Kostensicher kalkulieren

Intelligente IT-Lösungen

Eine schnelle und flexible Kostenermittlung ist heute für jeden Planer ein absolutes Muss. Will er bei der Akquise überzeugen, im Wettbewerb bestehen und der immer kritischer werdenden Prüfung durch die Auftraggeber standhalten, sollte er sich frühzeitig als kompetenter Kostenmanager positionieren.

Um ihre Kostenplanung sicher und transparent zu machen, setzen viele Planer auf intelligente IT-Lösungen. Mit der Planungsmethode Design2Cost von Nemetschek können Architekten und Ingenieure den abgesteckten Budgetrahmen exakt einhalten. Beginnend bei der Kostenberechnung bis zur Dokumentation und Abrechnung bietet diese Kostenplanungsmethode eine integrierte Lösung zur Mengen- und Kostenermittlung auf Basis eines Gebäudemodells. Hierbei arbeitet die Software Allplan BCM bidirektional mit dem Gebäudemodell der CAD-Software Allplan zusammen. Dessen virtuelles Modell bildet die Basis für eine nachvollziehbare grafische Mengenermittlung. Änderungen am Gebäudemodell, werden quasi nebenher dokumentiert und sowohl im Plan als auch in der Kostenermittlung oder Ausschreibung aktualisiert. Die Auswirkungen von Planungsänderungen auf die Kosten lassen sich so jederzeit einfach nachvollziehen und in verschiedenen Varianten dokumentieren und auswerten.

„Architekten sehen sich heute bei der Entstehung eines Gebäudes mit den unterschiedlichsten Anforderungen konfrontiert. Insbesondere ein transparentes Kostenmanagement gewinnt zunehmend an Bedeutung und begleitet den Entstehungsprozess eines Gebäudes von der Planung bis zur Nutzung“, erklärt Prof. Ulrich Elwert. Gemeinsam mit Wolff Stottele gründete er 1998 das Architekturbüro Elwert & Stottele in Ravensburg und blickt auf langjährige Erfahrung im Bereich des Planungs- und Baumanagements zurück. Bei der Durchführung seiner umfangreichen Planungsleistungen setzt Elwert & Stottele seit der Gründung auf Softwarelösungen von Nemetschek: „Die Planung ist grundlegend für den Bau und die spätere Nutzung eines Gebäudes. Von Beginn an arbeiten wir in allen Leistungsphasen mit Allplan. Außerdem haben wir Allplan IBD im Einsatz und können so mit der Design2Cost-Methode zuverlässig und kostenbewusst planen“, so der Architekt. Eines der ersten Projekte, das Elwert auf diese Weise plante, war die Erweiterung der Clemens-Beck-Grundschule und der Neubau einer Kindertagesstätte in Dudenhofen bei Speyer. Ausschlaggebend für den Ausbau des Bestandsgebäudes waren zum einen die beengten Verhältnisse im Schulgebäude. Zum anderen erforderte der schlechte bauliche Zustand von drei Klassenräumen, die in einen freistehenden Pavillon ausgelagert wurden, dringende Sanierungsmaßnahmen. Um eine durchgängige Kostensicherheit bei diesem Projekt zu gewährleisten, erfasste das Architekturbüro die Gebäude mit Allplan in 3D. Anhand der IBD-Assistenten ließen sich die digitalen Modelle für beide Gebäude und die zugehörigen Außenanlagen einfach und schnell erstellen. Elwert: „Da Allplan IBD die CAD-Objekte mit all seinen Positionen beschreibt, erhielten wir einen nachvollziehbaren Kostenrahmen und konnten so feststellen, ob wir uns noch im finanziellen Rahmen bewegen. Darüber hinaus ermöglichen die Mengen- und Kostenangaben nicht nur eine frühe Kontrolle der Investitionskosten, sondern auch der nachfolgenden Nutzungskosten für Reinigung und Instandhaltung.“ Denn in punkto Kostensicherheit müssen nicht nur die reinen Bauwerkskosten bei der Entstehung eines Gebäudes berücksichtigt werden, sondern oftmals wird bereits im Planungsstadium nach den Folge- und Nutzungskosten einer Baumaßnahme gefragt. „Noch bevor wir den ersten Strich für den Entwurf setzen, möchten Bauherren über die Gesamtwirtschaftlichkeit eines Bauobjekts im Bilde sein. Erst wenn sich die kompletten Lebenszykluskosten nachvollziehen lassen, wird entschieden“, so der Architekt.

 

Honorar- und Baukostensicherheit

Je genauer das Mengengerüst vom Architekten angelegt wird, desto besser und zuverlässiger ist auch die Kostenberechnung. Gerade bei komplexen Projekten müssen diese Kalkulationen detailliert aufgeschlüsselt und stimmig sein, damit Bauherren und Investoren bereits zu einem frühen Zeitpunkt fundierte Entscheidungen treffen und die Wirtschaftlichkeit des Bauprojekts abschätzen können. Die Inhalte, Methoden und möglichen Änderungen der Kostenberechnung sind noch wichtiger geworden, seit die neue HOAI sie als Grundlage für das Honorar vorsieht. Das aufgrund der Kostenberechnung ermittelte Honorar ist damit maßgeblich für alle Leistungsphasen und muss die Arbeit des Planers über die komplette Projektdauer tragen. Die HOAI 2009 bietet viele Möglichkeiten: Aber nur wer sich intensiv mit der neuen Vertrags- und Honorargestaltung befasst, kann auskömmliche Honorare am Markt durchsetzen und mit Haftungsrisiken umgehen.

www.nemetschek.de

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