Gewässerschutz für Kunstrasenplätze
Neue Leichtstofffalle ergänzt Sedimentations- und FiltersystemeMit einer neuen Leichtstofffalle erweitert 3P Technik sein Produktportfolio zur Regenwasserbehandlung. Die auf der IFAT 2026 vorgestellte Lösung kommt erstmals beim Umbau eines Sportplatzes im Göppinger Stadtteil Bezgenriet zum Einsatz.
Bei der Modernisierung einer Sportanlage zum wettbewerbstauglichen Kunstrasenplatz setzte der Betreiber auf eine nachhaltige dreistufige Lösung zur Behandlung des abfließenden Regenwassers
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Der Sportverein Jebenhausen modernisiert den dortigen Rasensportplatz und baut ihn zu einem wetterunabhängig nutzbaren Kunstrasenplatz aus. Die Sportanlage wird mit einem modernen Regenwasserbehandlungssystem von 3P Technik ausgestattet, das höchste Anforderungen an den Gewässer- und Umweltschutz erfüllt. Ein zentraler Bestandteil der Anlage ist die neue Leichtstofffalle.
Mikroplastik aus Regenabflüssen zurückhalten
Mikroplastik zählt zu den zentralen Herausforderungen im Gewässerschutz. Nach aktuellen Schätzungen von Fraunhofer Umsicht entstehen in Deutschland jährlich über 100.000 Tonnen Mikroplastik aus Reifenabrieb – das sind 25 Prozent des gesamten Mikroplastikeintrags. Weitere bis zu 11.000 Tonnen stammen von Kunstrasenflächen auf Sportanlagen. Für die Regenwasserbehandlung auf Kunstrasenflächen bedeutet dies: Neben Sedimenten müssen heute zunehmend auch Mikroplastik und andere schwimmfähige Schadstoffe zuverlässig zurückgehalten werden. Genau dafür wurde die neue Leichtstofffalle von 3P Technik entwickelt.
Bei dem Kunstrasenprojekt in Göppingen kam erstmals die neue Leichtstofffalle von 3P Technik (links im Bild) zum Einsatz, die Mikroplastik und andere Leichtstoffe zuverlässig zurückhält
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Dreistufiger Reinigungsprozess
Bei der Modernisierung des Sportplatzes in Bezgenriet wird das bestehende Rasenspielfeld zu einer modernen, ganzjährig bespielbaren Kunstrasenanlage ausgebaut und an die aktuellen Anforderungen des Württembergischen Fußballverbands angepasst. Die Vergrößerung des Spielfelds auf 60 x 90 Meter –einschließlich der Sicherheitsbereiche auf insgesamt 64 x 98 Meter – schafft die Voraussetzung für den offiziellen Punktspielbetrieb und optimale Bedingungen für Training und Wettkampf. Für die Entwässerung der Anlage wurde ein umfassendes Regenwasserbehandlungskonzept entwickelt. Ein neu installiertes Drainagesystem entwässert das Spielfeld zuverlässig und sorgt für eine dauerhaft hohe Bespielbarkeit der Anlage. Die Regenabflüsse werden in einer dreistufigen
Drei Reinigungsstufen für ein optimales Reinigungsergebnis: Sedimentation von schwereren Feststoffen, Rückhalt von Mikroplastik und anderen schwimmenden Leichtstoffen, Filtration von gelösten Schadstoffen. Das Wasser wird dabei so aufbereitet, dass es in die Versickerungsanlage eingeleitet und anschließend ins Grundwasser versickert werden darf
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Regenwasserbehandlungsanlage gereinigt. Hier wird das Wasser so aufbereitet, dass es versickert und dem natürlichen Grundwasser regelkonform zugeführt werden kann. Die Abflüsse durchlaufen drei Reinigungsstufen: Die Sedimentationsanlage 3P Hydroshark 1.500, die neue 3P Leichtstofffalle und die Filtrationsanlage 3P Hydrosystem 1.500.
