RECYFIX

Entwässerung von offenporigem Asphalt

Offenporiger Asphalt (OPA) kommt auf immer mehr Straßen in Deutschland zum Einsatz, so auch auf der BAB A 661 in Höhe Dreieich-Egelsbach nahe Frankfurt am Main. Dieser neue Belag stellt auch besondere Anforderungen an die Fahrbahnentwässerung. In Hessen wurden dabei nun Kunststoffrinnen eingesetzt.

Die Besonderheit des so genannten Drainasphalts: Das Wasser sickert direkt in die offenen Poren des Belages ein und wird erst auf einer zweiten Entwässerungsebene, einer Abdichtung aus Bitumen, wirklich abgeleitet. Das bedeutet, dass die Rinnen unterhalb der Asphaltdecke eine zweite Einlaufmöglichkeit brauchen, zusätzlich zu den üblichen Einlauföffnungen in der Abdeckung an der Oberfläche.

Verbesserte Sicherheit

Die Verwendung von Drainasphalt verbessert wichtige Sicherheitsaspekte auf Fahrbahnen: Da das Wasser schnell in den Belag einsickern kann, wird eine starke Sprühfahnenbildung, etwa durch schnell fahrende Fahrzeuge, erheblich verhindert. Das verbessert die Sichtverhältnisse bei Nässe. Außerdem verringert sich die Gefahr von Aquaplaning. Möglich wird dies durch die besondere Zusammensetzung des Asphalts: Hierfür wird ein hoher Anteil grober Gesteinskörnungen verwendet, die eine Vielzahl zusammenhängender Hohlräume innerhalb des Belages dauerhaft ermöglichen. Die Hohlräume absorbieren gleichzeitig den Schall der Fahrgeräusche, weshalb der Fahrbahnbelag auch „Flüsterasphalt“ genannt wird.

Neues Entwässerungssystem

Die frühere Entwässerung auf dem Autobahnabschnitt der A 661 erfolgte über Punkteinläufe in den Kanal. Diese Methode erwies sich als wenig effektiv und führte oft dazu, dass Wasser nicht schnell genug abgeleitet werden konnte. Dies schränkte die Verkehrssicherheit ein. Heute schafft eine spezielle Linienentwässerung ausreichend Retentionsraum und entschärft die Situation damit erheblich. Erstmals wurden dabei Kunststoff-Rinnen eingesetzt. Die Recyfix Plus X Rinnen von Hauraton wurden nach der Vorgabe des Planers mit entsprechend positionierten Einlauföffnungen im Rinnenkörper unterhalb der verzinkten Stahlzarge versehen.

Diese Öffnungen ermöglichen, dass Wasser von der zweiten Entwässerungsebene der Fahrbahn ungehindert in die Rinne fließen kann und sicher abgeleitet wird. Die 2.000 m Entwässerungsrinnen sind über Einlaufkästen an die Kanalisation angeschlossen. Der Entwässerungsstrang ist für Belastungen der Klasse D 400 ausgelegt und wurde zwischen der Betongleitwand in der Mitte der Autobahn und der linken Fahrspur eingebaut. Die Gugi-Guss-Gitterrostabdeckungen wurden auf den Rinnenunterteilen fest verschraubt.

Die Recyfix Rinnen sind stabil und absolut bruchsicher. Eine verzinkte Stahlzarge an der Rinnenoberkante stellt den geforderten Kantenschutz sicher. Vorgeformte Rohranschlussmöglichkeiten sind im Rinnenkörper integriert. Die passgenauen Stutzen sind für einfache Steckverbindungen geeignet und erleichtern das Verbinden des Rinnenstrangs mit dem Kanal auf der Baustelle. Beim Einbau ließ sich das Material daher leicht und schnell verarbeiten. So wurden pro Tag 250 m Recyfix Rinnen von Hand verlegt und angeschlossen. Schweres Gerät war nicht erforderlich. Verzögerungen durch gebrochene Rinnen auf der Baustelle gab es ebenfalls keine, was bei einer solch stark frequentierten Baustelle, wie einer Autobahn, ein wichtiges Kriterium war. Nicht nur das Hauraton-Team hat das Projekt mit pünktlichem Service und Beratung vor Ort auf der Baustelle unterstützen können: Auch der beteiligte Handelspartner Köbig in Mainz hat die Lieferungen zuverlässig und effizient abgewickelt. ⇥■

Hauraton GmbH Co. KG

www.hauraton.com

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