Großbaustelle Landebahn Nordwest

Einsatzparadies für robuste Baumaschinen

Ende 2008 gab die Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens Rhein-Main, Fraport AG, den Startschuss für den Baubeginn der neuen Nordwestlandebahn, die voraussichtlich im Oktober 2011 eröffnet wird. 2013 wird mit dem Bau des Terminals 3 an der A 5 begonnen, dessen erster Abschnitt bis 2017 fertig gestellt sein soll. Somit werden Teile des Frankfurter Flughafens weiter eine Großbaustelle bleiben.

Um den Beginn der Betonarbeiten für die neue Landebahn zu ermöglichen, waren umfangreiche Vorbereitungen wie z. B. das Abholzen zahlreicher umliegender Waldflächen notwendig. Erst danach konnten die Baumaschinen anrücken und mit dem Einbau der Betondecke starten. Den Zuschlag für den Bau der 2,8 km langen Bahn inkl. aller zugehörigen Auslaufzonen, Versorgungsstrecken und der 15 km langen, umlaufenden Perimeter-Route bekam die Fa. Bilfinger Berger. Als Fertigstellungstermin der Betonarbeiten wurde der 31. Mai 2011 festgelegt. Bis dahin werden auf einer Gesamtfläche von 250 Hektar 4,2 Mio. m3 Erdmassen bewegt, 355 000 m3 Beton gegossen (Beton – 300 m3/h - wird auf der Baustelle in einer stationären Mischanlage aufbereitet, um die Beeinträchtigungen der Anlieger durch Transporte zu minimieren), 135 000 m2 Asphalt aufgetragen, 30 000 m Kanal gezogen, 16 000 m Schlitzrinnen angelegt und 700 000 m Kabelschutzrohr verlegt.

Landebahn komplett vernetzt

Nach Beendigung dieser Arbeiten verfügt der Rhein-Main Airport über eine Landebahn auf dem allerneuesten Stand der Technik. Alle Leitungen und Rohre für Information, Kommunikation und Versorgung werden unterhalb der neuen Landebahn verlegt. Die Anbindung an die einige Kilometer entfernt liegende Flugsicherung und den Wetterdienst ist hier genauso wichtig wie die Vernetzung mit den beiden direkt an der Landebahn liegenden Trafostationen für die Stromversorgung.

Baumaschinen im Dauereinsatz

Alles in allem ist eine derartige Baustelle ein wahres Einsatzparadies für robuste Baumaschinen, von denen Bilfinger Berger hier etliche im Einsatz hat. Zeitweise sind auch bis zu 10 JCB Maschinen im Einsatz, die von dem Vermieter Demco Baumaschinen GmbH – Rents - mit Hauptsitz in Netphen angemietet wurden. Mit einem Mietpark von rund 550 Geräten verschiedenster Art ist Demco bestens für Anforderungen dieser Art gerüstet.

Aktuell laufen hier auf der Frankfurter Großbaustelle vier JCB Mobilbagger - zwei 15 Tonnen JS145W und zwei 18 Tonnen JS175W. Bewährt im Dauereinsatz überzeugen diese Geräte im großflächigen Baugebiet mit der Möglichkeit, sie in kürzester Zeit problemlos ohne Tiefladereinsatz flexibel von einem Arbeitsplatz zum nächsten umzusetzen. Ausgestattet mit hydraulischen Schnellwechslern und Grabenräumlöffeln finden sie hier Einsatz u.a. in der Oberflächenbearbeitung, beim Bankett anlegen, Mulden ausheben, für den Frostschutzeinbau auf der Landebahn und die Splittauffüllung an den Rändern oder beim Bauen von Einzelrohrgräben. Die kompakten Mobilbagger überzeugen auch durch ihre erstklassige Wendigkeit und werden von leistungsstarken 92 bzw. 128 kW Diesel-Motoren mit Turbolader angetrieben. Drei Fahrstufen bieten bis zur Höchstgeschwindigkeit von 20km/h hohe Durchzugsleistung und arbeiten auch ohne Abstützung standsicher. Dabei sind die JCB Bagger leise, zuverlässig, robust und Kraftstoff sparend – ausgestattet mit einem modernen, bedarfsgesteuerten Hydrauliksystem und elektroproportionaler Ansteuerung der Zusatzkreise. In der geräumigen, ergonomischen und komfortablen Kabine hat der Fahrer eine uneingeschränkte Sicht auf das Arbeitsgerät und den gesamten Arbeitsbereich. Der bequeme Zugang zu Service- und Wartungspunkten ist unübertroffen.

So verwundert es auch nicht, dass Silvio Barbian, Polier bei Bilfinger Berger, gerade die gute Innenausstattung der Bagger lobt. Zwei seiner Leute fahren ausschließlich JCB – sie sind eben vom Komfort des Arbeitsplatzes überzeugt.

Auch auf den Service des JCB Vertragshändlers Demco JCB Baumaschinen Vertrieb & Service GmbH mit Sitz in Köln-Porz könne er sich verlassen. So werden die Inspektionen der angemieteten Maschinen samstags ausgeführt. Auch für Außergewöhnliches ist Demco JCB gerüstet. So ist bei einem JCB Bagger mal am Freitagnachmittag ein Dieselpartikelfilter ausgefallen. Da habe er in Köln angerufen und Demco JCB habe das Teil am Wochenende ausgetauscht, so dass die Maschine gleich am Montagmorgen wieder zum Einsatz bereit war.n

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