Brückenentwässerung auf höchstem Niveau

Aco Drain Kerb Drain Bridge für mehr Sicherheit und Wirtschaftlichkeit

Im Zuge der Sanierung und Erneuerung der Brückenbauwerke der Autobahn BAB A1 bei Bad Schwartau kam erstmalig für die Brückenentwässerung die neue Aco Drain Kerb Drain Bridge zur Ausführung.

Die Auswirkungen des von Alexander Dobrindt 2015 vorgestellten Neubau- und Sanierungspakets in Höhe von 2,7 Milliarden Euro bekommen Autofahrer vielerorts schon jetzt deutlich zu spüren. Denn mit Investi­tio­nen in Neubauprojekte, Modernisierungen und Brücken­programme gehen zunächst Baustellen und Staus einher, bevor Fahrbahnen komfortabel und sicher befahren werden können.

Dass diese Maßnahmen notwendig sind, zeigen aktuelle Zahlen über den Zustand der Brückenbauwerke und den zunehmenden Güterverkehr aus den Bundesländern. So geht das Bundesverkehrsministerium davon aus, dass einerseits jede vierte Brücke saniert werden muss, andererseits die Beförderungsleistung im Straßengüterverkehr bis 2025 um ein Vielfaches steigen wird. Im Zuge des Brückenbauprogrammes traten verschiedene Bauherren und Planer von Brückenbauwerken an die Aco Tiefbau Vertrieb GmbH heran und fragten nach Konzepten für eine neue leistungsfähige Brücken­entwässerung. So kamen die Verantwortlichen für die Sanierung und Erneuerung der Brückenbauwerke der Autobahn BAB A1 bei Bad Schwartau auf das Unternehmen zu. Neben der grundhaften Erneuerung der Fahrbahnen werden zeitglich umfassende Lärmschutzmaßnahmen umgesetzt und der Überbau von mehreren Brückenbauwerken saniert bzw. erneuert. Als Lösung für die Brückenentwässerung kam dabei erstmalig die neue Aco Drain Kerb Drain Bridge zur Ausführung.

Bewährtes weiterentwickelt

Aco gehört zu den Weltmarktführern in der Entwässerungstechnik und beschäftigt sich seit langem mit der Entwicklung und Produktion anspruchsvoller Entwässerungslösungen. So gehört auch das monolithische Linienentwässerungssystem Aco Drain Kerb Drain, eine Kombination aus Randbordstein und Rinne, zu den bewährten Systemen.

Hinter der Weiterentwicklung der Bordrinne steht mit Aco Drain Kerb Drain Bridge ein Konzept der Aco Tiefbau Vertrieb GmbH, das sowohl bei der Entwässerung von Neubauprojekten als auch bei Sanierungsprojekten ein wirkungsvolles und wirtschaftliches Produkt für die Brückenentwässerung darstellt.

„Runter von der Fahrbahn – ab in die Kappe“

Sorgen und Bedenken treten bei den Brückenverantwortlichen dann auf, wenn die Entwässerungssysteme bei einer Baustellenverkehrsführung permanent überfahren werden.

Der besondere Vorteil der Aco Drain Kerb Drain Bridge KD 200-75 - gegenüber herkömmlichen Brückenabläufen und Entwässerungsrinnen mit Rosten - ist die Positionierung in dem nicht überfahrenen Bereich. Zum optisch ansprechenden Einfügen in das Brückendesign erhält die Brücke eine leistungsstarke Entwässerung auch bei geringem Längsgefälle. Die Sicherheit in der Ausführung und Dauerhaftigkeit wird durch die Gestaltung größerer Haltungslängen und der damit verbundenen reduzierten Anzahl an Durchdringungen von notwendigen Abläufen erhöht.

Das Design für die Brückenentwässerung ist nach den Ansprüchen des deutschen Marktes entwickelt. Die Vorgaben einer sehr flachen Einbautiefe, einer hohen Entwässerungsleistung, einer anprallstabilen Konstruktion und die Orientierung an den Richtzeichnungsanforderungen sind vollständig im Endprodukt umgesetzt.

