Effiziente Wasseraufbereitung
Behältertechnik zur Abwasservorbehandlung in WaschstraßeEine Waschstraße in Damme bereitet bis zu 85 Prozent des Waschwassers wieder auf. Möglich macht dies ein mehrstufiges Wasseraufbereitungssystem von 3A Wassertechnik, das den Frischwasserverbrauch deutlich reduziert.
In der Dammer Waschstraße Mr Clean Carwash werden 370 Liter (inklusive Vorreinigung mittels HD-Gerät) pro Waschgang benötigt
© 3A Wassertechnik
Seit Ende 2025 ist die Waschstraße Mr Clean Carwash im niedersächsischen Damme in Betrieb. Die moderne Waschanlage erfüllt hohe Ansprüche in Bezug auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Je nach Autogröße werden in den meisten Autowaschanlagen für einen Waschgang 350 bis 450 Liter Wasser gebraucht. Bei älteren Waschanlagen bedeutet dies einen sehr hohen Frischwasserverbrauch, da die Rate der Wasserrückgewinnung hier in der Regel sehr gering ist.
Im Fall von Mr Clean Carwash sieht dies anders aus. Aufgrund der Ausstattung mit einem mehrstufigen Beckensystem samt Kiesfilter- und Enthärtungsanlage,ist es möglich, 85 Prozent des eingesetzten Wassers zur Wiederverwendung aufzubereiten. Bauherr und Geschäftsführer der Waschstraße Alexander Runnebaum hatte für die Umsetzung Partner an seiner Seite, die sich mit der Materie bestens auskennen. Das war zum einen die Otto Christ AG, die seit über 60 Jahren auf Fahrzeugwaschanlagen spezialisiert ist. Als einer der führenden Hersteller von Waschanlagen für Pkw, Nutzfahrzeuge und Schienenfahrzeuge bietet Otto Christ den Kunden maßgeschneiderte Lösungen für Waschparks, Tankstellen, Autohäuser, Speditionen und Verkehrsbetriebe.
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Als perfekte Ergänzung dazu wurde die 3A Wassertechnik GmbH ins Boot geholt. Die „3A“ im Firmennamen stehen für Abwasserbehandlung, Abscheidetechnik und Analytik.
Planungsassistenz und intensive Projektbegleitung
Die bereits in mehreren Projekten erprobte und daher gut eingespielte Teamarbeit sowie das sich gegenseitig ergänzende Know-how der beiden Spezialfirmen waren eine ideale Grundlage für die Realisierung des Vorhabens. Zu den Leistungen der 3A Wassertechnik zählte eine kompetente Planungsassistenz und intensive Projektbegleitung. „Wir beraten ausführlich und nach dem aktuellen Stand der Technik, damit der Kunde die für ihn richtige Entscheidung treffen kann. Gleichzeitig legen wir großen Wert darauf, allen am Bau Beteiligten gerecht zu werden“, erläutert Meike Leefers, Verantwortliche für den Vertrieb und die Projektberatung Nord bei der 3A Wassertechnik, den eigenen Anspruch.
Für die Wiederverwendbarkeit durchläuft das Brauchwasser ein mehrstufiges Beckensystems, bevor es in die Waschstraße zurückbefördert wird. Es werden 85 Prozent des Abwassers wiederverwertet. Das reduziert den Bedarf an Frischwasser enorm
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Die umfangreiche Baumaßnahme für die Errichtung der Waschstraße mit SB-Boxen wurde von März 2024 bis Dezember 2025 umgesetzt. Für die Vorreinigung des Abwassers wurde eine unterirdische Behältertechnik von 3A installiert, die auf die von der Firma Otto Christ gelieferten maschinentechnische Ausstattung zur Kreislaufführung des Waschwassers abgestimmt wurde, ebenso wie die Anlage zur Begrenzung von Kohlenwasserstoffen (ABeKW) nach DIN 1999-100 für die SB-Boxen.
Behälter zur Abwasservorbehandlung
In der Planungsphase war eine umfassende Beratung seitens 3A bezüglich der Wahl der geeigneten Behälterkonstellation vorausgegangen. Entscheidend sind hierbei die anfallenden Wassermengen, deren Aufbereitung durch Reinigung von Schmutz, Mineralölresten und Chemikalien über ein Kreislaufsystem stattfindet. Dafür wurden bei der Waschstraße neun von 3A gefertigte Behälter zur Abwasservorbehandlung mit Absetz-, Belebungs- und Speicherbecken unterhalb der Bodenoberfläche eingebaut. Zur Vorbehandlung wird das Brauchwasser über einen Verteilerschacht in zwei parallel geschaltete Schlammfänge mit einem Volumen von jeweils 10.000 Litern geleitet. Hier setzen sich die Sedimente ab und durch zu- sowie ablaufseitige Tauchbögen werden zusätzlich Leichtstoffe (z. B. Leichtflüssigkeiten oder Abrieb vom Waschbesatz) zurückgehalten. Im anschließenden Belebungsbehälter wird Sauerstoff eingebracht, um den aeroben („mit Luft“) mikrobiellen Abbau der noch enthaltenen Schadstoffe zu begünstigen. Dann wird das vorgereinigte Schmutzwasser in ein Entnahmebecken weitergeleitet, wo mithilfe einer Quarzkiesfilter-Anlage weitere Schmutzstoffe herausgefiltert werden. Es folgt die Weiterleitung des „Reinwassers“ in den Brauchwasservorlagetank, der ebenfalls belüftet ist, um Faulung zu verhindern.
Abscheider für die SB-Boxen. Bei allen Behältern wurde auf optimale Einsicht und freie Zugänglichkeit zu den Einbauteilen geachtet. Beim Abscheider und beim Entnahmebecken ist zusätzlich ein freier Einstieg zur Behälterbegehung vorhanden (links)
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Das Gesamtprojekt wurde von der Borgerding Bauunternehmen GmbH aus Steinfeld realisiert. Der Einbau des mehrstufigen Beckensystems inklusive aller Versorgungsleitungen wurde von der Firma Gabau aus Diepholz ausgeführt. Meike Leefers fasst zusammen: „Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten war sehr gut. Vor allem dank der langjährigen partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Otto Christ waren Abläufe gut eingespielt, was dem Projekt und seiner erfolgreichen Umsetzung zugutekam.“
Das Spezialunternehmen 3A Wassertechnik GmbH & Co. KG gehört gemeinsam mit dem Betonwerk 3A Beton GmbH & Co. KG. seit 2024 zur Berding Beton Unternehmensgruppe. Die Übernahme bedeutete für den starken Marktführer eine perfekte Ergänzung des eigenen Produktbereichs Regenwassermanagement und eröffnet neue Zukunftsperspektiven durch den gegenseitigen Wissenstransfer und Know-how-Austausch.
3A Wassertechnik GmbH & Co. KG
www.3a-wassertechnik.de
Berding Beton Unternehmensgruppe
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