Neue Rheinpromenade wird Flaniermeile

Kann offizieller Partner der BUGA 2011

Die Rheinuferpromenade in Koblenz erstrahlt in neuem Glanz. Seit den Vorbereitungen zur Bundesgartenschau ziehen nicht nur zahlreiche Grünanlagen und Anpflanzungen die Blicke auf sich, sondern auch die schmucke, neu gestaltete Uferstraße selbst. Grund der Baumaßnahme war eine Aufwertung der beliebten Flaniermeile am Rhein. Sie war darüber hinaus Teil eines Gesamtkonzeptes, das die Neugestaltung der Bereiche rund um das BUGA-Gelände zum Ziel hatte.

Als direkte Verbindung vom Kurfürstlichen Schloss zum Deutschen Eck nutzen tausende von Besuchern die Gelegenheit, hier zu promenieren. Umgesetzt wurde das anspruchsvolle Gestaltungskonzept mit dem Betonsteinpflaster Carena von Steinwerk, das von Kann geliefert wurde.

Sehen und gesehen werden

Mit der Neugestaltung des Uferbereichs verfügt Koblenz über ein städtebauliches Schmuckstück, das auch lange nach der Bundesgartenschau seinen Reiz ausüben wird. Herzstücke sind das Konrad-Adenauer-Ufer und die oberhalb parallel verlaufende Rheinzollstraße, die durch großflächig angelegte Pflanzbeete voneinander getrennt sind. Die Rheinzollstraße bietet mit zahlreichen gastronomischen Betrieben Gelegenheit zum Einkehren. Von hier schweift der Blick über Blumenrabatten auf das Konrad-Adenauer-Ufer und den Rhein. Die Verbindung zwischen beiden Straßen schaffen breite Treppenanlagen sowie eine Rampe für die Fahrradfahrer. Ebenfalls von hier aus zu erreichen ist die untere Station der Seilbahn, die die BUGA-Gäste auf das Gelände der Festung Ehrenbreitstein am anderen Rheinufer bringt.

Anspruchsvolle Gestaltung mit Carena

Zur Befestigung der Promenade wünschten sich die Verantwortlichen der Stadt Koblenz ein Pflaster, das sowohl den optischen Ansprüchen genügen als auch funktionalen Aspekten entsprechen sollte. Zum Einsatz kam das Betonsteinpflaster Carena in der Farbe Nordic grau mit kugelgestrahlter Oberfläche. Es wurde im gesamten Promenadenbereich in den Formaten 45 x 30 x 12 cm und 30 x 22,5 x 12 cm, in Teilbereichen auch in den Abmessungen 25 x 12,5 x 8 cm im Reihenverband verlegt. Durch die Pflasterstärke von 12 cm ergibt sich im Zusammenspiel mit den am Pflaster seitlich angeordneten Verbundnocken eine verschiebesichere Fläche. Ein wichtiger Aspekt für den Lieferverkehr für die an der Promenade befindlichen Gaststätten. Ebenfalls von Kann stammen die im Bereich der Busumfahrten am Konrad-Adenauer-Ufer eingebauten Bordsteine, die in der Oberfläche passend zum Carena-Pflaster ausgeführt wurden. Neben den Hochbordsteinen kamen auch Sonderbordsteine für einen barrierefreien Zugang zum Einsatz.

Eleganz und Funktionalität

Durch die Neugestaltung wurden die Bereiche rund um die Rheinuferpromenade am Konrad-Adenauer-Ufer und der Rheinzollstraße nachhaltig aufgewertet. Mit Carena kam ein Pflaster zum Einsatz, das sowohl durch seine zeitlose Eleganz als auch seine Funktionalität überzeugt.

Die Bundesgartenschau 2011 ist von Beginn an ein Erfolgsmodell. Nachdem das Gartenevent am 15. April bei strahlendem Frühlingswetter von Bundespräsident Christian Wulff eröffnet worden war, nutzten bereits am ersten Wochenende mehr als 50 000 Besucher die Gelegenheit, die neu gestalteten Anlagen rund ums deutsche Ecke, das Kurfürstliche Schloss und die Festung Ehrenbreitstein in Augenschein zu nehmen. Gute Startbedingungen auch für die Kann Baustoffwerke, die als offizieller Partner der BUGA 2011 an einem Großteil der Außenanlagen beteiligt sind.

Maßgeschneiderte Betonelemente für die BUGA

Die Bundesgartenschau in Koblenz lebt nicht nur von Pflanzen und Blumen allein, sondern auch von anderen gestalterischen Elementen. Ein Großteil der Bereiche wurde Zweckgebunden konzipiert, wie zum Beispiel der Wasserspielplatz am Deutschen Eck, die Kapelle auf der Festung Ehrenbreitstein oder auch die Open-Air-Küche. So unterschiedlich die Nutzungsarten dieser Anlagen sind, verfügen sie jedoch alle über eine Gemeinsamkeit: Im Mittelpunkt ihrer Gestaltung stehen Sonderbauteile aus Beton, die von den Kann Baustoffwerken eigens für diesen Zweck gefertigt wurden.

