JAHRESTAGUNG 2012:

Kalksandsteinindustrie bestens aufgestellt

Im Fokus der diesjährigen Jahrestagung der Kalksandsteinindustrie in Nürnberg stand die Wahl des neuen Vorstandes der Verbände der Kalksandsteinindustrie (Bundesverband, Forschungsvereinigung, Qualitätsgemeinschaft Mauerwerksprodukte QMP).

Im Anschluss berichtete Herr Joachim Hübner, Geschäftsführer Bundesverband Kalksandsteinindustrie, über Entwicklungen der Kalksandsteinindustrie 2011 und zeigte aktuelle Perspektiven des Neubaubedarfs bis 2020.

Zum Vorsitzenden der Kalksandstein-Verbände ist Bernhard Göcking, Emsländer Baustoffwerke, Haren/Ems gewählt worden. Jochen Bayer, E. Bayer Baustoffwerke, Esslingen, wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden ernannt.

Der neue Vorstand setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

– Bernhard Göcking, Emsländer Baustoffwerke, Haren/Ems – neuer Vorsitzender

– Jochen Bayer, E. Bayer Baustoffwerke, Esslingen - neuer stellvertretender Vorsitzender,

– Paul Bertmaring, Baustoffwerke Havelland, Oranienburg-Germendorf,

– Frederic A. Dörlitz, Kalksandsteinwerk Busch & Dörlitz, Buxtehude,

– Markus Blum, Xella Deutschland, Duisburg,

– Dr. Hans Georg Leuck, BMO Baustoffwerke Münster-Osnabrück.

– Martin Schneider-Jost, Heidelberger Kalksandstein, Durmersheim,

– Dr. Hannes Zapf, Zapfwerke Schwaig-Behringersdorf – Vorsitzender,

„Für die Kalksandsteinindustrie ist 2011 ein erfolgreiches Jahr gewesen“, erklärt Hübner auf der Mitgliederversammlung. „Der Kalksandsteinmengenabsatz der im BVKSI organisierten Werke ist im Vergleich zum Vorjahr nach einer Eigenerhebung um rund 15 % gestiegen. Die positive Entwicklung wurde im Vorjahr mit einem Mengenwachstum von + 2,5 % im Jahr 2010 eingeleitet. Der Wohnungsbau ist nach langen Jahren des Rückgangs wieder mit einem positiven Vorzeichen ausgestattet. Insbesondere der Neubau im Segment des Mehrfamilienhausbaus in den Ballungszentren Deutschlands sorgte für diese gute Entwicklung, hinzu kam auch eine sehr günstige Witterungssituation in den Wintermonaten.“

Hübner weiter: „Nach Auswertungen des Statistischen Bundesamtes ist die Absatzmengenentwicklung der Kalksandsteinprodukte in 2011 mit 18,74 % und die Umsatzentwicklung mit 22,61 % am deutlichsten innerhalb der Mauerwerksindustrie gestiegen. Hochwertige Kalksandsteinprodukte waren bei den Bauherren besonders gefragt.“

Mit Blick auf das laufende Jahr zeigt sich Hübner nur vorsichtig optimistisch. Für die Kalksandsteinindustrie erwartet er eine Absatzsteigerung von ca. 0 - 2 %.

Hübner: „Die Zahlen der Baugenehmigungen zeigen zwar deutlich, wo der Trend hingeht. Die uneinheitliche Marktentwicklung lasse jedoch noch keine zuverlässigen Markteinschätzungen zu. Das in 2011 erreichte Niveau kann wohl gehalten werden, im letzten Jahr wurde der Bau von 228 400 Wohnungen (+ 21,7 %) genehmigt, wobei die Zahl der Wohnungen in Mehrfamilienhäusern deutlich höher ausfiel, als der Anstieg von Einfamilienhäusern. Entsprechend erwarten wir für 2012 eine weitere Steigerung der Bauanträge, insbesondere im Mehrfamilienhausbereich. Der Einfamilienhausbau wird sich schwächer entwickeln. Beim Wirtschaftsbau ist ein Einpendeln auf dem Vorjahresniveau zu erwarten. Im öffentlichen Bausektor wird sich nicht viel bewegen, da die Effekte aus den Konjunkturprogrammen abgearbeitet sind.“

Die Kalksandsteinindustrie ist mit ihrem breit gefächerten Produktportfolio für jedes Bausegment bestens aufgestellt - vom Mehrfamilienhausbau bis zu kommunalen Projekten wie Kindergärten und Schulen „Es sind die hochwertigen Kalksandstein-Eigenschaften, die besonders gefragt sind und die die führende Marktpositionierung ausmachen. Hierzu zählen zum Beispiel der Premium-Schallschutz, die Energieeffizienz und wirtschaftlich rationelle Bauweisen“, so Hübner.

Die im vergangenen Jahr ca. 200.000 fertiggestellten Wohneinheiten reichen aber bei Weitem nicht aus. Langfristig schätzen Forschungsinstitute den Neubaubedarf weit höher ein. 29 Prozent der Institute sind der Meinung, dass für den Zeitraum bis 2020 bis zu 225.000 Wohneinheiten pro Jahr ausreichen. Die Mehrzahl der Experten - 59 Prozent - sieht den Neubaubedarf zwischen 225.000 bis 300.000 Wohnungen pro Jahr. 2 Prozent der Institute sehen sogar mehr als 300.000 Einheiten als notwendig an.

Hübner: „Trotz dieser Differenzen bleibt eines klar: Wenn der Genehmigungsaufschwung tatsächlich umgesetzt wird, ist damit nur das Minimum der nötigen Neubautätigkeit erreicht.“

Mehr unter www.kalksandstein.de

 

Autor:

Dipl.-Ing. Bernd Niebuhr, Journalist, Hannover
Für 2012 vorsichtiger Optimismus
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