BODENSTABILISIERUNG

Den Boden für Wachstum bereitet

Bei der Erweiterung des Betriebsgeländes der Riva GmbH in Backnang übernimmt ein Wirtgen Bodenstabilisierer WR 200i im Verbund mit zwei Hamm Walzenzügen und einem Streumaster Bindemittelstreuer SW 16 MC die Bodenstabilisierung.

Die Riva GmbH ist auf Wachstumskurs. Das Ingenieurbüro, das in Deutschland unter anderem bei der Restaurierung des Berliner Reichstags und bei der Gestaltung des Potsdamer Platzes seine Spuren hinterlassen hat, fertigt vorwiegend Gebäudefassaden für den Export in arabische Länder und insbesondere für das saudische Königshaus. Aufgrund neuer Großaufträge war die erst 2012 neu bezogene Produktionshalle mit rund 9.000 m² Fläche schon wieder zu klein. Deshalb entschied sich das Unternehmen für den Bau einer zusätzlichen Produktionshalle mit 15.000 m² sowie eines Verwaltungsgebäudes.

Entscheidung für Bodenstabilisierung

Dem stand zunächst jedoch ein nicht ausreichend tragfähiger Boden auf dem vorgesehenen Baugelände im Weg. Die von der Riva GmbH mit den Erdarbeiten beauftragte Karl Fischer GmbH & Co. KG aus Weilheim an der Teck stand vor der Wahl: entweder den nicht tragfähigen Boden auf dem 50.000 m² großen Areal abtransportieren und neu aufschütten oder den Boden lagenweise stabilisieren. Projektleiter Max Bachteler von Fischer Weilheim entschied sich in Abstimmung mit dem Auftraggeber für die einfachste und zugleich wirtschaftlichste Lösung – Bodenstabilisierung mit Wirtgen Group Technologien: „Durch die Aufbereitung des vorhandenen Bodens sparen wir nicht nur dessen zeit- und kostenintensiven Austausch, sondern erhalten eine qualitativ hochwertige, ausreichend tragfähige Grundlage.“ Und das optimal aufeinander abgestimmte Team aus Streumaster Bindemittelstreuer, Wirtgen Bodenstabilisierern sowie Hamm Walzen wurde den hohen Erwartungen bei Erdbewegungen von rund 100.000 m³ mehr als gerecht.

SW 16 MC legt den Grundstein

Der Auftakt oblag wie immer Streumaster, diesmal mit dem Bindemittelstreuer SW 16 MC. Das auf einen Dreiachser montierte Aufbaugerät verfügt über einen Streugut-Behälter von 16 m³. Täglich bis zu zehn Bindemittel-Silozüge können dank der hohen Performance und der einfachen Befüllung per Schnellkupplung verarbeitet werden. In Summe wurden in Backnang 6.000 t Bindemittel ausgestreut. Die Ausbringung und Verteilung des Bindemittels – in diesem Fall Weißfeinkalk – erfolgt elektronisch gesteuert. Die intelligente Steuerung koordiniert Förderkette, Querschnecken, Dosierschleusen sowie Bedienterminal exakt miteinander, so dass eine exzellente Streugenauigkeit erzielt wird. Dank des einzigartigen Selbstreinigungseffektes der Zellenradschleusen kann sowohl die Präzision als auch die Performance während des gesamten Projektes aufrechterhalten werden. Mit der integrierten automatischen Entstaubungsfilteranlage erfolgt das Befüllen des Streuers staubfrei, sodass an angrenzenden Gebäuden und Fahrzeugen keine Verunreinigungen entstehen.

WS 250 und WR 200i bereiten den Weg

Für das Einmischen des Streuguts in den Boden vertraute Fischer dem Wirtgen Anbaustabilisierer WS 250. Fischer hat im Maschinenpark drei komplette Wirtgen Einheiten sowie drei Streumaster Bindemittelstreuer. Der Vorteil des WS 250 liegt auf der Hand: Mit wenigen Handgriffen ist er an einem Traktor gekoppelt, so dass der Traktor, der wenige Minuten zuvor noch eine reine Zugmaschine war, schnell zum „Stabilisierer“ umfunktioniert werden kann. Der Wirtgen WS 250 ist speziell für kleine bis mittlere Bauvorhaben interessant.

Doch je größer die Fläche, desto leistungsfähiger muss die Maschine sein. Daher entschied sich Fischer Weilheim zusätzlich für einen Testeinsatz des Wirtgen Recyclers und Bodenstabilisierers WR 200i. Er ist der „Kompakte“ der neuen WR-Generation von Wirtgen und überzeugt wie die gesamte Baureihe durch hohe Leistungsfähigkeit und Mischqualität, optimale Geländegängigkeit, zahlreiche Automatikfunktionen sowie perfekte Ergonomie. Holger Merkle, Polier bei Fischer, war beeindruckt: „Die Großraumkabine ermöglicht eine sehr gute Rundumsicht, die Bedienbarkeit ist intuitiv. So hat der Fahrer jederzeit die optimale Kontrolle über den Arbeitsprozess.“ Bis zu 50 cm tief durchmischte der WR 200i den Boden homogen mit dem vorgestreuten Bindemittel. Das so erzeugte Boden-Bindemittel-Gemisch bietet hohe Zug-, Druck- und Scherfestigkeit sowie nachhaltige Wasser-, Frost- und Raumbeständigkeit. Mit seinen 435 PS erreicht der WR 200i in der Bodenstabilisierung Tagesleistungen von bis zu 8.000 m², bei einer Arbeitsbreite von 2 m und einer Arbeitstiefe von bis zu 50 cm. Nach Abschluss des Testeinsatzes zeigte sich Projektleiter Bachteler zufrieden: „Trotz der hohen Leistungsfähigkeit ist die Maschine aufgrund des geringen Kraftstoffverbrauchs gleichzeitig sehr wirtschaftlich. Auch die Qualität des stabilisierten Bodens hat mich überzeugt.“

Für den letzten Halt

Für die optimale Verdichtung sorgten am Ende die Profis für den Erdbau, zwei Walzenzüge von Hamm. Während die H 20i mit Stampffuß den Boden vorverdichtete, übernahm die H 20i das Finish. Mit ihrem 3-Punkt-Pendel-Knickgelenk zeigten sich die Walzenzüge wie gewohnt extrem manövrierfähig bei gleichzeitig optimaler Fahrstabilität. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen und reihte sich nahtlos in die Arbeiten der übrigen Baugeräte ein.

Zufrieden mit Projektverlauf

Entsprechend positiv blickt Bachteler von Fischer Weilheim auf das Projekt in Backnang zurück. „Die Baustelle konnte dank einer gut geplanten Logistik, sehr gut aufeinander abgestimmter Arbeitsprozesse und der Auswahl der richtigen Maschinen fristgerecht und damit erfolgreich abgeschlossen werden“, so der Projektleiter.⇥■

Wirtgen Group

www.wirtgen.com

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