Abdichtung für wasserundurchlässige Bauwerke

Rechtssicherheit für Bauherren

Einfache Anwendung und kurze Trocknungszeiten an nur einem Tag – die Außenabdichtung von Elementwänden hält Keller trocken und gibt Bauherren Rechtssicherheit.

Bei wasserundurchlässigen Bauwerken werden häufig Elementwände in Hohlwandbauweise mit einer Stärke von 24 oder 25 cm eingesetzt, die mit einem Fugenabdichtungssystem versehen und anschließend ausbetoniert werden. Seit Anfang 2018 gilt jedoch eine überarbeitete Fassung der DAfStb-Richtlinie „Wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton“ (WU-Richtlinie).

Abdichtung nach WU nur zu höheren Kosten

Laut WU-Richtlinie muss in Elementwänden bei freien Fallhöhen von mehr als 1 m für eine fehlstellenfreie Einbringung des Betons eine Anschlussmischung verwendet werden. Die folgende Nachverdichtung soll die Bildung von Kiesnestern oder Lunkern verhindern und so eine einwandfreie Fugenabdichtung gewährleisten. Für die Abdichtung im Sohle/Wand- und Wand/Wand-Bereich werden meist beschichtete Fugenbleche verwendet. Hier stellt die überarbeitete WU-Richtlinie Bauunternehmen vor eine Herausforderung: Die lichte Breite des Beton-Schüttkanals muss mindestens 12 cm betragen, was im Anschlussbereich Sohle/Wand oft nicht mehr gewährleistet werden kann. Zwar lässt sich die innenliegende Fugenabdichtung auch weiterhin normgerecht durchführen. Dafür müssen die Elementwände jedoch eine höhere Wandstärke haben oder die Anschlussbewehrung entfallen. Höhere Wandstärken führen aber zwangsläufig zu höheren Baukosten.

Wasserdicht durch Außenabdichtung

EasySeal 1K soll diese Nachteile vermeiden.  Es basiert auf einem silanmodifizierten Polymer und dient zur Bauwerksabdichtung von Element- beziehungsweise Betonfertigteilwänden. Zusätzlich lassen sich damit Arbeitsfugen im Ortbetonbereich abdichten.

„Bei der Entwicklung spielte der möglichst schnelle und unkomplizierte Einbau eine große Rolle. Damit unterscheidet es sich von den meisten anderen Lösungen, die oftmals zweikomponentig sind und erst zeitaufwendig angemischt werden müssen. EasySeal 1K ist dagegen eine einkomponentige Lösung, die direkt aus dem Eimer aufgetragen werden kann.

Einfache Verarbeitung

Vor der Verarbeitung werden zunächst die Stoßfugen der Betonfertigteile verspachtelt und die Oberfläche der Betonwand von losen Rückständen gesäubert. Für ein optimales Ergebnis hat Mastertec eine spezielle Rolle entwickelt, mit der sich die Hochdruckabdichtung bei einer Verarbeitungstemperatur zwischen 0 °C und +35 °C sowie einer Bauteiltemperatur von mindestens +2 °C effizient auf Fugen auftragen lässt. Hohlkehlen oder schwer zu erreichende Stellen werden außerdem mit einem Pinsel oder Eckenroller beschichtet. Die Trockenschichtstärke sollte je Auftrag mindestens 1,2 mm bei einer Mindestbreite von 32 cm betragen. Als Zwischenschicht dient ein Vlies, das mit einer Andrückrolle vollflächig in die Beschichtung eingearbeitet wird. In einem letzten Arbeitsschritt erfolgt – abhängig von Temperatur und Luftfeuchtigkeit nach einer Wartezeit von zwei bis drei Stunden – der Auftrag einer zweiten Lage auf dem Vlies.

Die benötigte Menge an EasySeal 1K, das in einem 14-kg-Eimer geliefert wird, liegt insgesamt bei circa 1,20 kg je lfm Fuge. Bei Kreuzungspunkten ist es nötig, zuerst die senkrechten Fugen mit einer ersten Schicht und einer Vlieslage zu bearbeiten. Anschließend erfolgen dieselben Arbeitsschritte in waagrechter Richtung, bevor die zweite Schicht des Abdichtmaterials aufgetragen wird.“ Die entsprechenden Arbeitsschritte lassen sich in den meisten Fällen innerhalb eines einzigen Tages an einer Baustelle durchführen, sodass keine zweite Anfahrt notwendig ist.

Nachweisbar druckwasserdicht bis 80 m Wassersäule

Zusätzlich ist EasySeal 1K lösemittel-, wasser- und bitumenfrei und weist eine hohe Beständigkeit gegenüber UV-Strahlung und Alkalibeständigkeit auf, ist für den Lastfall „Drückendes Wasser bis 20 m Wassersäule“ geprüft und mit einem abP zertifiziert. Die Prüfungen wurden mit einer Rissbreite von 3 mm durchgeführt. Geprüft und bestätigt wurde dies unter anderem von der Gesellschaft für Materialforschung und Prüfungsanstalt für das Bauwesen Leipzig mbH (MFPA Leipzig), welche ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis für das Produkt ausgestellt hat. Bescheinigt wurde außerdem, dass EasySeal 1K die Anforderungen der Nutzungsklasse A für die Beanspruchungsklassen 1 und 2 entsprechend der WU-Richtlinie erfüllt, sodass es auch für die Abdichtung in Wasserwechselzonen zugelassen ist. Um internationalen Standards gerecht zu werden, wurde das Material einer ergänzenden Hochdruckprüfung unterzogen. Ein Wasserdruck von 80 m Wassersäule in Verbindung mit einer Fugenöffnung von 3 mm wurde über 28 Tage aufgebracht und erfolgreich gehalten. Somit genügt das Produkt auch den Kunden von Mastertec in allen europäischen Ländern.

Mastertec GmbH & Co. KG

www.mastertec.eu

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