NACH EINEM GROSSBRAND

Wiederaufbau und Erweiterung eines Hotels

Bei der Rohbauerstellung für den Erweiterungs- und Neubau nach einem Großbrand des Hotel „Bären“ in Titisee testete die ausführende
Bauunternehmung Anton Himmelsbach
erfolgreich das Schalungssystem Logo.3 von
Paschal mit seinen Abmessungen 270 x 340 cm.

Nach einem Großbrand in 2011 wird das Hotel „Bären“ in Titisee-Neustadt erneuert und erweitert. Dabei spielen Holz und Glas architektonisch eine optische Rolle. Im Unter- und im Hintergrund ist Stahlbeton, geformt mit Paschal-Schalung, der zentrale Baustoff für die langfristige Fortsetzung des Hotelbetriebes. Der neue „Bären“ wird aus zwei gleichen Einheiten, dem Waldflügel und dem Neubau, bestehen. Nach Fertigstellung wird das Hotel rund 100 Betten, verteilt auf Zimmer mit bis zu 35 m² über drei Etagen je Haus, sowie Suiten zu je 48 m² anbieten. Die Stube mit Restaurant sowie das Hausrestaurant, Besprechungsräume, eine großzügige Lobby, ein komfortabler Wellnessbereich sowie ein Weinkeller werden das tolle Angebot abrunden.

Hangsituation und Erdbebenzone II

Bei der Tragwerksplanung musste die Erdbebenzone II berücksichtigt werden, was sich in der Bewehrung sowie in den Bauteilabmessungen widerspiegelt. Alleine für die Bauwerksgründung weist die Bauakte 35 Tonnen Bewehrungsstahl für die Streifen- und Einzelfundamente aus. Die zu berücksichtigende Erdbebenzone sowie die Hangsituation erforderte die Ausführung zu fast 100 Prozent aus Stahlbeton. Deshalb wurde der gesamte Rohbau, bestehend aus Kellergeschoß, Erdgeschoß, vier Obergeschossen und dem Dachgeschoß, weitestgehend aus Stahlbeton der Güte C25/30 erstellt. Die tragenden Betonwände sind zwischen 24 cm bis 40 cm dick.

Logistik

Für die Arbeitsvorbereitung und Schalungsplanung nutzte die den Rohbau ausführende Bauunternehmung Anton Himmelsbach die automatisierte Schalungsplanung Paschal-Plan light, die zur aktiven Unterstützung der Baustellenplanung, der Organisation wie auch der Schalungsplanung als durchgängiges Softwaretool entwickelt wurde. Mittlerweile ist die Version 10.0 im Einsatz, die auch von der Bauunternehmung Himmelsbach genutzt wurde. Sie besteht aus zwei Modulen, „Design“ zum vollautomatisch Erstellen der kompletten Schalungspläne und „Warehouse“ zum Verwalten der Materialien.

Von der Gründung bis zum Giebel

Die Bauunternehmung Anton Himmelsbach setzt seit 17 Jahren auf die Universalschalung Raster/GE, die auch hier zum Schalen der Gründung, der Stützen und Unterzüge erfolgreich eingesetzt wurde. Auch das Schalungssystem Logo.3 gehört zum langjährigen Inventar.

Aufgrund der Geschoßhöhen testete das Bauunternehmen bei diesem Projekt das Schalungssystem Logo.3 in seinen Abmessungen 2,70 m x 3,40 m. Dazu mietet der Bauunternehmer zunächst 300 m² Logo.3 mit diesen Abmaßen und kombinierte sie mit seiner Logo.3-Bestandsschalung. Zum Schalen der Kellergeschosswände wurde die Logo.3 stehend, also mit einer Höhe von 3,40 m verwendet. Im Erdgeschoss wurde ein Element hochkant mit einem waagerecht liegenden Element kombiniert, um in einem Schritt die gesamte Geschoßhöhe zu erreichen. Für die Erstellung der nachfolgenden vier Obergeschosse wurde die Logo.3 mit ihrer Breite von 2,70 m liegend genutzt. Nach Abschluss der Rohbauarbeiten im November 2013 waren die Bauhandwerker, allem voran der Polier, Markus Himmelsbach, so begeistert von der „größeren“ Logo.3, dass das Mietmaterial zurück gegeben wurde und weitere Logo.3-Elemente in den größeren Abmessungen zugekauft wurden. Im Einzelnen überzeugten ihn und seine Mitarbeiter die reduzierten Spannstellen (0,62 Spannstellen/m²), das schnelle Verbinden der Elemente mittels Keilspanner, die variable Verwendung liegend und stehend sowie der zulässige Frischbetondruck von 70 kN/m² nach DIN 18218. Seit Dezember 2013 sind die Rohbauarbeiten abgeschlossen.

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