Leichte Rohre für schwierigen Baugrund verwendet

Oberflächen-Entwässerung mit Kanalrohren von Funke Kunststoffe

Beim Bau einer neuen Regenwasserkanalisation in der Gemeinde Waber lieferten die Kunststoff-Experten aus Hamm-Uentrop für eine Gesamtlänge von 550 Meter spezielle HS-Rohre SN 12.

Für sein westlich des Ortsteils Uttershausen gelegenes Deponiegelände in der nordhessischen Gemeinde Wabern hatte der Betreiber, die Abfallwirtschaft Lahn-Fulda (ALF), umfassende Pläne. Im Bereich eines ehemaligen Ballenlagers der Müllumschlagstation sollte ein neuer Schredder- und Lagerplatz für Grünabfälle aus privaten Haltungen und von Gewerbetreibenden entstehen, zudem eine neue Lagerhalle errichtet werden. Außerdem sahen die von der Firma AGC – Aqua Geo Consult GmbH aus Kassel entwickelten Pläne umfassende Tiefbauarbeiten in den Bereichen Straßen-, Leitungs- und Kanalbau vor. Für die Erstellung einer neuen Regenwasserkanalisation baute die mit der Ausführung der Arbeiten beauftragte Heinrich Rohde Straßenbau GmbH aus Korbach-Meineringhausen auf einer Gesamtlänge von rund 550 Meter blaue HS-Kanalrohre SN 12 der Funke Kunststoffe GmbH in Nennweiten von DN/OD 160 bis DN/OD 710 ein. Eine besondere Herausforderung stellte hierbei der schwierige Bauuntergrund vor Ort dar, der zunächst eine Bodenverbesserung notwendig machte.

Bestehender Kanal wurde eingebunden

Auf einem Teilbereich der zuvor als Ballenlager genutzten Fläche sollte ein Schredder- und Lagerplatz für Grünabfälle entstehen. „Der neu gestaltete Platz unterteilt sich in eine Schotterfläche sowie in eine reine Stell-, Fahr- und Rangierfläche aus Asphalt”, so Dipl.-Ing. Christian Böttcher, Abfallwirtschaft Lahn-Fulda, zur Baumaßnahme. Die Oberflächenentwässerung des Bereichs ist in der Vergangenheit über einen aus Stahlbetonrohren errichteten Regenwasserkanal erfolgt. „Er verläuft in der Nennweite DN 700 westlich des so genannten Nord-Süd-Betriebsweges, unterquert unterhalb der Müllumschlagstation (MUS) den aus Stahlbetonplatten aufgebauten Betriebsweg und führt dann als DN 1000-Leitung östlich des Betriebsweges weiter in südliche Richtung“, so Böttcher weiter. „Dann mündet er in einen Vorflutgraben, von wo das Niederschlagswasser über ein Grabensystem in die Schwalm geleitet wird.“

Abfluss über Einlaufschacht

Um das anfallende Regenwasser von den neuen versiegelten Verkehrsflächen sowie von der Dachfläche der neuen Lagerhalle abzuleiten, war allerdings ein Ausbau der bestehenden Infrastruktur erforderlich. „Nachdem wir mit einer TV-Befahrung die Funktionstüchtigkeit des westlich Nord-Süd-Betriebsweg verlaufenden Regenwasserkanals überprüft haben, planten wir die notwendigen Haltungen für das Betriebsgelände“, berichtet Dipl.-Ing. Joachim Oster, Geschäftsführer bei der AGC.

Die neue Ableitung für das anfallende Oberflächenwasser besteht aus HS-Kanalrohren in Nennweiten von DN/OD 160 bis DN/OD 710. Der Abfluss der Asphaltfläche gelangt über einen Einlaufschacht, der zur Absturzsicherung und zum Rückhalt von Grobsubstrat wie Schredderreste mit abnehmbaren Gitterrosten versehen ist, über eine Kanalrohrleitung DN/OD 400 in ein Regenrückhaltebecken mit einem Fassungsvermögen von etwa 275 Kubikmeter. Von da wird es über einen Drosselschacht und einen nachgeschalteten Sedimentationsschacht in die neue längs des Betriebsgeländes verlaufende Leitung aus HS-Kanalrohren in Nennweiten von DN/OD 630 und DN/OD 710 geführt. Sie endet in einem Stahlbetonschacht DN 1000, über den das Regenwasser in die bestehende 1000er-Stahlbeton-Haltung abgeleitet wird.

Schwieriger Untergrund

„Die Erdarbeiten auf dem Gelände stellten insofern eine Herausforderung dar, da das Planungsgebiet im Bereich ehemaliger Schlämmeteiche liegt”, erläutert Oster. Bereits für den Bau des damaligen Ballenlagers habe der Grund zunächst verbessert werden müssen, auch für die neue Baumaßnahme sei das nötig gewesen. Torsten Stremmel, Schachtmeister bei Heinrich Rohde, erläutert die Schritte, die für die Herstellung des Leitungsgrabens erforderlich waren: „Nach dem Aushub haben wir den Sohlenbereich, der auf der Strecke in 2 bis 3,20 Meter Tiefe lag, mit Kalk versetzt und ein Schotterpolster aufgebracht. Dieses wurde dann mit Geotextil abgedeckt.” Bis in eine Tiefe von 1,50 Meter habe man in der Grabensohle zudem weitere punktuelle Bodenverbesserungen vorgenommen. Erst dann wurden die neuen Rohre eingebaut.

Geringes Gewicht als Pluspunkt

Die blauen Rohre des HS-Kanalrohrsystems von Funke punkteten vor Ort mit ihren Werkstoffeigenschaften. Laut Schachtmeister Stremmel ließen sie sich an der Einbaustelle leicht handhaben und gut verarbeiten. Dipl.-Ing. Martin Ritting, Funke-Fachberater Außendienst, nennt neben der guten Verlegbarkeit hohe Stabilität und Sicherheit als weitere Vorteile: „Das HS-Kanalrohrsystem eignet sich für hohe Verkehrslasten und hält einem Prüfdruck bis 2,5 bar stand. Zudem bietet der Werkstoff PVC-U eine hohe chemische Beständigkeit.” Ein weiterer Pluspunkt sei die breite Produktpalette: „Anwender erhalten ein komplettes System vom Hausanschluss bis zum Sammler, welches ihnen hervorragende bautechnische Eigenschaften bietet.”

Aufgrund der schwierigen Bodenverhältnisse vor Ort wurden die Werte zur Standsicherheit während des Einbaus mittels verdichteter Kontrollprüfung baubegleitend geprüft. Zudem wurde für die Auffüllung und Verdichtung des Rohrgrabens Ersatzmaterial auf die Baustelle geliefert. Die Arbeiten auf der Baustelle sind zur Zufriedenheit aller Baupartner abgeschlossen worden.

Funke Kunststoffe GmbH

www.funkegruppe.de

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