Spurwechsel

Es reicht ein einfacher Blick auf die Bevölkerungspyramide (siehe unten; Stand 2018, grüne Linie: Stand 2028), um zu erkennen, wie sich unsere Gesellschaft entwickelt: Mit Arbeitskräften wird es langsam, aber sicher, dünn. Es fehlen BIM-taugliche Bauingenieure, es fehlen kundige Baumaschinenführer, die sich engagiert in die Digitalisierung stürzen, es fehlen Handwerker jeder Berufsrichtung, es fehlen Facharbeiter, es fehlen Hilfskräfte, die bereit sind, auch mal einen Eimer Teer auf die Brücke zu schleppen.

Auf der anderen Seite haben wir derzeit viele Gäste, die Schutz vor Krieg und Verfolgung suchen, die auf Asyl oder einfach nur auf ein besseres Leben hoffen. Klar ist, dass nicht jeder, der Schutz und Zuflucht sucht, einen Anspruch darauf hat; aber wer einen Anspruch hat, verdient unsere Unterstützung. Klar auch, dass nicht jeder, der sich bei uns ein besseres Leben erhofft, in der Lage ist, sich eine eigene Existenz aufzubauen; aber wer unsere Sprache beherrscht und einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz hat, sollte diese Chance bekommen – es ist auch eine Chance für uns.

Zurecht fordert nun SPD-Chefin Andrea Nahles (übrigens im Einklang mit CDU-Mann Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein) unter dem Stichwort „Spurwechsel“, abgelehnten, aber integrierten Zuwanderern eine Chance zu bieten, in unserer Gesellschaft eigenverantwortlich zu leben und auf eigenen Füßen zu stehen – eine Forderung, der ich mich gerne anschließe. Denn bei den anstehenden Aufgaben können wir jede Hilfe dringend gebrauchen.

ZAHL DES MONATS
 
28,8 Mio. t Zement wurden 2017 in Deutschland verbraucht – das sind 4,8% mehr als im Jahr zuvor
 
Quelle: Verein Deutscher Zementwerke VDZ

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