten gleichgesetzt. An der 670 Meter lange Talbrücke Wilkau-Haßlau stellte das Gerüstbauunternehmen Xervon jedoch eindrücklich sein breites Lösungs- und Anwendungsspektrum mithilfe des integrierten Layher Systems unter Beweis. Wir sprachen mit dem Xervon-Standortleiter in Böhlen/Sachsen Arnulf Schlender sowie dem Bauleiter Jeremy Espenhayn:
THIS: Sie sind mit der modularen Plattformlösung FlexDeck bei diesem Projekt im Bereich Brückenbau und Brückensanierung neue Wege gegangen. Wie kam es dazu?
Schlender: Hängegerüste gehören zu unserem Portfolio. Und zwar nicht nur auf Baustellen, sondern auch in anderen Bereichen wie der Industrie. Hier haben wir bereits Projekte erfolgreich umgesetzt.
Arnulf Schlender – Standortleiter von Xervon in Böhlen/Sachsen
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Espenhayn: Wir mussten beispielsweise ein Hängegerüst in der Produktionshalle eines Automobilunternehmens erstellen. Hier gibt es – wie bei Brücken – mehrere Faktoren: Schnelle Montage, um Stillstände zu vermeiden, hohe Sicherheitsanforderungen und eine hohe Durchgangshöhe, damit in der Produktionshalle weiter reibungslos gearbeitet werden kann. Da hat uns FlexDeck bereits überzeugt.
Jeremy Espenhayn – Bauleiter beim Projekt an der Talbrücke Wilkau-Haßlau
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THIS: Ließ sich die Lösung also problemlos übertragen?
Schlender: Jede Baustelle ist anders. Wir wussten, dass FlexDeck funktioniert. An der Muldebrücke gab es nicht nur ein sehr enges Zeitfenster für die Montage, sondern abgesehen vom Hängegerüst auch weitere Aufgaben zu lösen. Beispielsweise eine Gefährdungsanalyse und ein Höhenrettungskonzept. Wir haben daher im Vorfeld als Team die Gesamtlage bewertet, intensiv an einer Lösung gearbeitet und diskutiert – gemeinsam mit Frank Reiter aus unserem Technischen Büro, Jens Sablowski aus dem Bereich Arbeitssicherheit, dem Projektleiter Rene Kastner und mit Kollegen aus der Praxis – wie unserem Bauleiter Jeremy Espenhayn, der gleichzeitig ein hohes Know-how im Bereich Digitalisierung mitbringt.
Espenhayn: Der Zeitfaktor hat schon eine maßgebliche Rolle für die Entscheidungsfindung gespielt. Zwei Monate für ein 7.700 Quadratmeter großes Hängegerüst und viele weitere Gerüstlösungen ist knapp bemessen. Da mussten wir einen innovativen Weg gehen.
THIS: Welches sind Ihrer Meinung nach die entscheidenden Vorteile?
Espenhayn: Sicherheit. Flexibilität. Und vor allem Schnelligkeit in der Montage. Wir haben gemeinsam mit dem Ingenieurbüro die Montagegeschwindigkeit analysiert. Das Ergebnis: Wir waren mit FlexDeck dreimal so schnell wie mit einer Hängegerüstlösung auf Gitterträgerbasis. Anders hätten wir den engen Zeitplan kaum einhalten können.
Schlender: Und was auch nicht vergessen werden darf – wir konnten dabei auch rentabel arbeiten. Das ist schließlich die Grundlage für jede Firma.
„Wir waren mit FlexDeck dreimal so schnell wie mit einer Hängegerüstlösung auf Gitterträgerbasis. Anders hätten wir den engen Zeitplan kaum einhalten können.“
Xervon-Bauleiter Jeremy Espenhayn
THIS: Was macht die Montageschnelligkeit aus?
