Gemeinsam schneller und besser!

Zugriff von der Baustelle auf das Firmennetzwerk

Die Warnemünder Bau GmbH hat durch die Einführung eines virtuellen Netzwerks Kommunikationslücken geschlossen. Alle Mitarbeiter – in der Zentrale, in den Servicebüros oder auf den Baustellen – nutzen heute eine gemeinsame Datenbasis und arbeiten übergreifend an den aktuellen Projekten.

Die Warnemünder Bau GmbH, kurz „Warbau“ genannt, ist Spezialist für die Projektentwicklung und den Neubau von komplexen Bauvorhaben im Wohnungsbau, Industrie- und Gewerbebau. Zum Kerngeschäft zählen komplexe Sanierungen, beispielsweise als Generalunternehmer für Plattenbau-Außensanierungen. Das Hochbauunternehmen, das seinen Hauptsitz im schönen Ostseebad Warnemünde hat, existiert in seiner heutigen Form seit 1990. Dennoch kann es mit Fug und Recht behaupten ein Traditionsunternehmen im Nordosten zu sein – denn hervorgegangen ist die Warnemünder Bau  aus einer Produktionsgenossenschaft, die bereits 1958 entstanden ist.  

 

Kundennähe hat oberste Priorität

Kundenorientiert Handeln bedeutet für das Unternehmen auch möglichst nah am Kunden zu sein. Da die Warnemünder Bau sehr viele Bauaufträge für die Wohnungsgesellschaften bzw. Wohnungsbaugenossenschaften der Hansestadt Rostock ausführt, hat man als spezielle Dienstleistung Servicebüros im  Süden und im Norden Rostocks eingerichtet. Kurze Wege garantieren eine optimale Kundenpflege und -betreuung. Auch in Stralsund existiert solch ein Büro. Einen Haken hatte diese Konstellation allerdings: die Mitarbeiter in den Niederlassungen und auf den Baustellen waren nicht direkt an die Hauptverwaltung angebunden. Zu bearbeitende Dokumente und Projekte mussten per E-Mail oder CD ausgetauscht werden. Wurden beispielsweise in einer Außenstelle die Massen für die Mengenermittlung erfasst, musste das Projekt anschließend exportiert und per E-Mail an die Zentrale geschickt werden. Dort wurde das Projekt dann eingelesen und zur Abrechnung weiterverarbeitet. Das war nicht nur zeitaufwändig und umständlich, sondern führte auch dazu, dass Daten mehrfach vorgehalten und an unterschiedlichen Dateiständen gearbeitet wurde.

Firmennetzwerk über verschiedene Standorte

Diesen Zustand wollte man nicht länger hinnehmen, so dass man sich 2009 dazu entschloss, mittels einer Netzwerkumstellung alle Niederlassungen und Baustellen an die Firmenzentrale anzubinden.  Kerstin Bockholt, die Administratorin der Warnemünder Bau bringt es auf den Punkt „Wer an verschiedenen Standorten präsent ist, der benötigt ein optimales, sicheres und effizientes Netzwerk“.

Da das Unternehmen sowohl die technische als auch die kaufmännische Software von BRZ im Einsatz hat und auch die Hardware durch das BRZ-Systems-Team betreut wird, lag es nahe, bei der Umstellung gemeinsam vorzugehen. Kerstin Bockholt hatte dabei ganz genaue Vorstellungen. Nicht nur die Niederlassungen sollten angebunden werden, die Lösung sollte auch übersichtlich und einfach zu verwalten sein. Gewünscht war darüber hinaus eine verbesserte Kompatibilität der Programme
untereinander. Das bisherige Kernstück des EDV-Systems war ein Small Business Server 2003, der für die unterschiedlichsten Dienste genutzt wurde.

Diese Serverarchitektur war aus diversen Gründen nicht ideal. Musste die Maschine aufgrund von Wartungsarbeiten oder Installationen neu gestartet werden, waren alle Applikationen und Dienste betroffen. Die Ressourcen (CPU/Arbeitsspeicher) waren nicht optimal aufgeteilt, rechenintensive Applikationen „behinderten“ andere Applikationen, indem sie diese teilweise in ihrer Geschwindigkeit beeinträchtigten. Auch die Fehlersuche war bei dem zentralen System aufwändig. Die Verwendung von mehreren physikalischen Servern kam für die Warnemünder Bau allerdings nicht in Frage, da der vorhandene Serverraum dies aus Platzgründen nicht zuließ. Also musste eine andere Lösung gefunden werden, bei der die Platzverhältnisse berücksichtigt, aber auch alle Vorteile einer dezentralen Serverarchitektur genutzt werden.

