Johann Bunte

Rammschlag für 56-Millionen-Projekt am Mittellandkanal

Startschuss für herausragende Baumaßnahme

Die Johann Bunte Bauunternehmung (Papenburg) hat im September mit den Rammarbeiten zum Ausbau des Mittellandkanals in Elbeu (Sachsen-Anhalt) begonnen. Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesbauministerium, Enak Ferlemann (CDU) aus Cuxhaven, gab mit dem Spatenstich den Startschuss für den Bau der Kanalüberführung nahe Magdeburg. Dabei handelt es sich laut Ferlemann um eine herausragende infrastrukturelle Baumaßnahme. Dieses rund 56 Millionen Euro umfassende Vorhaben sei Teil des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit (VDE) Nr. 17, das den Ausbau der West-Ost-Wasserstraßenverbindung bis nach Berlin vorsieht.

Bernhard Hebbelmann, technischer Geschäftsführer der Bunte-Gruppe, sprach von einer außerordentlich anspruchsvollen Aufgabe: „Ich bin mir aber sicher, dass wir diese Herausforderung termingerecht und in erstklassiger Qualität meistern werden.“ 2013 sollen die 42 m breite Kanalüberführung und der dadurch entstehende darunter liegende 164 m lange Bahntunnel einschließlich der mehr als 3 km langen Kanalstrecke nach Angaben des Bundesbauministeriums für die Nutzung freigegeben werden. Die im April 2010 erfolgte Auftragsvergabe an Bunte unterstreiche die bundesweit führende Position des mittelständischen Bauunternehmens im Bereich Wasserbau, betonte Hebbelmann. Am Ausbau der Wasserstraßen und Häfen in Deutschland sei die Unternehmensgruppe seit den 50er Jahren maßgeblich beteiligt. Somit verfüge Bunte über eine umfassende Erfahrung, einen hochmodernen Maschinen- und Gerätepark sowie kompetente und flexible Mitarbeiter. Bunte zähle heute zu den wenigen Wasserbauern in Deutschland, die auch komplexeste infrastrukturelle Ausbaumaßnahmen wie in Elbeu zuverlässig bewältigen könnten.

Bunte ist laut Hebbelmann am Ausbau des Mittellandkanals seit Jahren intensiv beteiligt. Dies sichere zahlreiche der insgesamt 1500 Arbeitsplätze und habe maßgeblich zum kontinuierlichen Wachstum der Unternehmensgruppe in den vergangenen 15 Jahren beigetragen. Der Bau der Kanalüberführung in Elbeu stellt laut der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes außerordentlich hohe Anforderungen an Mensch und Maschinen. Zunächst sei eine Umfahrung einschließlich Ausweichbrücke zu errichten. Diese sei nötig, um die alte Kanalüberführung unter Sperrung des Schiffs- und Bahnverkehrs abbrechen zu können. An gleicher Stelle werde dann die zweischifffige Kanalbrücke mit einer Gesamtbreite von 42 m über der darunter verlaufenden Bahntrasse errichtet.

Der Bund investiert seit mehreren Jahren erhebliche Mittel in den Ausbau des Mittellandkanals in Sachsen-Anhalt und in Niedersachsen. Die Kanalüberführung Elbeu ist ein Schritt dahin, dass auf der gesamten Hauptstrecke die Fahrt mit modernen Güterschiffen möglich ist.n

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