Basis des Linienentwässerungssystems ist ein Rinnenkörper aus wasserdichtem, frostsicherem Polymerbeton. Mit einer serienmäßig integrierten Dichtung aus EPDM ist die Stoßfuge zwischen den Rinnenelementen dauerhaft und sicher abgedichtet. Diese erprobte Dichtungsausführung schützt Auflager und Brückenbauwerk vor belastetem Oberflächenwasser.

Durch den Werkstoff Aco Polymerbeton (Wassereindringtiefe 0 mm) mit seiner glatten Oberfläche (Manning-Strickler-Beiwert kSt = 95) und den glatten Übergängen am Rinnenstoß wird ein optimierter Selbstreinigungseffekt erreicht und die Betriebskosten gesenkt. Die Spezialrinnen der Belastungsklasse D 400 nach DIN EN 1433 verfügen über eine oder zwei Ebenen (OPA Ausführung) angeordnete Einlauföffnungen. So wird einerseits das Oberflächenwasser über die seitlich angeordneten Öffnungen aufgenommen. Zusätzlich wird – bei Einsatz von offenporigem Asphalt (OPA) - das in die Asphaltdeckschicht eingesickerte Wasser über die zusätzlichen, seitlichen Öffnungen in den Rinnenkörper eingeleitet. Die Kerb Drain Bridge hat einen senkrechten Abgang mit einer Lippenlabyrinth-Dichtung in der Rinnensohle. Hier wird ein Rohrstutzen als Zwischenstück installiert, um direkt in den darunter installierten Gussablauf zu entwässern.

Für die Inspektion und Wartung der Kerb Drain Bridge steht eine große klappbare Revisionsöffnung zur Verfügung. Der Aufsatz klappt längs zur Brückenkappe und kommt so nicht mit der Schutzeinrichtung der Brücke in Konflikt. Die Revisionsöffnung ist in den Abmessungen so gestaltet, dass Spülschlauch und Saugstutzen für die Wartung passen. Unter der Revisionsöffnung befindet sich der Anschluss zur Brückenentwässerungsleitung. Über diesem Zugang kann die Spülung der Leitungen ebenso erfolgen.

Das Entwässerungssystem Aco Drain Kerb Drain Bridge mit einer Nennweite 200 mm, einer Bauteilbreite von 28,0 cm und einer Bauteillänge von 100,0 cm verfügt über Ausnehmungen an der Außenwand zur besseren Verankerung mit dem Brückenkappenbeton. Darüber hinaus stellen vier werkseitig integrierte Schraubhülsen für die bauseitige Installation von M12 Gewindestangen eine rückwärtige Verankerung in der Brückenkappe sicher.

Leistungsstark und leicht zu handeln

Die Vorzüge der Kerb Drain Bridge KD 200-75 kommen vor allem bei Entwässerungssituationen mit geringem Längsgefälle zum Tragen. Bei fehlendem oder sehr geringem Längsgefälle ist der Anschluss der zu entwässernden Fahrbahn ohne weitere Maßnah­men möglich. Das Oberflächenwasser wird durch die Querneigung zur Rinne geführt und von dort aufgenommen. Ein gesondert hergestelltes Quergefälle in der Fahrbahnoberfläche oder im Randbereich, wie es bei Brückenabläufen häufig angewendet wird, ist nicht notwendig. Durch das Schwerkraft- oder Wasserspiegelgefälle wird auch ohne Längsneigung ein vergleichsweise höherer Abfluss erreicht.

