Schwarzmüller übernimmt deutschen Premiumhersteller

100 Prozent der Traditionsmarke Hüffermann übernommen
Ergänzung der Fahrzeugpalette für Bau und Infrastruktur
Organisation in Deutschland flächendeckend

Die Schwarzmüller Gruppe, führender österreichischer Hersteller von Premium-Nutzfahrzeugen, übernimmt die in Neustadt/Dosse (Brandenburg) ansässige Hüffermann Transportsysteme GmbH, einen der führenden deutschen Produzenten für Behältertransportanhänger. Schwarzmüller baut mit diesem Kauf seine Kompetenz im Bereich der Bau- und Infrastrukturfahrzeuge aus und eröffnet Hüffermann die internationale Erweiterung des Geschäftsradius unter dem Dach eines der größten europäischen Hersteller.

Die Hüffermann Transportsysteme GmbH ist ein seit mehr als 100 Jahren erfolgreicher Premiumhersteller von Containerwechselsystemen (BTA) und Aufbauten für den Entsorgungssektor. Das Unternehmen hat rund 250 Mitarbeiter, stellt jährlich mehr als 1.000 Fahrzeuge her und erwirtschaftet etwa 40 Millionen Euro Umsatz, vor allem in Deutschland, aber auch in interessanten Märkten wie Osteuropa, Italien, Skandinavien, Frankreich, Russland und Japan. In seinem Spezialsegment ist das Unternehmen der führende europäische Anbieter.

Schwarzmüller: Marktanteile in Deutschland weiter ausbauen

Die Schwarzmüller Gruppe ist als Spezialist für komplexe, auf Wunsch auch maßgefertigte Fahrzeuge bekannt, die ihren Kunden im täglichen Einsatz Mehrwert bieten. Das Unternehmen hat seit der Wirtschaftskrise 2008/09 seinen Absatz bei Bau- und Infrastrukturfahrzeugen verdoppelt und ist damit in Deutschland besonders erfolgreich. „Zwei Drittel unserer Fahrzeuge haben individuelle Komponenten jenseits der Preisliste. Wir fertigen jedem Kunden das für seine Einsatzumgebung optimierte Fahrzeug“, betont CEO Roland Hartwig. Trotz der Konzentration auf Nischen und die kompromisslose Premiumqualität ist Schwarzmüller mit mehr als 9.000 jährlich erzeugten Fahrzeugen die Nummer Vier bei Anhängern und Trailern in Europa.

„Wir sprechen die gleiche Sprache und haben die gleichen Ziele. Deshalb freuen wir uns ganz besonders, die Chance zur Übernahme erhalten zu haben“, so der Schwarzmüller CEO. Es sei nicht schwergefallen, Zusagen zu Standort und Belegschaft zu machen, denn man wolle gemeinsam wachsen. Dafür werden die vorhandenen Ressourcen benötigt. Schwarzmüller könne mit der Hüffermann-Organisation seine Aufstellung in Deutschland abrunden und diesen Markt völlig neu denken. „Wir haben angekündigt, in Deutschland einen zweistelligen Marktanteil anzustreben. Mit dem Output von Hüffermann sind wir diesem Ziel schon sehr nahe.“ Hartwig betonte, dass die Marke Hüffermann selbstverständlich erhalten bleibe. „Wir sind nicht gekommen, um die Werthaltigkeit des
Unternehmens zu untergraben. Hüffermann hat tolle Angebote für seine Kunden und ein überragendes Image. Das werden wir nutzen.“

Synergien in Organisation, Produktion und Entwicklung

Die Hüffermann-Zentrale will Hartwig zur Zwei-Marken-Drehscheibe für Deutschland ausbauen. Hier sollen die komplette Bandbreite an Neufahrzeugen sowie alle After-Sales-Services angeboten werden. Die übrigen deutschen Vertriebsstandorte der beiden Unternehmen ergänzen sich. „Schwarzmüller hat mit der Übernahme flächendeckende Präsenz in Deutschland erreicht, was unsere Performance weiter beschleunigen wird.“ Umgekehrt will Hartwig mit HüffermannFahrzeugen in Österreich und in Osteuropa erfolgreich sein und die zusätzliche Marke in der eigenen, internationalen Kundenwelt pushen. „Wir können unseren Kunden nun im Kernsegment Bau- und Infrastruktur ein nahezu vollständiges Portfolio aus einer Hand anbieten.“ Weitere Synergien erwarten sich beide Seiten vom Abgleich der Produktion und dem Ausbau von Kompetenzzentren für
einzelne Fahrzeuggruppen sowie von den gemeinsamen Fähigkeiten in der Fahrzeugentwicklung.

Integration im Laufe des Jahres 2020

Die Unterschriften haben die Verhandlungspartner im Januar dieses Jahres unter den Kaufvertrag gesetzt. Das Closing ist mit der Testierung des Jahresabschlusses 2019 zum Ende des ersten Quartals 2020 vereinbart. Hüffermann wird nach derzeitiger Planung im laufenden Geschäftsjahr vollständig in die Schwarzmüller Gruppe konsolidiert. Hartwig will die Integration 2020 vollziehen und dann die gesamte Organisation in eine neue Wachstumsphase führen.

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