Rohstoff statt Bauschutt

Ton erwacht zu neuem Leben

Als Fundament eignete sich der Ton nicht, der auf dem Gelände der Gartenstadt Werdersee Bremen freigelegt wurde. Das Naturmaterial wird im Wienerberger Ziegelwerk Kirchkimmen gebrannt: Und erwacht an den Fassaden zu neuem Leben.

Nachhaltigkeit hat viele Facetten. In der Gartenstadt Werdersee kommen viele davon zum Tragen. Denn die Bauträger PGW (Projektgesellschaft Gartenstadt Werdersee) und GEWOBA verfolgen mit dem Wohngebiet ein ganzheitliches Nachhaltigkeitskonzept: KfW-Standard 55, fortschrittliche Optionen für Mobilität und unabhängige Energieversorgung gewährleisten umweltfreundliches Wohnen. Dafür wurde die Gartenstadt sogar mit dem Klimaschutzsiegel der gemeinnützigen Klimaschutzagentur energiekonsens ausgezeichnet.

Sogar vermeintliche Abfallprodukte werden hier wiederverwertet: Als man große Mengen Ton freilegte, schuf Uwe Schierloh, Geschäftsführer der PGW, zusammen mit Wienerberger eine nachhaltige Win-Win-Situation – die so in Deutschland bisher einmalig ist. Der geförderte Ton kehrt zurück, und zwar in Form von gebrannten Ziegeln.

Rohstoff aus der Baugrube

Baumaterial legt häufig einen langen Weg zurück, bevor es zum Einsatz kommt. Zudem steigert kostenintensive Entsorgung von Erdaushub die Baukosten. Doch es geht auch anders: „Das eigentlich wertvolle Material einfach über die Bodenabfuhr zu entsorgen, kam für uns nicht in Frage“, so Schierloh. „Das hätte mit dem Nachhaltigkeitskonzept nicht in Einklang stehen können. Und so haben wir uns einfach auf seine Stärken besonnen: Als Ressource für die Fassaden der Wohngebäude, die hier entstehen, ist er ideal.“

Der Baustoff im nachhaltigen Kreislauf

Das Wienerberger Ziegelwerk Kirchkimmen liegt kaum 35 Kilometer entfernt. Hier werden die 40.000 Tonnen geförderten Tons zu Vormauerziegeln und Riemchen gebrannt. Diese werden an den Fassaden der Gartenstadt verarbeitet und bilden eine langlebige Gebäudehülle aus reinem Naturmaterial. Der Ton wird zu Lebensraum auf dem Grund, aus dem er stammt. So schließt sich ein nachhaltiger Kreislauf aus Ressourcenförderung, kurzen Transportwegen, regionaler Verarbeitung und langen Sanierungszyklen.

Wiederverwertung bis zum letzten Gramm

„Natürlich muss eine gewisse Qualität des Tons gewährleistet sein, um daraus Ziegel zu brennen“ weiß Uwe Schierloh. „Was sich in Kirchkimmen nicht verwenden lässt, führen wir dem Bremer Deichverband zu, der das Material für Entwässerungsprojekte nutzt. So können wir den Rohstoff rundum einem neuen Zweck zuführen.“

Wienerberger GmbH

www.wienerberger.de

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