InfraTech 2018 – Innovationspreis verliehen

20 Mrd. Euro für Infrastrukturprojekte in Nordrhein-Westfalen angekündigt

Hendrik Wüst, Minister für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, hat die InfraTech 2018 eröffnet und eine Beschleunigung von Planungen angekündigt. Die Gelsenwasser AG ist mit dem im  Rahmen der Messe verliehenen InfraTech Innovationspreis 2018 ausgezeichnet worden.

Minister Wüst kündigte in seiner Eröffnungsrede an, dass 20 Mrd. Euro aus Bundesmitteln bis zum Jahr 2030 für Infrastrukturprojekte in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung stehen werden. Er sei in der glücklichen Lage, Ingenieure einstellen zu können, auch würden die Mittel für externe Planer erhöht. Ziel sei die Beschleunigung von Planungen. „Jetzt geht die Post ab“, sagte Wüst mit Blick auf die anstehenden Infrastrukturprojekte.

 

Am InfraTech Eröffnungstag ist der vom IKT – Institut für unterirdische Infrastruktur ausgelobte InfraTech Innovationspreis 2018 verliehen worden. Preisträger ist die Schirmspülung der Gelsenwasser AG, ein Verfahren zur Entfernung von Ablagerungen, Verunreinigungen, Mikroorganismen und Wasserasseln aus Trinkwasserrohren. Die Laudatio hielt Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender von Emschergenossenschaft und Lippeverband. Er bezeichnete Innovation als Voraussetzung für gesellschaftlichen Wandel und monierte, dass Innovation im technischen Bereich in Deutschland nicht ausreichend gewürdigt werde. Daher habe der InfraTech Innovationspreis Signalwirkung. Die mit 1.000 Euro dotierte Auszeichnung nahm Rüdiger Szymczak entgegen. Er ist kein Ingenieur, sondern Mikrobiologe bei Gelsenwasser und entwickelte die inzwischen patentierte Schirmspülung aus Unzufriedenheit mit den bisherigen Spülmöglichkeiten für Trinkwasserrohre.

Gelsenwasser hat das Verfahren bereits patentieren lassen. In der praktischen Anwendung bewährt sich die Schirmspülung sowohl bei kleineren als auch bei größeren Nennweiten, daher bietet das Unternehmen das Verfahren jetzt auch als Dienstleistung für andere Versorgungsunternehmen an.

Kein anderes in bestehenden Netzen anwendbares Spülverfahren erzeugt an der Rohrwand eine solche Kraft, was die starke Reinigungsleistung der Schirmspülung ausmacht – und dennoch das Rohrnetz schonend und völlig ohne chemische Zusätze zuverlässig reinigt. Da aufgrund der geringen benötigten Wassermenge das gesamte Spülwasser aufgefangen und geprüft werden kann, ist der Erfolg komplett nachweisbar: Alle ausgespülten Ablagerungen wie Mineralien oder Kleinlebewesen sind sichtbar. Mit dem Schirmverfahren sind auch Abzweige im Rohrnetz problemlos passierbar, so dass in einem Vorgang mehrere hundert Meter Leitung ökonomisch gereinigt werden können.

Dr. Sissis Kamarianakis, Leiter Weiterbildung beim IKT und Präsident der Innovationspreisjury, bezeichnete den Siegerbeitrag als einfach und genial. Der erstmals verliehene Nachwuchspreis für Studierende ging an Philipp Hensel für seinen Beitrag „Nachbehandlung im Anschluss an die Spurenstoffelimination durch Oxidation mit Ozon“.

 

Gleich zu Beginn des ersten Messetages herrschte großer Besucherandrang. Bernd Bathke von der Aco Tiefbau Vertrieb GmbH freute sich über das gewaltige Interesse am Messestand des Unternehmens und lobte die hohe Qualität der Fachbesucher. „Hier treffen wir genau unsere Zielgruppen“, bestätigte Karlheinz Petri, Geschäftsführer von Instamak. Der Spezialist für die Reparatur von Asphalt nimmt bereits zum dritten Mal an der InfraTech teil.

www.infratech.de

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