Dronning Margrethe II’s Bro
Schalungskonzept für Dänemarks drittlängste BrückeMit der Neuen Storstrøm-Brücke modernisiert Dänemark einen wichtigen Abschnitt des skandinavischen Straßen- und Schienennetzes. Doka unterstützt das Projekt mit einem integrierten Schalungs- und Traggerüstkonzept für sichere und planbare Bauabläufe.
Seit ihrer Fertigstellung stärkt die drittlängste Brücke Dänemarks den Fehmarnbelt-Korridor als wichtige Verkehrsverbindung zwischen Skandinavien und Mitteleuropa
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Die „Dronning Margrethe II’s Bro“ (dt. „Königin-Margrethe II.-Brücke“) ist mit einer Gesamtlänge von rund 3,8 Kilometern nun die drittlängste Brücke Dänemarks. Über ihre Dimension hinaus übernimmt sie eine strategische Funktion innerhalb eines leistungsfähigen Nord-Süd-Verkehrskorridors. Gemeinsam mit der Festen Fehmarnbeltquerung bildet die Neue Storstrøm-Brücke eine durchgängige Verbindung zwischen Skandinavien und Mitteleuropa und stärkt damit den grenzüberschreitenden Personen- und Güterverkehr auf Straße und Schiene.
„Das Storstrøm Brückenprojekt stellte hohe Anforderungen an das Schalungs- und Traggerüstkonzept: Es musste sich präzise an die wechselnden Geometrien anpassen und gleichzeitig hohen Windlasten standhalten. Der Engineering-Ansatz von Doka vereinte genau diese Stabilität und Flexibilität und ermöglichte einen zuverlässigen Bauablauf“, erklärt Aurelia Penza, Technical Manager bei Itinera.
Stärkung einer zentralen skandinavisch-europäischen Verkehrsachse
Der 102 Meter hohe Pylon der Neuen Storstrøm-Brücke übernimmt die Ableitung sämtlicher Kräfte in das Fundament
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Seit 2019 begleitet Doka die Umsetzung der Storstrøm-Brücke in mehreren kritischen Bauphasen. Zum Leistungsumfang zählen Lösungen für die rund 80 Meter langen Vorlandbrücken auf beiden Seiten, landseitig vorgefertigte Pfeilerköpfe, auskragende Tragwerke zur Verbindung der Fertigteil-Brückensegmente mit dem Pylon sowie die Schalungslösungen für den Pylon selbst. Ergänzend wurde eine maßgeschneiderte Arbeitsplattform entwickelt, die die abschließenden Bauarbeiten an der Schrägseilbrücke unterstützt.
Engineering-Kompetenz für höchste Anforderungen
Einhub der landseitig vorgefertigten Pfeilerköpfe
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Als zentrales Tragelement der Schrägseilbrücke übernimmt der 102 Meter hohe Pylon die Ableitung sämtlicher Kräfte in das Fundament. Davon abgesehen weist er eine hochkomplexe Konstruktion mit variabler Geometrie, integrierten Aussparungen, vorgefertigten Ausschalungen (Box-outs) sowie Einbauteilen für die Schrägseile auf. Die Arbeiten am Pylon stellten einen kritischen Abschnitt im Gesamtbauablauf dar.
Durch die Kombination von Plattformen der Selbstkletterschalung SKE100 plus für hohe Lasten und aufgehenden Arbeitsbühnen mit flexiblen SKE50 plus-Einheiten auf den beengten Seiten konnte ein wirtschaftliches und zugleich effizientes System realisiert werden.
Maßgeschneiderte Arbeitsplattform für die finale Bauphase
Die Selbstkletterschalungen SKE100 plus und SKE50 plus ermöglichten eine sichere und effiziente Herstellung des 102 Meter hohen Pylons
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Für die abschließenden Arbeiten an der Schrägseilbrücke kam eine projektspezifisch entwickelte Arbeitsplattform zum Einsatz. Diese wurde abschnittsweise mit dem Traggerüst Staxo 100 errichtet und ruhte auf vier stationären Kletterkonsolen der Selbstkletterschalungen SKE100 plus und SKE50 plus, wobei die bereits vorhandenen Verankerungspunkte aus der Pylonherstellung weiterverwendet wurden.
Zwei integrierte Treppentürme gewährleisteten einen sicheren und komfortablen Zugang während sämtlicher Bauphasen. Fest mit dem Pylon verbunden, bot die Plattform auch unter anspruchsvollen Wind- und Lastbedingungen stabile und zuverlässige Arbeitsbedingungen. Damit konnten die Pylonarbeiten erfolgreich abgeschlossen und ein wesentlicher Meilenstein im Gesamtbaufortschritt erreicht werden.
Die feierliche Eröffnung für den Autoverkehr erfolgte Anfang Juni 2026, die Freigabe für den Bahnverkehr soll 2027 folgen. Die alte Storstrøm-Brücke, die 1937 vom Großvater von Königin Margarthe II. (und damit dem Urgroßvater des heute amtierenden dänischen Königs Frederik X.) eröffnet wurde, wurde mit Inbetriebnahme der neuen Brücke geschlossen und wird nun schrittweise zurückgebaut.
Doka Deutschland GmbH
www.doka.com
Bau der Pfeilerelemente mithilfe der Doka Selbstkletterschalung
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Projektdaten
Projekt: Neue Storstrøm-Brücke | Dronning Margrethe II’s Bro
Standort: Sjælland, Dänemark
Bauart: Schrägseilbrücke
Auftraggeber: Vejdirektoratet (Dänische Straßenverkehrsbehörde)
Bauausführung: Itinera
Gesamtlänge: 3.830 Meter
Hauptspannweite: 320 Meter
Pylonhöhe: 102 Meter (Masthöhe 69 Meter)
Fertigstellung: 2026
Eingesetzte Doka-Systeme: Selbstkletterschalung SKE100 plus & SKE50 plus, Traggerüst Staxo 100, Trägerschalung Top 50, Rahmen-schalung Framax Xlife