 Virtualisierung als erste Wahl

Die Virtualisierungstechnik bot die entsprechende Lösung. Virtualisierung bedeutet, dass mehrere virtuelle Maschinen auf einer Hardware ausgeführt werden. Die Dienste lassen sich auf verschiedene Server verteilen – ganz so als wären diese auch physikalisch vorhanden. Tatsächlich wird aber nur ein physikalischer Server benötigt. So wird nicht nur das Platzproblem gelöst, auch die Kosten für die Hardware fallen niedriger aus und der Stromverbrauch wird reduziert – Stichwort Green IT.

Bei der Warnemünder Bau entschied man sich für den Marktführer bei Virtualisierung: VMware. Im Gegensatz zu anderen Lösungen, bei denen vor dem Einsatz ein Betriebssystem auf der Hardware installiert werden muss, bringt VMware ESX sein Betriebssystem bereits mit. Das bietet den großen Vorteil, dass die virtuellen Maschinen mit deutlich höherer Geschwindigkeit auf die physikalische Hardware zugreifen können. Die Leistung des Servers wird so optimal ausgenutzt. Insgesamt fünf virtuelle Server wurden installiert – jeweils einer für die Benutzer- und E-Mail-Verwaltung, für die Dateiablage, für die BRZ-Datenbank, für die Datensicherung sowie für den Terminalzugriff. Letzterer ist der Dreh- und Angelpunkt für die Anbindung der Mitarbeiter in den Außenstellen. Die auf dem Terminalserver installierten Anwendungen sind von jedem Ort der Welt aus erreichbar. Um diese zu nutzen, müssen sich die Mitarbeiter lediglich mittels gesicherter Internetverbindung über VPN an das Terminal anbinden und nutzen dann die Anwendungen ganz so als wären diese lokal installiert. Dazu sind an den lokalen PC-Systemen keine Veränderungen notwendig –  nur die Remote-Zugangssoftware muss vorhanden sein.

Umstellung in kürzester Zeit

Kerstin Bockholt über die Umstellung: „Die Server wurden von BRZ im Vorfeld installiert und konfiguriert. So konnte ich mich voll und ganz auf die Vorbereitungen konzentrieren. Während der Umstellung vor Ort, war der Server dann lediglich einen halben Arbeitstag nicht erreichbar. Danach lief alles wie am Schnürchen“. Und auch nach der Umstellung kann sich Frau Bockholt auf schnelle Hilfe verlassen. Im Ernstfall kann ein BRZ-Systemtechniker per Fernwartung auf den Server zugreifen und diesen administrieren. Mittels  Remote Management Karte lassen sich sogar systemnahe Einstellungen wie z.B. Bios-Einstellungen bequem aus der Ferne vornehmen.

 

Resumée

Mit der Virtualisierungstechnik ist die Warnemünder Bau einen innovativen Weg gegangen. Die Datensicherung wurde optimiert und die IT-Administration vereinfacht. Während Frau Bockholt früher bei Programm-Updates alle Niederlassungen anfahren und dort Rechner für Rechner die Software einspielen musste, hat sich der Wartungsaufwand auf das zentrale System verlagert. Einzelplatz-Installationen sind heute passé. Anwendungen wie die BRZ-Kalkulation und -Mengenermittlung laufen auf dem Terminalserver, der ein übergreifendes Arbeiten aller Beteiligten an den aktuellen Projekten ermöglicht. Ein gemeinsamer und aktueller Datenbestand macht Inkonsistenzen* unmöglich und sorgt für effiziente Arbeitsprozesse. *(Zwei Dinge, die beide als gültig angesehen werden sollen, aber so nicht miteinander vereinbar sind).

[www.brz.de]

[www.warnemuenderbau.de]

... sorgt für effiziente Arbeitsprozesse!

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