Talbrücke Sterbecke

Echterhoff bringt die Sauerlandlinie wieder ins Rollen

Ein wichtiger Meilenstein auf der A 45 ist erreicht: Seit Ende Oktober rollt der Verkehr zwischen Hagen-Süd und Lüdenscheid-Nord wieder über die neue Talbrücke Sterbecke. Nach nur zweieinhalb Jahren Bauzeit konnte das westliche Bauwerk fünf Monate früher als geplant für den Verkehr freigegeben werden.

Aus alt mach neu: Ersatzneubau auf der Sauerlandlinie­

Die A 45 – auch bekannt als Sauerlandlinie – zählt zu den wichtigsten Nord-Süd-Achsen Deutschlands. Viele ihrer Talbrücken stammen noch aus den 1960er Jahren und werden nach und nach ersetzt, um den Anforderungen des modernen Verkehrs gerecht zu werden. Auch die Talbrücke Sterbecke musste aufgrund von Alters- und Schadensbildern vollständig erneuert werden.

Im Zuge des Ersatzneubaus entsteht nun eine Brücke, die nicht nur die aktuellen Lasten aufnimmt, sondern auch bereits den geplanten sechsstreifigen Ausbau berücksichtigt. Jede Richtungsfahrbahn erhält ein eigenes, voneinander getrenntes Teilbauwerk – deutlich breiter als das ursprüngliche Bauwerk.

Zwei Bauwerke, ein Ziel: Stabilität und Zukunftssicherheit­

Zunächst wurde das alte Teilbauwerk in Fahrtrichtung Frankfurt gesprengt, anschließend an gleicher Stelle der Neubau errichtet. Nach dessen Fertigstellung und Verkehrsfreigabe erfolgt nun der Abbruch und Neubau des östlichen Teilbauwerks in Fahrtrichtung Dortmund.

Jedes der Teilbauwerk besteht aus vier Pfeilern und zwei Widerlagern.

Der Überbau ist als zweizelliger Spannbeton-Hohlkasten ausgeführt – eine Bauweise, die sich durch hohe Tragfähigkeit und Langlebigkeit auszeichnet.

Die Pfeiler reichen bis zu 37 Meter in die Höhe, die Brücke misst in der Breite rund 22,50 Meter und überspannt das Tal auf einer Gesamtlänge von 265 Metern.

Echte Teamarbeit: Echterhoff verantwortet Brückenbau und Spezialtiefbau

Der Hauptauftrag des Neubaus liegt bei Echterhoff. Die Bauausführung erfolgt in Arbeitsgemeinschaft mit der Straßen- und Tiefbau Kirchhundem GmbH. Während SuT Kirchhundem die Straßen- und Tiefbauarbeiten übernimmt, liegt der Schwerpunkt von Echterhoff auf dem gesamten Brückenbau – inklusive Spezialtiefbau, Widerlagergründung, Spannbetonarbeiten und Asphaltierung.

In luftiger Höhe: Bau mit Vorschubgerüst

Eine besondere technische Herausforderung war die Herstellung des Überbaus in bis zu 37 Metern Höhe. Hier setzte Echterhoff auf ein Vorschubgerüst, das während der Bauphase an den bereits errichteten Pfeilern hängt und die Schalung samt Frischbeton trägt. Das Gerüst selbst besteht aus rund 750 Tonnen Stahl und wird nach jedem Bauabschnitt hydraulisch vorwärtsbewegt.

Mit diesem Verfahren konnte der Überbau abschnittsweise und sicher hergestellt werden – ein Musterbeispiel für Ingenieurskunst im Spann

Zahlen bitte: Beeindruckende Bauleistung

Für das erste Teilbauwerk wurden 14.000 Kubikmeter Beton, 2.000 Tonnen Bewehrungsstahl sowie 250 Tonnen Spannstahlglieder verarbeitet. Die Gründung der Widerlager reicht zehn Meter tief in den Baugrund.

Zusätzlich entstehen neben der Fahrtrichtung Dortmund rund 800 Meter Stützwand als Hangsicherung – ein weiterer Beleg für die Komplexität des Gesamtprojekts.

Auf Kurs: Bereit für den nächsten Abschnitt

Mit der Verkehrsfreigabe des westlichen Teilbauwerks ist das Ziel zwar ein gutes Stück nähergerückt, aber noch nicht komplett erreicht­: Direkt im Anschluss haben die Arbeiten am östlichen Brückenbauwerk begonnen, das im Januar 2026 gesprengt und anschließend neu errichtet wird. Die endgültige Fertigstellung der gesamten Baumaßnahme ist für Ende 2027 vorgesehen.

Gebr. Echterhoff GmbH & Co. KG
www.echterhoff.de

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