Stufe 1: Sedimentation
In der ersten Stufe wird das Wasser tangential in die Mitte der Sedimentationsanlage Hydroshark eingeleitet. Durch den sogenannten Teetasseneffekt sedimentieren schwerere Feststoffe und sinken in einen unten liegenden Schlammfang ab. Dieser ist durch Strömungsbrecher hydraulisch abgetrennt, sodass die abgesetzten Partikel auch bei Starkregen nicht mehr remobilisiert werden können. Das vorgereinigte Wasser fließt im Außenring der Anlage gleichmäßig nach oben und passiert das Zackenwehr, das dem Hydroshark seinen Namen gibt. Das Wehr sorgt für eine homogene Strömung und verhindert Kurzschlussströmungen.
Stufe 2: Die neue 3P Leichtstofffalle
Um Leichtstoffe zu erfassen, welche die gleiche oder eine geringere Dichte als Wasser aufweisen, kommt die Leichtstofffalle zum Einsatz. Ein Skimmer erfasst schwimmfähige Schadstoffe wie Mikroplastik oder Öle an der Wasseroberfläche und überführt sie in einen separaten Auffangschacht. Dort werden sie gesammelt und dauerhaft zurückgehalten. Das gereinigte Wasser fließt danach im Aufstromverfahren durch eine Siebpatrone. Für Anwendungen mit erhöhten Anforderungen, beispielsweise auf Betriebshöfen kunststoffverarbeitender Unternehmen, steht zusätzlich ein Mikroplastikabweiser zur Verfügung. Dieser verhindert, dass Schwebstoffe, Kunststoffgranulate und andere leichte Partikel in den Ablauf gelangen. Gerade bei hohen Mengen an Schwimm- und Schwebstoffen bietet die Leichtstofffalle einen entscheidenden Vorteil: Die Leichtstoffe werden frühzeitig aus dem Hauptstrom ausgeschleust und separat zurückgehalten, sodass Sedimentations- und Filterstufe dauerhaft entlastet bleiben. Dadurch verbindet das System eine hohe Betriebssicherheit mit langen Wartungsintervallen und reduziert den Wartungsaufwand sowie standzeitbedingte Unterbrechungen.
Durch die Vorinstallation in Betonschächte sind die Installationsarbeiten vor Ort mit vergleichsweise geringem Aufwand verbunden
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Stufe 3: Filtration
Das 3P Hydrosystem reduziert zusätzlich gelöste Schadstoffe. In einem hydrodynamischen Abscheider werden zunächst Feststoffe durch ein spezielles Strömungsregime abgeschieden und in einem beruhigten Schlammfang gesammelt. Anschließend durchströmt das Wasser die eigentlichen Filterelemente im Aufstromverfahren. Hier werden gelöste Schadstoffe wie Schwermetalle, Mineralölkohlenwasserstoffe, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe oder Phosphate durch Adsorption, Filtration und Ionenaustausch effektiv zurückgehalten.
Einfache und zuverlässige Wartung und Reinigung
Eine regelmäßige Wartung sichert den zuverlässigen Betrieb und die dauerhafte Reinigungsleistung von Regenwasserbehandlungsanlagen. 3P Technik bietet hierfür einfache und effiziente Wartungsmöglichkeiten. Bei der Sedimentationsanlage Hydroshark genügt ein handelsübliches Saugfahrzeug. Nach dem Öffnen der Schachtabdeckung und dem Hochklappen eines Arbeitsgitters werden die Kompartimente des Schlammfangs mit dem Saugschlauch ausgesaugt, wobei alle zurückgehaltenen Feststoffe entfernt werden. Auch der separate Sammelschacht der Leichtstofffalle wird durch einfaches Absaugen der abgeschiedenen Leichtstoffe gereinigt. Für die Filtrationsanlage Hydrosystem gibt es drei verschiedene Wartungsoptionen. Bei der Eigenwartung übernimmt der Betreiber die Regeneration der Filterelemente mit einer Rückspülmaschine in Eigenregie. Beim Filtertauschabo sorgt 3P Technik für einen bedarfsgerechten und regelmäßigen Filtertausch und führt die Regeneration der Filterelemente im Werk durch. Beim Komplettservice erfolgen Wartung und Rückspülung im eingebauten Zustand durch eine Fachfirma, die auch turnusmäßig einen Filtertausch vornehmen kann.
3P Technik Filtersysteme GmbH
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