Im Zwei-Wochen-Takt nach oben

Reduzierte Schalzeiten beim Bau des Bürohochhauses „Horizon” in Düsseldorf

Auf Basis eines durchdachten Schalungs- und Sicherheitskonzepts wurden die 16 Geschosse der neuen Deutschlandzentrale des Kosmetikkonzerns L‘Oréal im regelmäßigen Zwei-Wochen-Takt fertiggestellt.

Die 16 Obergeschosse des Düsseldorfer Bürohochhauses „Horizon“ bieten zusammen mit dem schräg angeschlossenen, 3-stöckigen Sockelbau insgesamt 22.000 m² Nutzfläche. Das 62 m hohe Verwaltungsgebäude weist mit 86 m Länge und nur knapp 17 m Breite einen äußerst schlanken RechteckGrundriss auf. Eine markante Glasfassade umschließt die weitgespannte, filigrane Tragkonstruktion. In unregelmäßigen Abständen sind einige Geschosse an den Stirnseiten nach innen versetzt angeordnet. Der modern gestaltete Gebäudekomplex fungiert durch die exponierte Lage am Kennedydamm als nördliches, weithin sichtbares Eingangstor zum Stadtzentrum Düsseldorfs.

Größtes Projekt der Firmengeschichte

Die mittelständische Bauunternehmung Dreßler erstellt das Gebäude im Auftrag der Developer Projektentwicklungs GmbH schlüsselfertig – einschließlich Ausführungsplanung, Rohbau sowie Ausbaugewerke inklusive Haustechnik und Außenanlagen. Für das Aschaffenburger Traditionsunternehmen ist es das größte Projekt der über 100-jährigen Firmengeschichte. Insgesamt wurden 22.500 m³ Beton und 3.800 t Bewehrungsstahl verbaut. Bereits 14 Monate nach dem ersten Spatenstich und nach nur einem Jahr Rohbauzeit konnte im Februar 2017 Richtfest gefeiert werden. Die neuen Büroarbeitsplätze sollen Anfang 2018 bezogen werden.

Bauzeitvorgabe eingehalten

Für einen reibungslosen und in allen Bauphasen sicheren Bauablauf erarbeiteten die Projektverantwortlichen zusammen mit den Ingenieuren der Frankfurter Peri Niederlassung frühzeitig ein projektspezifisch maßgeschneidertes Schalungs- und Gerüstkonzept.  Einsatz- und Taktplanung waren genau auf die Baustellenbedürfnisse abgestimmt. Neben der Unterstützung in der Planungsphase sorgten Peri Fachberater und Richtmeister auch auf der Baustelle für eine effiziente und sichere Bedienung der eingesetzten Systeme. In Summe ermöglichte das die Einhaltung der knappen Bauzeitvorgabe und wurde zudem der konsequenten Firmen-Sicherheitsphilosophie gerecht.

Umfassendes Schalungs- und Sicherheitskonzept

Im regelmäßigen Zwei-Wochen-Takt wurden die Geschossdecken mithilfe der Skydeck Paneel-Deckenschalung und Variodeck Randtischen fertiggestellt, aufgeteilt in jeweils drei Bauabschnitte. Die Regel-ausführung erfolgte als Stahlbeton-Flachdecke. Im Bereich des Gebäudekerns wurden die weitgespannten Deckenfelder zur Gewichtsreduzierung als Hohlkörperdecke hergestellt, die Randdeckenfelder der Stirnseiten wurden vorgespannt. Die Variodeck Tische ließen sich inklusive der vollständig geschlossenen Absturzsicherung mit dem Kran umsetzen und dienten zudem als zuverlässiges Schutzgerüst für die nach-folgende Fassadenmontage. Im Bereich der stirnseitigen Geschossversprünge wurden die Deckentische mittels Multiprop Stütztürmen über zwei Etagen hinweg unterstützt. Ein umlaufend montierter Prokit Seitenschutz sicherte die freien Deckenränder der jeweils fertiggestellten Ebenen.

Auskragend montierte RCS MP Ausfahrbühnen ergänzten das Peri Schalungskonzept sinnvoll. Diese konnten mit dem Kran als Kompletteinheiten umgesetzt und dort zwischen zwei Geschossdecken „geklemmt“ werden, wo sie als temporäre Lagerflächen und für den einfachen Materialtransport mit dem Kran benötigt wurden. Ebenfalls Teil der umfassenden Peri Komplettlösung: Um die Kernwände vorlaufend herzustellen, wurden die Trio Rahmenschalung und CB Kletterbühnen außenseitig zu krankletternden Kletterschalungseinheiten kombiniert. BR Schachtbühnen bildeten die entsprechende Aufstandsfläche für die Innenschalung.

Minimale Schalzeiten, maximale Sicherheit

Bereits bei den beiden großflächigen Untergeschossen sorgte die Skydeck Paneel-Deckenschalung für minimale Schalzeiten. Die Kombination aus leichten Systembauteilen, einer systematischen Montagefolge und der Möglichkeit des Frühausschalens mithilfe des Fallkopfsystems ermöglichte die Herstellung von insgesamt 12.000 m² Tiefgaragendecke in kürzester Bauzeit.

Das konsequent durchdachte Schalungs- und Sicherheitskonzept war Grundlage dafür, dass die Bauausführung ohne jeglichen Arbeitsunfall innerhalb der geplanten Bauzeitvorgabe durchgeführt werden konnte. Zugleich vermittelte die stets geordnete Baustelle bei allen Bauphasen und auf jeder Ebene einen weithin sichtbaren, positiven Gesamteindruck – ein durchaus gelungener Auftakt für Anwohner, Projektbeteiligte und späteren Nutzer.

Peri GmbH

www.peri.de

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