Der Wasserspielplatz am Deutschen Eck

Sicherlich eine der zentralen Anlaufstationen für die kleinen Gäste während der warmen Sommermonate bildet der Wasserspielplatz am Deutschen Eck. Er wurde speziell für diesen Standort konzipiert und macht das Element Wasser auf vielfältige Weise erlebbar. Das Atelier Dreiseitl aus Überlingen plante einen Erlebnisbereich zum Entdecken und Experimentieren. In sieben verschiedenen Bereichen kann Wasser in unterschiedlichen Formen erlebt werden. Vom ruhigen Wasserbecken über den Wasserlauf bis zur Springquelle reichen die Spielmöglichkeiten. Ergänzt wird das Angebot durch Stauwehre, Wasserräder und spezielle Möglichkeiten zum Lenken der Wasserströme und Erzeugen von Wirbeln. Um auch trockenen Fußes durch die Anlage zu gelangen, lieferte Kann spezielle Trittsteine, die die einzelnen Spielbereiche verbinden, sowie passende Sitzsteine. Bei der Konzeption dieser Elemente wurden von Beginn an Koblenzer Kinder und Jugendliche mit einbezogen. Im Rahmen eines Workshops entwarfen Kindergartenkinder und Realschüler Muster für die runden Betonelemente, die in Form von Schablonen ausgearbeitet wurden. Obwohl kein spezielles Thema vorgegeben war, dominieren Fische, Muscheln und andere Bewohner aus Fluss und Meer. Die Schablonen dienten als Vorlage für die Oberflächenbehandlung des Betons mit Kugelstrahlen oder wurden als Relief mit Ton ausmodelliert. Anhand des Reliefs entstanden wiederum Matrizen für die Betongussformen. Auf diese Weise erhält der Spielplatz einen unverwechselbar individuellen Charakter.

Ein Fels in der Brandung – Kirche auf der BUGA

Unter dem Motto „Felsenfest wandelweise“ entstand die Open-Air-Kapelle auf dem Festungsplateau. Das gemeinsame Projekt des Bistums Trier und der Evangelischen Kirche im Rheinland hat sich zum Ziel gesetzt, das Motto der Bundesgartenschau „Koblenz verwandelt“ auf eigene Weise zu interpretieren. So soll die Kapelle ein Ort zur inneren Einkehr in der betriebsamen Umgebung des BUGA-Geländes sein. Mit Gottesdiensten, Andachten und musikalischen Darbietungen sollen sowohl fröhliche als auch nachdenkliche Momente erlebbar werden. Den ungewöhnlichen Rahmen für den Andachtsort bieten Betonblöcke, die von Kann in einem Sondermaß speziell für dieses Objekt gefertigt wurden. Sie wurden einzeln platziert oder auch in Gruppen übereinander gestapelt angeordnet und bieten damit ungewöhnliche Sitzgelegenheiten. Die drei verschiedenen Farben bassananthrazit, polargrau und zermattweiß bieten optische Abwechslung, die durch die unterschiedlichen Oberflächen aus Sichtbeton oder kugelgestrahltem Beton noch unterstrichen wird. Insgesamt ergibt sich so ein abwechslungsreiches Ensemble.

Für das leibliche Wohl

Zu den Veranstaltungen auf der BUGA zählen auch viele Events, die ganz im Sinne der Zeit eine Kochvorführung beinhalten. Nichts lag daher näher, als für diese Zwecke eigens eine Kochgelegenheit einzurichten, die auch den Ansprüchen von Profis genügt. Dabei handelt es sich um die erste „Open-Air-Küche“ die jemals auf einem Bundesgartenschaugelände installiert wurde. Da sie nahezu täglich zum Einsatz kommt, war ein entsprechend robustes Design gefragt. Für die zweizeilige Anlage lieferten die Kann Baustoffwerke die Betonelemente, die den Unterbau bzw. den Korpus der Schränke bilden. Zum Einsatz kamen Lförmige Sonderbauteile in der Farbe anthrazit mit betonglatter Oberfläche. Auch die Arbeitsplatten, in die Kochmulde und Spülbecken aus Edelstahl eingelassen sind, wurden in betonglatter Ausführung erstellt. Die beiden Küchentheken sind hinter einander angeordnet, so dass ausreichen Platz für mehrere Köche bleibt. Geplant wurde die Outdoor-Küche durch die Avitrum movere GmbH & Co. KG.

Kunstvoll tafeln

Neben ihrem spektakulären Blumenschmuck bietet die Wechselflorkrone im Bereich des Kurfürstlichen Schlosses noch einen weiteren Blickfang: Eingebettet in die Rasenfläche verschafft die „Lange Tafel“ eine Ahnung, wie man früher im Schloss gespeist haben könnte. Mit einem Augenzwinkern setzte die Tischlerinnung Koblenz Mosel Rhein und der Landesfachverband HKH Rheinland-Pfalz die Vorstellung von der herrschaftlichen Esskultur in ein Kunstwerk um. 33 Meter lang ist die Tafel, die von 100 als Unikate gestalteten Stühlen umrahmt wird. Sie besteht aus 11 einzelnen Tischelementen. Ein Element besteht aus je zwei

Betonfüßen

von Kann, zwischen denen Eichenbohlen als Tischplatte eingespannt wurden. Für Farbtupfer sorgen Pflanzkästen, die in die Mitte der Tischplatten eingelassen wurden. Sie beherbergen Raritäten aus dem Kräutergarten und machen damit das Verweilen an der Tafel zu einem besonderen Moment. Und damit Kunst einmal mehr erlebbar werden kann, ist die Nutzung der langen Tafel zum Picknick ausdrücklich erlaubt.

Fazit

Die unterschiedlichen Objekte im Bereich des BUGA-Geländes zeigen die große Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten für Sonderanfertigungen aus Beton. Speziell auf die gestalterischen oder technischen Gegebenheiten des Einsatzgebietes abgestimmt, schaffen sie jeweils einen sehr individuellen Anspruch.

Die Kann Baustoffwerke waren als Partner der Bundesgartenschau Koblenz dazu in der Lage, alle Wünsche in Bezug auf Form. Oberflächengestaltung oder Farbgebung umzusetzen.n

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