Schlender: Neben der praktischen Bolzenverbindung kommt bei der modularen Plattformlösung FlexDeck der Aluminium-Träger FlexBeam zum Einsatz, der eine wesentlich höhere Tragfähigkeit als konventionelle Gitterträger hat. Dadurch werden Gerüstkonstruktionen materialsparender. Und es sind deutlich weniger Abhängepunkte nötig. Das hat zwei große Vorteile: Unser Team ist deutlich schneller in der Montage. Und wir können unserem Kunden und anderen Gewerken optimale Arbeitsbedingungen bieten. Zum einen, weil die verschiedenen Gewerke durch die wenigen Abhängepunkte ungestört und damit effizient arbeiten können. Und weil die FlexDeck-Plattform eine ebene Arbeitsfläche besitzt. Dazu werden Gerüstböden einfach in das U-Profil des FlexBeams eingehängt.
THIS: Und wie werden Hängegerüste in über 40 Metern Höhe montiert?
Espenhayn: Hängegerüste lassen sich mit FlexDeck im Freivorbau errichten. Das bedeutet, dass unsere Monteure sich in einer gesicherten Position befinden. Wir haben die Montagefolge allerdings für die Baustelle weiterentwickelt, da Abhängungen nur in Längsrichtung möglich waren.
Die modulare Plattformlösung FlexDeck lässt sich schnell und sicher im Freivorbau errichten und sorgt dank der niedrigen Bauhöhe des Aluminium-Trägers FlexBeam auch für eine größtmögliche Durchfahrtshöhe.
© Layher
THIS: Und was ist mit der Sicherheit für die Menschen, die auf der Plattform arbeiten?
Schlender: FlexDeck ist Teil des Integrierten Layher Systems. Das heißt, dass wir mit unseren Materialbestand entsprechende Lösungen realisieren können. Bei der Muldebrücke haben wir beispielsweise am Rand der Plattform ein AllroundGerüst bis zur Brücke hochgezogen. Als Arbeitsgerüst und als Seitenschutz.
Espenhayn: Unser Konzept hat auch die entsprechenden Baustellenzugänge beinhaltet. GEDA-Gerüstaufzüge für den Materialtransport sowie Podesttreppentürme an den Brückenpfeilern. Ergänzend abgehängte Treppentürme von der Fahrbahn aus. Dazu nutzen wir ebenfalls Grundbauteile aus unserem Layher-Materialbestand und kombinieren diese mit den entsprechenden Ausbauteilen, etwa Podesttreppen. Oder in diesem Fall auch Layher Protect-Kassetten. Damit haben unsere Monteure die Treppentürme im unteren Bereich eingehaust, damit sich unbefugte Dritte keinen Zutritt zur Baustelle verschaffen können. Sicherheit stand an oberster Stelle.
THIS: Ihr umfassender Materialbestand war also hilfreich?
Espenhayn: Klar. Für diese Baustelle waren schließlich rund 850 Tonnen Gerüstmaterial erforderlich. Grundsätzlich können wir unseren Layher-Materialbestand ja für viele Aufgabenstellungen auf Baustellen nutzen. Wie das Thema Brückenbau und Brückensanierung. Und falls notwendig, weiteres Gerüstmaterial auch kurzfristig bei Layher abrufen. Da bei diesem Projekt der Lagerplatz vor Ort begrenzt war, hat Layher die fehlenden Bauteile just-in-time auf der Baustelle angeliefert. Die kurzfristige Verfügbarkeit gilt bei Layher auch für Ergänzungsbauteile wie den FlexBeam.
THIS: Ihr Fazit?
Schlender: Ein herausforderndes Projekt. Aber mit unserer Expertise, unserem Know-how sowie den richtigen Produktlösungen konnten wir sowohl das Hängegerüst mit insgesamt 4.600 Laufmeter FlexBeam als auch alle weiteren Gerüstkonstruktionen in nur zwei Monaten und damit termingerecht verwirklichen.
Espenhayn: Und das bei maximaler Sicherheit. Für unsere Monteure, nachfolgende Gewerke – und die Umwelt.
Wilhelm Layher GmbH & Co KG
www.layher.com
Xervon ist auf technische Dienstleistungen spezialisiert. Eine wichtige Sparte ist der Gerüstbau für Projekte aller Größen- oder Anspruchsklassen. Hier kombiniert das Unternehmen jahrzehntelange Erfahrung mit praxisgerechten Innovationen und einem hohen Anspruch an die Einhaltung höchster Qualitäts- und Sicherheitsstandards.
