S&E Konjunkturbericht

4.Quartal 2009

Geschäftsklima

Im vierten Quartal 2009 hat die konjunkturelle Dynamik – folgt man dem ifo-Geschäftsklimaindex – bei Zement, Kalk und gebranntem Gips deutlich an Schwung verloren, die ifo-Geschäftsklimakurve hat am aktuellen Rand wieder eine leichte Kehrtwendung gemacht Weiter auf konjunktureller Expansion befanden sich die übrigen Produktgruppen vom Gesamtbereich S&E.

 

Aktuelle Geschäftslage

Im Großen und Ganzen wurde die aktuelle Geschäftslage insgesamt als befriedigend bezeichnet. Soweit von einer guten Geschäftslage gesprochen wurde, betraf das vor allem die Be- und Verarbeitung von Natursteinen. Per saldo 29% der Werke gaben hier das Urteil „Geschäftslage gut“ ab. Schlecht-Stimmen gab es dagegen für gebrannten Kalk (jeder zweite Hersteller). In den übrigen Sparten war man mit der aktuellen Geschäftslage im vierten Quartal weitgehend zufrieden.

 

Produktion

Die Entwicklung der Produktionszahlen war offensichtlich von Produktgruppe zu Produktgruppe und innerhalb von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Während die Zementwerke im November und vor allem im Dezember sowie die Natursteinwerke im Dezember  recht häufig Produktionsrückgänge anzeigten, hatten die Hersteller von gebranntem Kalk vor allem im Oktober Produktionszunahmen
zu verzeichnen. Für die weitere konjunkturelle Erholung zu denken gibt, dass in sämtlichen Sparten ein verhältnismäßig großer Teil der Firmen für die nächsten
3 Monate mit Produktionseinschränkungen rechnet.

 

Fertigwarenlager

Die Fertigwarenlager erwiesen sich in den meisten Sparten während des gesamten vierten Quartals weitgehend als normal. Lediglich die Hersteller von Ziegeln und sonstiger Baukeramik sprachen häufig sowie die Natursteinwerke teilweise von überhöhten Beständen.

 

Auftragseingang

Die Entwicklung der Auftragseingänge war recht unterschiedlich. Teilweise zunehmende Eingänge verzeichnete man bei
gebranntem Kalk sowie bei Ziegelprodukten, tendenziell eher leicht sinkende Eingänge bei Natursteinen, vor allem im Dezember.

 

Auftragsbestand

Die Auftragsbestände waren in sämtlichen Sparten mehr oder weniger häufig rückläufig. Gab es zu Quartalsbeginn bei gebranntem Kalk sowie auch bei Ziegelprodukten teilweise noch zunehmende Auftragsbestände, so war in den meisten Sparten gegen Quartalsende vielfach ein Rückgang zu konstatieren. In sämtlichen Sparten wurde die Höhe der Auftragsbestände teilweise als unzureichend qualifiziert, am häufigsten zuletzt bei gebranntem Kalk, Ziegelprodukten sowie bei den Natursteinen (jeweils in rund 50% der befragten Werke).

 

Geschäftsaussichten

Die längerfristigen Geschäftserwartungen für die nächsten 6 Monate sind teilweise mit Molltönen gefärbt. In sämtlichen Sparten gibt es Stimmen, die eher mit einer Geschäftsabschwächung rechnen, am häufigsten bei Zement ( 38% der Werke ).

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