KOMPLETTSANIERUNG

Höhenzugangs­spezialisten

Mitten im Frankfurter Bankenviertel steht seit 1972 ein 75 Meter hoher Büroturm: Die Taunusanlage 11. Das markankte Gebäude wird mithilfe von mastegeführten Hebebühnen renoviert.

Die Taunusanlage 11, im Frankfurter Bankenviertel und mithin im Herzen der deutschen Finanzwirtschaft stehend, wird im Auftrag der Freo-Gruppe entsprechend den Plännen von KSP Jürgen Engel Architekten renoviert. Sie soll nach ihrer Komplettsanierung mit neuer Fassade und großzügigen Fenstern samt integriertem Sonnenschutz allen Ansprüchen an Effizienz und Nachhaltigkeit genügen.

Entkernung

Schon früh in der Planungsphase für den Rückbau der Fassade sowie der Entkernung des 16-geschossigen Gebäudes wurden die Eppinger Höhenzugangsspezialisten von Alimak Hek um Lösungsvorschläge für die anstehenden Arbeiten gebeten. Das Resultat: Sechs Antriebseinheiten der mastgeführten Kletterbühne Hek MSM Super und zwei Hek MSHF unterstützten im ersten Schritt das für die Gebäude-Entkernung und Demontage der Fassadenelemente beauftragte Unternehmen. Immer häufiger werden für solche und ähnliche Sanierungsarbeiten mastgeführte Kletterbühnen als effiziente Möglichkeit für Arbeiten in der Höhe eingesetzt.

Beim Projekt T11 sind Hek MSM Super Doppelmastbühnen mit Plattformlängen bis 26,50 m im Einsatz. Möglich sind bei Mastkletterbühnen dieser Reihe bis zu 32,20 m bei Verwendung des Hek Megadeck. Martin Poddig, technischer Leiter bei Alimak Hek, berichtet: „Nicht nur als Arbeitsplatz in luftiger Höhe sind Mastkletterbühnen bei der T11 im Einsatz: Einige Meter über Bodenhöhe direkt neben den Hauptbühnen installiert, dienen mehrere Hek MSM Super-Plattformen als Absetzbühnen. Aufgrund der beengten Verhältnisse vor Ort wurden diese zusätzlichen Plattformelemente rund um das Gebäude installiert, um u.a. Stauraum für die in den nächsten Schritten notwendigen Materialien zu gewinnen.“

Rück- und Neubau

Nach der kompletten Entkernung samt Fassadenrückbau ging es in die nächste Etappe des Revitalisierungsprozesses der Taunusanlage 11; auch diesen Schritt begleiteten die mastgeführten Kletterbühnen von Alimak Hek – Eingesetzt vom nächsten Unternehmen, zuständig für den Rück- und Neubau der Technikgeschosse. Ausgestattet mit erhöhten Geländern und Sonderverbreiterungen für die etwas zurückspringende Fassade der Technikgeschosse sorgten die zu umlaufenden Schutzbühnen umgebauten mastgeführten Kletterbühnen aus niederländischer Produktion für die Absturzsicherung während des Rückbaus.

Mit an der Fassade anliegenden Dichtlippen versehen, war bei diesen Arbeiten sichergestellt, dass Kleinteile bzw. während der Abbrucharbeiten anfallende Absplitterungen oder Schutt größtenteils auf den Plattformen landeten und somit keine Gefährdung für Passanten am Boden bedeuteten. Im Lauf des Rückbaus begleiteten die Mastkletterbühnen die Demontage der oberen Stockwerke und wanderten mit dem Abbruch-Takt nach unten, bis die „alten“ Technikgeschosse verschwunden waren. Direkt im Anschluss kletterten die Hek MSM Super zur Unterstützung des Aufbaus der Stahlkonstruktion für die entstehende offene Panorama-Etage und des Konferenzbereichs Schritt für Schritt wieder nach oben.

„Alle Umbauten und Anpassungen der mastgeführten Kletterbühnen, die Demontagen und Aufstockungen der Maststränge während des Rück- und Neubaus sowie Auslegung und Anbringung von Sonder- und Sturmverankerungen hat Alimak Hek komplett übernommen und die sicherheitsrelevanten Schnittstellen statisch nachgewiesen.“, erklärt Martin Poddig. Mit modernster 3D-CAD-Software entstehen die individuellen Höhenzugangslösungen von Alimak Hek vorab virtuell am Computer; anschließend werden diese vor Ort entsprechend umgesetzt. Während der Arbeiten an der T11 kam auch ein Einzelkabiner Alimak Scando 450 zum Einsatz; die leuchtend orangefarbenen Bauaufzüge aus ISO-zertifizierter schwedischer Herstellung sorgen auch in Frankfurt für komfortable Beförderung von Mensch und Material. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 54 m/min. befördert der „kleine Bruder“ des Alimak Scando 650 je nach Konfiguration bis 2.000 kg Nutzlast in die Höhe, die frequenzgeregelte Motorensteuerung ermöglicht weiches Anfahren und Stoppen und sorgt so für geringen Verschleiß.

Fassadenbau

Den nächsten Schritt bei der T11 Kernsanierung übernahm ein drittes Unternehmen, und auch bei der Montage der ca. 4.300 m² Aluminium-Elementfassade mit Prallscheibe und innerem Öffnungsflügel sowie der ca. 3.000 m² Alu-Blechfassaden kamen die bereits vor Ort stehenden Hek MSM Super zum Einsatz. Dieses Mal als Unterstützung der Montage der Fassadenelemente eingesetzt, sorgten die Mastkletterbühnen für einen übersichtlichen, freien Arbeitsplatz. Mit der Möglichkeit, mastgeführte Kletterbühnen von Alimak Hek per Zahnstange-/Ritzel-Technologie zentimetergenau auf die ergonomisch optimale Höhe zu bringen, erleichterten diese das Einmessen und exakte Platzieren der wertvollen Fassadenelemente.

Drei Arbeitsschritte, eine Lösung

Ob bei der Entkernung von Gebäuden, Rückbau von Fassaden und ganzen Stockwerken bzw. deren Neubau sowie der Installation neuer Fassadenelemente - Höhenzugangslösungen von Alimak Hek sorgen auch bei solch umfangreichen Sanierungsprojekten wie bei der Taunusanlage 11 für die optimale Unterstützung sämtlicher Gewerke. Insbesondere bei diesem Projekt zeigt sich, dass früher Kontakt mit sämtlichen Projektverantwortlichen die erfolgreiche Abwicklung auch umfangreicher Projekte mit mehreren Beteiligten sicherstellt. Genaue Planung und persönliche Beratung, gepaart mit exakter Betrachtung der Situation vor Ort und darauf angepasster individueller Lösungen erleichtern die Projektsteuerung. Von der Vorplanung über die Anlieferung der Maschinen, deren Montage, Demontage und Abtransport bis zum Einsatz eigener Mitarbeiter vor Ort z.B. für Wartungsarbeiten reicht die Angebotspalette von Alimak Hek.

www.alimakhek.de

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