Liebe Leserin, lieber Leser,

welcher Werkstoff birgt für Anwendungen im Tiefbau das überzeugendste technische Potential? Wir alle wissen, dass die Frage nach dem richtigen Werkstoff die Gemüter der Experten zuweilen recht deutlich erhitzen kann, denn bei der Gestaltung von Baustoffen und Bauelementen entscheidet die Wahl des passenden Materials sowohl über Ästhetik als auch über Langlebigkeit und Funktionalität eines Bauwerks. Schlussendlich ist es die Einbausituation als die Summe aller relevanten Randbedingungen, die gerade im Tiefbau über die Wahl des richtigen Werkstoffs entscheidet. Und diese Wahl fällt einmal zugunsten des einen und einmal zugunsten des anderen Werkstoffs aus. In unserer Titelstory widmen wir uns heute dem Werkstoff Polymerbeton. Denn dieser hat einiges zu bieten. Polymerbeton zeichnet sich aus durch Festigkeit, Alterungsbeständigkeit und Resistenz gegenüber aggressiven Medien, Frost, Hitze und Sonnenlicht. Dabei ist Polymerbeton nachhaltig und umweltschonend durch die lange Lebensdauer und die Recyclingfähigkeit.

Aufgrund einer vergleichbaren Dichte bei wesentlich höheren Festigkeitswerten sind Polymerbetonprodukte bei gleicher Belastbarkeit leichter als vergleichbare Betonprodukte. Das geringe Gewicht von Bauelementen aus Polymerbeton vereinfacht die Handhabung sowie den Einbau und reduziert Kosten. Ein erheblicher Vorteil besonders bei großen Bauteilen. Am Standort Reith betreibt die Firma Aco ein Kompetenzzentrum für große Bauteile aus Polymerbeton. Hier fertigt das Unternehmen Großrinnen sowie Abscheider und Pumpstationen aus Polymerbeton für den internationalen Markt. Lesen Sie hierzu unsere Titelstory ab der Seite 12.

Nach der bauma ist vor der bauma. Denn wenn am letzten Messetag das traditionelle Abhupen auf dem Gelände der Neuen Messe München stattfindet – wenn tausende Bagger, Muldenkipper und Sattelzugmaschinen noch einmal in den Münchner Himmel hupen – ist dies das Versprechen aller Beteiligten, sich in drei Jahren an gleicher Stelle wieder zu treffen, auf der größten Messe der Welt. Denn das war die bauma 2013 wohl mit gut 530.000 Besuchern aus über 200 Ländern, die vom 15. bis 21. April auf das Münchner Messegelände kamen. Nach den Bestmarken bei der Ausstellerzahl und der Fläche hat die bauma auch bei den Besuchern einen neuen Rekord aufgestellt. „Dies tut unserer Branche in diesen doch turbulenten Zeiten gut und wird ihr sicherlich Aufwind geben“, sagt Johann Sailer, Vorsitzender des Fachverbandes Bau- und Baustoffmaschinen im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und Präsident des Europäischen Baumaschinenverbandes CECE. Ab der Seite 70 haben wir einige der wichtigsten Messe-Highlights noch einmal für Sie zusammen gefasst.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihr Redaktions-Team!

Die Stabilität der Elemente aus Polymer­beton lässt den Einsatz gerade auch bei stark belasteten Einbausituationen zu
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