Bauteams haben Zukunft

Bereits seit Jahren werden den Unternehmen am Bau von Verbänden und Brancheninsidern Partnerschaftsmodelle nach dem Management-Grundsatz des Partnering empfohlen, damit effizientere Abläufe bei minimiertem Konfliktpotenzial erreicht werden können. Die Hauptidee des Bauteam-Konzepts: Alle Projektbeteiligten arbeiten von Anfang an in einem Team - die ausführenden Unternehmen sind also bereits in der Planungsphase beteiligt. Dabei werden das Ziel und der Ablauf der einzelnen Phasen gemeinsam festgelegt und die Risiken werden von Anfang an für Bauherren wie Unternehmen minimiert.

Soweit die Theorie – doch stößt dieses Konzept bei den Branchenakteuren auf Gegenliebe? Die Marktforscher von BauInfoConsult haben Architekten, Bauunternehmer und SHK-Installateure um eine Einschätzung gebeten. Vor allem unter Planern und Bauunternehmern gilt dieses Modell als zukunftsfähig: Volle oder überwiegende Zustimmung findet die Aussage, dass die Bedeutung von Bauteams zunimmt, bei knapp zwei Dritteln der Architekten und Bauunternehmer und bei 44 Prozent der SHK-Installateure. Über die Hälfte der SHK-Handwerker und ein Drittel der Architekten und Bauunternehmer können dagegen nicht bestätigen, dass Bauteams an Bedeutung zulegen. Da SHK-Installateure in jedem Fall nur für Teilabschnitte im Bauprojekt zuständig sind, ist für sie die durchgängige Planung weniger von Vorteil als für die andern beiden Berufe.

Bei den Architekten unterscheiden sich die Einschätzungen je nach Betriebsgröße. So stimmen 88 Prozent der Ein-Mann- und Ein-Mitarbeiter-Betriebe der Aussage zu, bei den größeren Architekturbüros fällt die Zustimmung der Befragten zwar ebenfalls mehrheitlich, aber doch deutlich eingeschränkter aus. Das mag daran liegen, dass den Einzelkämpfern schon allein aus organisatorischen Gründen noch mehr an einer gut eingespielten Kooperation der Bauparteien im Bauteam gelegen ist.

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