Absturzsicherheit

Stürze aus geringer Höhe sicher abfangen

Auf der Nordtec in Hamburg (23. - 26- Januar) stellte SpanSet

seine neuen Verbindungsmittel für persönliche Schutzausrüstungen

(PSA) gegen Absturz vor.

Besonders im Gerüstbau passt jeder Mensch ab der 3. Etage von Natur aus gut auf. Knapp über dem Erdgeschoss hingegen herrscht oft Sorglosigkeit. Umso wichtiger ist es, die Gefahren zu entschärfen, die bei geringen Fallhöhen lauern. Ab einer Absturzhöhe von einem Meter muss ein Bauunternehmen lt. Betriebsstättenverordnung für Sicherheit sorgen. In der Praxis reichen kollektive Schutzmaßnahmen wie Gerüste, Netze oder Hubarbeitsbühnen oft nicht aus oder sind ungeeignet. Dann kommt die Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) ins Spiel.

Länge nach Bedarf

Zum Beispiel bei der Gerüstmontage. Jeder Arbeiter wünscht sich dabei möglichst viel Bewegungsfreiheit. Üblicherweise misst ein Verbindungsmittel zwei Meter. Der Markt bietet zwar auch kürzere Varianten an, die aber den Aktionsradius verkleinern. Bei geringer Fallhöhe kann das fatale Folgen haben. Es sei denn, das „zu lange“ Verbindungsmittel verkürzt sich selbst und damit den freien Fall.

Exakt diese Lösung hat SpanSet für Gerüstbauer im Portfolio und schafft mit der Innovation DSL2 Freiraum und Sicherheit. Denn dieses Verbindungsmittel zieht während der Montage das überschüssige Gurtband ein, sodass dem Arbeiter – ähnlich wie beim Auto-Sicherheitsgurt – genau die Länge zur Verfügung steht, die er benötigt. Bei einem Sturz verkürzt es sich blitzschnell. Diese Technik kennt man bisher nur von Höhensicherungsgeräten. Im Bereich des Gerüstbaus mit oft geringen Fallhöhen ist sie neu.

Wie tief eine Person fällt, hängt maßgeblich von ihrem Gewicht ab. SpanSet hat verschiedene Sturzstrecken stufenweise für ein Körpergewicht von 60 bis 140 Kilogramm getestet. Die Ergebnisse sind Bestandteil der Gebrauchsanweisungen und helfen, den individuell erforderlichen Mindest-Freiraum zu ermitteln.

Auch für schwere Fälle

Für ein anderes gewichtiges Problem hat SpanSet ebenfalls das passende Produkt: Die Norm EN 355 regelt, wie lang sich ein Verbindungsmittel beim Sturz eines 100 Kilogramm schweren Arbeiters ausdehnen darf. Aber was, wenn er mehr wiegt? Hierfür hat SpanSet das Verbindungsmittel SP-140 mit Bandfalldämpfer entwickelt. Es erfüllt die Norm auch bei 140 Kilogramm Körpergewicht.

EN 355 schreibt zudem vor, dass sich das Verbindungsmittel mit Falldämpfer bei 100 kg maximal 1,75 Meter verlängern darf. Beim SP-140 liegt die Verlängerung bei höchstens 1,10 Meter. Gerade bei Stürzen aus geringer Höhe kann diese Differenz von 65 Zentimetern darüber entscheiden, ob ein Mensch auf den Boden aufschlägt oder ob ihn die PSAgA rechtzeitig auffängt.

Spanset GmbH & Co. KG

www.spanset.de

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