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AI in Infrastructure: Wie KI den deutschen Infrastruktursektor verändert

Nathan Marsh, Regional Executive, Senior Vice President Europe, Middle East, Africa bei Bentley Systems, über den Einsatz von KI in der Infrastrukturplanung, die Herausforderungen des deutschen Markts und die Frage, was KI leisten kann – und was nicht.

THIS: Deutschland investiert massiv in seine Infrastruktur. Welche Rolle spielt KI dabei?

Nathan Marsh: Deutschland steht vor einem Infrastrukturzyklus, wie es ihn seit Jahrzehnten nicht gegeben hat – über 500 Milliarden Euro für Schiene, Straßen, Energiewende und Digitalisierung. Der Druck, Projekte schneller, transparenter und kosteneffizienter zu liefern, ist enorm. KI ist in diesem Kontext kein Nice-to-have, sondern ein notwendiges Werkzeug, um die schiere Komplexität dieser Vorhaben beherrschbar zu machen.

THIS: Wo setzt Bentley KI konkret ein?

Nathan Marsh: KI macht fragmentierte Projektdaten nutzbar – für Risikoprognosen, Zeitplanoptimierung und automatisierte Workflows. Mit OpenSite+ haben wir die erste generative KI-Anwendung für den Tiefbau auf den Markt gebracht, die Planungsprozesse bis zu zehnmal schneller abwickelt. SYNCHRO+ bringt KI-gestützte 4D-Sequenzierung und automatische Kollisionserkennung in die Bauausführung. Und mit OpenUtilities Substation+ ermöglichen wir KI-gestütztes Umspannwerksdesign – alles verbunden über die Bentley Infrastructure Cloud.

THIS: Haben Sie konkrete Beispiele aus Deutschland?

Nathan Marsh: Zwei sehr unterschiedliche, aber gleichermaßen aussagekräftige Projekte. In Berlin entsteht mit Siemensstadt Square auf über 70 Hektar Brachfläche ein nachhaltiger urbaner Campus – über 25 Jahre Planungshorizont. Der auf iTwin basierende digitale Zwilling ermöglicht es allen Beteiligten, jederzeit auf verlässliche, kontextualisierte Projektdaten zuzugreifen. Der Wert liegt nicht in der Visualisierung, sondern in der durchgängigen Datenverfügbarkeit über den gesamten Lebenszyklus. Ein ganz anderes Anforderungsprofil hatte die DB-Neubaustrecke Gelnhausen–Fulda. Dort mussten komplexe Untergrundverhältnisse mit enormen Mengen geotechnischer Daten beherrschbar gemacht werden. Mit PLAXIS und Leapfrog Works gelang es, 100 Bohrlöcher zu analysieren, präzise Massenermittlungen durchzuführen und digitales Risikomanagement zu etablieren – ein Meilenstein für geotechnische BIM-Workflows in Deutschland.

THIS: Wie geht Bentley mit dem Vertrauensproblem bei KI in sicherheitskritischer Infrastruktur um?

Nathan Marsh: Vertrauen ist die Grundvoraussetzung. Jede KI-Entscheidung muss transparent, nachvollziehbar und auditierbar sein – das ist in Deutschlands regulatorischem Umfeld nicht verhandelbar. KI ersetzt keine ingenieurmäßige Prüfung, sie ist ein Co-Pilot. Unsere Lösungen entstehen zudem in enger Zusammenarbeit mit Anwendern.

Mehr zu den KI-gestützten Infrastrukturlösungen von Bentley Systems: www.bentley.com

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