Durch die industrielle Vorfertigung der Rinnenelemente wird neben der Zeitersparnis auch ein erhöhter Qualitätsanspruch bedient, der langfristige Schadensvermeidung bietet. Beides kommt sowohl der Umwelt und dem Bauwerk, als auch dem Bauunternehmen und dem Bauherrn zu Gute. Ein weiterer Vorteil bei Handling, Transport und Einbau der Rinne: Sie kann infolge der kompakten Bauweise mit hoher Verlegeleistung und ohne großen Personal- und Maschinenaufwand eingebaut werden. Denn aufgrund einer vergleichbaren Dichte – bei jedoch wesentlich höheren Festigkeitswerten – sind Polymerbetonprodukte bei identischer Belastbarkeit leichter als vergleichbare Betonprodukte. Die Verlegung der Kerb Drain Bridge erfolgt auf einem Mörtelbett aus PCC (Polymer Cement Concrete).

Die richtungsgebundene Verlegung erfolgt von oben auf die bereits versetzte Rinne und sorgt für einen effizienten und wirtschaftlichen Einbau. Die vorinstallierte Entwässerungsrinne ist eine definierte Schnittstelle und Bezugslinie für weiterführende Gewerke. Kappenober- und Vorderkante, die verlorene Schalung und die Straßenoberkante, sowie Gradientenführung geben dem Einbau der KerbDrain Bridge besondere zugeteilte Merkmale. Durch die Kombination eines optimalen Eigengewichts und einer guten technischen Verankerung zwischen den Rinnenelementen und den angrenzenden Brückenbauteilen integriert sich die KerbDrain Bridge perfekt in den gesamten Brückenaufbau.

Projektspezifische Planung

Bereits bei der Planung unterstützt Aco Tiefbau alle am Bau Beteiligten. Mit technischer Beratung und lösungsorientierten Produkt­details sowie einer hydraulischen Leistungsberechnung können schnelle und exakte Aussagen zur tatsächlichen Abfluss­leistung der Rinnen gemacht werden. Hierbei werden die objektspezifischen Besonderheiten des geplanten Objektes, wie Größe und Struktur der Einzugsfläche, die zu berücksichtigende Regenspende, sowie die Lage der Rinnen und/oder der Ablaufpunkte mit einbezogen.

Aco Tiefbau Vertrieb GmbH

www.aco-tiefbau.de/bridge

InfraTech 2018: Erfolgreicher Start ins neue Jahr für Aco
Es gibt viele Möglichkeiten das neue Jahr zu beginnen. Rund 7.400 Besucher entschieden sich für die InfraTech in Essen, der Fachmesse für Straßen- und Tiefbau und bescherten dem Veranstalter Ahoy Rotterdam ein neues Rekordergebnis. Mit von der Partie war auch die Aco Tiefbau Vertrieb GmbH, die, so Bernd Bathke, Leitung Werbung, Direktmarketing und Veranstaltungen, nicht nur von der hohen Qualität der Fachbesucher begeistert war. „Der deutliche Anstieg der Besucher auf unserem Messestand spiegelt das große Interesse der Stadtplaner, Bauingenieure, Architekten, Landschaftsarchitekten und Bauunternehmer an unseren bewährten, innovativen Produkten wider.“ Auch NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst ließ es sich nach seiner Eröffnungsrede zur InfraTech nicht nehmen, sich auf dem Aco Messestand über aktuelle Produktentwicklungen des Marktführers im Bereich Entwässerungstechnik zu informieren.

Hierzu zählten das neue lineare Brückenentwässerungssystem Aco Drain Kerb Drain Bridge, das als monolithische Bordsteinentwässerung aus Polymerbeton mit flacher Einbautiefe, hoher Entwässerungsleistung und stabiler Konstruktion alle Anforderungen für Neubau und Sanierung von Brücken erfüllt. Ebenso weckte die erstmalig vorgestellte Aco Schachtabdeckung Multitop Beguplan das Interesse von Verkehrsminister Wüst. Sie zeichnet sich durch den breiten Rahmen aus, der für eine geringere Fugenpressung und maximale Entkopplung sorgt. So werden Schäden an der Schachtabdeckung, dem umgebenden Straßenbelag und darunterliegenden Schacht vermieden und gleichermaßen eine hohe Lebensdauer bzw. Wirtschaftlichkeit erreicht.

Sehen Sie auch die Messeimpressionen unter

www.aco-tiefbau.de

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