Bauen nach dem Schwammstadt-Prinzip
In Lörrach entsteht derzeit das neue Dreiland-Zentralklinikum. Neben modernster medizinischer Technik setzen die Betreiber auf eine klimaresiliente Bauweise. Das anfallenden Niederschlagswasser soll möglichst auf dem Klinikgelände lokal gesammelt und gespeichert werden und verzögert versickern. Eine Aufgabe, wie gemacht für Entwässerungsrinnen von BG-Graspointner.
Städte müssen sich heute zunehmend gegen Klimarisiken wie Starkregen, Hitze und Trockenheit wappnen. Das Prinzip der Schwammstadt steht dabei für einen neuen Umgang mit Niederschlagswasser. Beim Dreiland-Klinikum übernehmen großzügige Grünflächen, Mulden und Rigolen die Schwammfunktion.
Großzügige Versickerungsbereiche
Zur Entwässerung der Dachflächen wurden in Lörrach 285 m der Kastenrinne BG-FILCOTEN® pro V verlegt. Die für die Belastungsklasse D 400 ausgelegten Rinnen leiten das Wasser in unterirdische Rigolen und entlasten damit die Kanalisation. Der Grundkörper dieser Rinnen besteht zu 100 % aus dem mineralischem Hochleistungsbeton FILCOTEN® HPC. Die Abdeckung ist als Guss-Stegrost mit verzinkter Zarge ausgeführt und wird per fiX-Verschluss einfach, schnell und sicher montiert. Der Hochleistungsbeton FILCOTEN® HPC ist eine Weiterentwicklung herkömmlichen Betons. Sein optimiertes, dichtes Gefüge ermöglicht die Konstruktion von Entwässerungsrinnen in hochstabiler Leichtbauweise.
Auch im Bereich der Treppenanlagen und Zufahrtswege kommt die BG-FILCOTEN® pro V zum Einsatz. Überall dort, wo die Optik eine herausragende Rolle spielt, sind die Gussroste per kathodischer Tauchlackierung beschichtet. Für einige Stränge kamen nach Vorgabe des Planers auch Entwässerungsrinnen mit 0,5 %-Gefälle zum Einsatz.
Von Schwerlast- bis Fassadenrinnen
In den Verladehöfen, Zufahrten und auf den Parkplätzen sind rund 270 m Schwerlastrinnen der Baureihe BG-CLASSIC BGZ-S mit Gusszarge und BGU-Z mit verzinkter Zarge verlegt. Sie verfügen zum größten Teil über verschraubte Gussroste, die extrem stabil und dabei sehr wartungsfreundlich sind. Die Rinnen mit Belastungsklasse E 600 sind für Flächen geeignet, die besonders schweren Lasten standhalten müssen.
Die Fassadenentwässerung übernehmen Rinnen des Typs BG-FLEX® FA. Sie sind gelocht und entwässern nach unten in eine dafür vorgesehene Drainage. Die Kanäle aus verzinktem Stahl lassen sich perfekt an den jeweiligen Einsatzbereich anpassen und gewährleisten maximalen Gebäudeschutz. Verbaut wurden in Lörrach Fassadenrinnen mit der Bauhöhe 100 mm und 150 mm. Diese sehr hohen Rinnen stellte BG-Graspointner speziell für das Bauvorhaben her. Mittlerweile wurden sie ins Standardsortiment übernommen.
Ein Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel
Lediglich ein Strang des umfangreichen Entwässerungssystems des Klinikums führt direkt in die Kanalisation. Alle anderen Stränge leiten das Wasser in Versickerungsbereiche wie Grünflächen, Mulden und Rigolen und halten es somit auf dem Gelände. Selbst das Niederschlagswasser aus verkehrsreichen Bereichen wie den Zufahrten fließt nach der ersten Grobfiltration in die Versickerungsbereiche. Wege und Außenflächen auf dem Gelände sind zusätzlich weitgehend als unversiegelte Flächen angelegt. Mit der Regenwasserbewirtschaftung nach dem Schwammstadt-Prinzip leistet das Dreiland-Zentralklinikum einen wichtigen Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel.
Mehr Informationen unter www.bg-graspointner.com
