Entwässerung im Trennverfahren

Mücher Ringraumdichtung M140 entspricht technischen Vorgaben

Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs in Köln-Mühlheim

entsteht das neue Stadtquartier I/D Cologne. Im Rahmen der Erschließung

waren verschiedene Tiefbaumaßnahmen erforderlich.

Für die Maßnahme wurde für die Regenentwässerung ein Stauraumkanal aus Stahlbetonrohren mit Eiprofil-Querschnitt WN/HN 800/1200 errichtet. Ebenso mussten kreuzende Anschlussleitungen umgelegt und anschließend an den Mischwasserkanal angeschlossen werden. Hierfür verwendete die Strabag AG, Direktion Nordrhein-Westfalen, Bereich Rheinland als ausführendes Bauunternehmen die Ringraumdichtung M140 der Mücher Dichtungen GmbH & Co. KG.

M140 passte genau

In einem öffentlich-rechtlichen Erschließungsvertrag wurden  die Anforderungen an die Planung und Herstellung des Stauraumkanals geregelt. Dieser wird vom Investor Art-Invest Osmab Projekt GmbH errichtet und nach Fertigstellung von den StEB Köln übernommen und betrieben. Daher galt es für alle Beteiligten, die Vorgaben der StEB Köln einzuhalten, die in den Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen für den Bau von Abwasseranlagen in Köln (ZTV-AA K) beschrieben sind. „Mit dem Stauraumkanal setzen wir die Anforderungen des Landes NRW an die Niederschlagsentwässerung im Trennverfahren um, der eine bauliche Trennung bei der Ableitung von Schmutzwasser und belastetem Niederschlagswasser von unbelastetem vorsieht“, beschreibt Dipl.-Ing. (FH) Gerald Nagelschmidt, Abteilung Investoren- und Sanierungsmaßnahmen bei den StEB Köln die Baumaßnahme. „Schmutzwasser und belastetes Niederschlagswasser werden über den Mischwasserkanal der Kläranlage zugeführt, während das unbelastete bzw. nur gering belastete Niederschlagswasser über den Regenwasserkanal einem Gewässer zugeführt wird.“ Der 220 Meter lange Stauraumkanal verfügt über ein Gefälle in Richtung des westlich gelegenen Rheins. Da es sich bei dem Mischwasserkanal um Steinzeug-Stahlbeton-Vortriebsrohre handelt, war der Neuanschluss der Anschlussleitungen gemäß Schemazeichnung S 49 der StEB Köln auszuführen.

Zuverlässig und wirtschaftlich

Mit der Ringraumdichtung M140 ließen sich die Kunststoffrohre DN 160 passgenau an den Steinzeug-Stahlbetonverbundkanal anschließen. „Die Dichtung besteht aus einem EPDM Dichtprofil nach DIN EN 681-1 und zeichnet sich durch ihre Lippendichtungen aus“, erläutert Oussama Mahi vom Marketing & Sales Support bei Mücher. Bei Bedarf kann das Dichtprofil vor Ort auf die Wandstärke des Hauptkanals abgelängt werden. „Zudem hat die Dichtung M140 einen Anschlag, der das Verrutschen in den Hauptkanal verhindert“, ergänzt Friedrich Kahmann, Key-Account Manager bei Mücher. „Die Ringraumdichtung ist darüber hinaus sehr belastbar. Sie ist bis 0,5 bar druckdicht und verfügt über eine Hochdruckspülfestigkeit bis 120 bar.“

Schnell, einfach und dicht

Bauleiter Krämer hat der schnelle und einfache Einbau überzeugt. Das Schwierigste sei die Kernbohrung für die neuen Anschlüsse gewesen. Aber diese konnte mit eigenem Gerät und passender Bohrkrone pro-blemlos in den Steinzeug-Stahlbeton-Verbundrohren hergestellt werden. Nach Reinigung des Bohrloches wurde die Ringraumdichtung passgenau bis zum Anschlag eingesetzt. Anschließend wurde Mücher Gleitmittel auf die Innenseite der M140 sowie das Spitzende des Anschlussrohres DN 160 aufgetragen und dieses in die Ringraumdichtung eingeschoben. So konnten die acht neuen Anschlüsse schnell und vor allem dicht unter Einhaltung der zu beachtenden Vorgaben hergestellt werden.

Mücher Dichtungen GmbH & Co. KG

www.muecher.de

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