Wirtgen W 210i:
Überzeugend im selektiven Fräsen

Seit 2010 ist der neue Hochmoselübergang im Bau. Voraussichtlich im Jahr 2018 sollen auf der neuen Brücke die ersten Fahrzeuge verkehren. Zur Sanierung der Anschlüsse für die Zubringerstraßen war die Wirtgen Kaltfräse W 210i im Einsatz.

Auf einer Gesamtlänge von 1,7 Kilometern entsteht im Kreis Bernkastel-Wittlich seit 2010 eine der größten Brücken Deutschlands. In 160 Metern Höhe wird sich das Bauwerk künftig zwischen Ürzig und Zeltingen-Rachtig über die Mosel spannen. Den Neubau des Hochmoselübergangs nahm das Land Rheinland-Pfalz zum Anlass, auch Straßenabschnitte zu sanieren, die den Verkehr künftig auf die neue Brücke leiten werden.

Kraftvoller Fräseinsatz

So sollte auch auf einem Teilstück der B50 zwischen Longkamp und Bernkastel ein Komplettausbau der Asphaltschichten realisiert werden – und zwar mit einer Großfräse W 210i von Wirtgen. Durch ihre hohe Leistung und Vielseitigkeit eignet sich die Zweimeter-Kaltfräse für anspruchsvolle Fräseinsätze. Die bewährte Profimaschine bedient ein breites Anwendungsspektrum von der Deckschichtsanierung über den Komplettausbau bis hin zu Feinfräsarbeiten. Um je nach Anwendung die ideale Fräsleistung zu erzielen, lassen sich drei verschiedene Drehzahlstufen des Motors bzw. der Fräswalze über einen Wahlschalter im Fahrstand wahlweise einstellen. In der Regel läuft die W 210 i bei mittlerer Fräswalzendrehzahl, auf großen Feinfräsflächen bei hohem Vorschub wird die hohe Drehzahl angewählt. Sind maximale Fräsleistung bei reduziertem Kraftstoffverbrauch pro Kubikmeter gefrästen Materials und ein geringem Meißelverschleiß gefragt, kommt die niedrige Drehzahl zum Einsatz.

Auch dank des ergonomisch gestalteten, durchgehenden Fahrstands des Frontladers und des intuitiven Bedienkonzepts sind hohe Tagesleistungen möglich.

Die vollelektronische Maschinensteuerung Widrive verknüpft die wichtigsten Maschinenfunktionen miteinander – Dieselmotor,  Fahr-,   Fräswalzen-,  Bandantrieb,  Wasseranlage  sowie  die   Level Pro Plus   Nivellierung   werden   zentral gesteuert.  Damit
entfallen für den Fahrer in der Regel ca. 50 % der manuellen Eingriffe. Im Ergebnis führt Widrive unter anderem zu einer deutliche Reduzierung des Dieselverbrauchs im Verhältnis zur gefrästen Asphaltmenge bei einer erhöhten Fräsleistung in der Einsatzzeit.

Nachhaltiges Fräsgutrecycling

Gerade in Zeiten knapper werdender Ressourcen kommt der Wiederaufbereitung von Wertstoffen eine immer größere Bedeutung zu. Möglich ist die gezielte Zuführung zu wahlweise Recycling oder Entsorgung allerdings nur, wenn bereits beim Ausbau des Materials eine selektive Trennung der Schichten erfolgt. Die beschädigten Schichten auf der B50 wurden in zwei Übergängen ausgebaut. Die Deckschicht mit 4 cm sollte komplett der Wiederverwertung zugeführt werden. Für die darunter liegende Tragschicht mit 8 cm war eine Wiederaufbereitung nicht möglich.

Beim Ausbau beider Schichten sorgte das Nivelliersystem Level Pro für die präzise Einhaltung der geforderten Frästiefe. Das Gesamtsystem besteht aus dem übersichtlich gestalteten Level Pro-Display, einer Regler-Einheit sowie mehreren Sensoren. Alle wichtigen Parameter werden jederzeit auf dem Display angezeigt und sorgen dafür, dass der Maschinenbediener stets den Überblick behält. Soll- und Istwerte der Frästiefe sowie der Querneigung können jederzeit kontrolliert und exakt eingehalten werden. Über die praktische Memory-Funktion lassen sich Sollwerte vorprogrammieren, abspeichern und wieder aufrufen.

Wirtgen GmbH

www.wirtgen.de

Die richtige Drehzahl für jede Anwendung

Um ideale Fräsleistungen bei wechselnden Anwendungen zu erzielen, stehen bei der W 210i drei verschiedene Fräswalzendrehzahlen zur Auswahl.

PROJEKTDETAILS

Komplettausbau von Deck- und Tragschicht zur Errichtung eines Anschlusses an den Zubringer zur neuen Moseltalbrücke
Länge der Baumaßnahme: 1,7 km
Arbeitsparameter
Frästiefe: 4 cm Deckschicht, 8 cm Tragschicht
Fräsbreite: zwischen 2 und 12 m
Maschineneinsatz: 1x Wirtgen W 210i

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