Baumwipfelpfade liegen im Trend

Der Aufzugs- und Aussichtsturm ragt 44 Meter in den Himmel

Bei dem Projekt ist der Name Programm – 44 Meter hohe Stahlbetonkonstruk-tion als massiver Ankerpunkt und barrierefreier Zugang für den Baumwipfelpfad „Heidehimmel“ am Wildpark Lüneburger Heide in Hanstedt-Nindorf.

Baumwipfelpfade sind ein Trend, genauso wie eingespielte Team-Player, damit es gut, günstig und ein sicherer Erfolg für alle Beteiligten und vor allem für den Auftraggeber wird. Nachdem das Trio Biedenkapp aus dem Allgäu, Holtmeyer Bauunternehmen aus Bad Iburg und Paschal aus Steinach bereits das Highlight der Landesgartenschau in Bad Iburg, den 31 Meter hohen Stahlbetonturm für den Aufzugsschacht und Auflager und Stützpunkt der v-förmigen Stahlkonstruktion mit umlaufender Treppe, gemeinsam realisierten, wurde nun die 44 Meter hohe Stahlbetonkonstruktion in Hanstedt-Nindorf erfolgreich erstellt.

Mitten im Wald

Um möglichst wenig Boden zu versiegeln, wurde die Stahlbetonkonstruktion auf einer minimalen Grund-fläche von 11,00 Meter x 11,00 Meter erstellt. Für die sichere Gründung des freistehenden Aufzugsschachtes sorgen 64 Stahlrammrohr-Pfähle und die massive, 1,60 Meter dicke Stahlbetonbodenplatte. Ab hier wurde die Stahlbetonkonstruktion von dem Bauunternehmen Holtmeyer GmbH, einem Stammkunden von Paschal, mit gemieteten Schal- und Klettersystemen von Paschal rasch in die Höhe betoniert. Sicher, schnell und exakt mit 14 Betoniertakten auf 44 m Höhe geklettert; © Paschal

Sicher, schnell und exakt mit 14 Betoniertakten auf 44 m Höhe geklettert; © Paschal
Seitens Paschal wurde in Abstimmung mit dem Ingenieurbüro Prof. Dr.-Ing. Ulrike Kuhlmann, Bürogemeinschaft Kuhlmann Gerold Eisele, eine ausgefeilte Schal- und Taktplanung ausgearbeitet. Diese Planung beinhaltete auch die Bewehrungsstöße, die mit Schraubbewehrungen erfolgten.

Die Schalungsplanung von Paschal basierte auf den Systemen Logo.3 kombiniert mit dem Klettersystem 240 cm. Damit alles im System geschalt werden konnte, reichten 84,5 Quadratmeter Wandschalung des System Logo.3 aus. Als Innenschalung, also als Schachtschalung, kam die Logo.3 mit vier Ausschalinnenecken zum Einsatz, die für das rasche Ein- und Ausschalen sowie das exakte Innenmaß sorgen. Das Ausschalen erfolgt mittels des schnellen Zurückspindelns. Dann wird die komplette Innenschalung mit einem Kranhub zum nächsten Betoniertakt angehoben.

Die Schachtschalung wurde mit den Spindeln exakt auf das quadratische Innenmaß von 2,75 x 2,75 Meter eingestellt. Im Abstand von 35 Zentimetern, der Wandungsdicke, wurde die Außenschalung aus kranversetzbaren Schaleinheiten, bestehend aus der Wandschalung Logo.3 und dem Klettersystem 240 cm, als komplette Einheit je Schachtseite mit dem Kran zum folgenden Betonierabschnitt angehoben und über Kletterkonusse sicher verankert. © Paschal

© Paschal
Damit konnten pro Woche zwei Betoniertakte, insgesamt 14 Betoniertakte, zügig ausgeführt werden. Um einen frühhochfesten Beton zu verarbeiten, wurde ein Beton C 45/55 0/16 schnell mit Zement CEM 1 42,5 R eingesetzt.

Arbeitssicherheit kombiniert mit fixer Montage

Das Klettersystem 240 wurde mit dem vom DIBt zugelassenen Kletterkonus M30/DW15 verankert.

Der von Paschal entwickelte Kletterkonus ist für Verankerungstiefen von 250 bis 400 Millimeter als normale Wandverankerung zugelassen, (Zulassungs-Nr.: Z-21.6.2042). Damit steht für alle Paschal Kletter- und Bühnensysteme ein einheitliches System zur Verankerung von Konsolgerüsten zur Verfügung.

Schneller, höher und in immer kürzerer Bauzeit

Die ausführenden Bauunternehmungen müssen schon fast zaubern, um die kurzen Fertigstellungszeiten einhalten zu können. Das geht nur mit einem eingespielten und verlässlichen Team aus Fachleuten. So schätzt auch der Stammkunde, Holtmeyer Bauunternehmen GmbH, die exakten und rasch zur Verfügung gestellten und ausführungsfreundlichen Schalungspläne von Paschal. „Das ist für uns immer eine immens wichtige Arbeitsgrundlage, um den hohen Zeitdruck erfüllen zu können,“ so Jens Holtmeyer. „Wir als Bauunternehmen hatten auch bei dieser Baumaßnahme jederzeit die volle Unterstützung und Aufmerksamkeit seitens Paschal, insbesondere durch den Schalungsfachberater Christoph Große Inkrott.“

Bis zur finalen Fertigstellung wurden rund 1000 Kubikmeter Beton, 130 Tonnen Bewehrungsstahl, 600 Tonnen Stahl, 350 Kubikmeter Holz und 70.000 Schrauben in dem gesamten Projekt verbaut.

Paschal-Werk G. Maier GmbH

www.paschal.com

Jens Holtmeyer, Holtmeyer Bauunternehmen GmbH, Bad Iburg; © Holtmeyer

Jens Holtmeyer, Holtmeyer Bauunternehmen GmbH, Bad Iburg; © Holtmeyer

Was war die besondere schalungstechnische Herausforderung bei dem Projekt?

Bei dem Projekt handelt es sich um einen freistehenden Fahrstuhlschacht ohne Zwischenebenen. Die Herausforderung war, auf einer Höhe von 44 m ohne Zwischenebenen, wie es bei einem herkömmlichen Aufzugschacht üblich ist, und keinerlei Chance einer Einrüstung Stahlbetonwände zu errichten.   

Warum haben Sie sich für Paschal entschieden?

Wir arbeiten schon seit mehr als 40 Jahren eng mit der Firma Paschal zusammen. Unsere Mitarbeiter sind geschult und geübt im „System Paschal“. Im Hause Paschal war man schon vor dem Start des Projektes Feuer und Flamme uns zu unterstützen. Durch ein ähnliches zuvor schon abgeschlossenes Projekt mit dieser Aufgabenstellung, stand es nicht zur Diskussion dieses Projekt auch mit Paschal umzusetzen.

Waren Sie zufrieden mit der Durchführung des Projektes?

Ja, sehr. Man hatte zu jedem Zeitpunkt ein offenes Ohr für uns bei Paschal. Die Zusammenarbeit verlief auf Augenhöhe und ohne Verzögerungen.

Was hat Ihnen besonders gut bei der Abwicklung gefallen?

Die vereinbarten Aufgaben und Ziele wurden in Absprache perfekt umgesetzt.

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