Digitaler Zwilling integriert Lifte

Schlüsselkonzept für die smarte Optimierung von Aufzügen

Laut einer Umfrage erwarten Ingenieure, Konstrukteure, Produktmanager und Führungskräfte von einem digitalen Zwilling, seine Daten direkt von den Sensoren des echten Produkts zu beziehen.

Das Schema zeigt, wie die Aufzug-Daten ihren Weg in die Cloud und in den digitalen Zwilling finden.
© Aufzughelden

Das Schema zeigt, wie die Aufzug-Daten ihren Weg in die Cloud und in den digitalen Zwilling finden.
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In einer Studie von 2021, durchgeführt von engineering.com, sind 250 Ingenieure, Konstrukteure, Produktmanager und Führungskräfte aus KMUs über ihre Nutzung von digitalen Zwillingen und physischen Prototypen befragt worden. Eines der Kernthemen: Wie würden Sie einen Digitalen Zwilling am ehesten beschreiben? 17 Prozent gaben dabei an, sich darunter ein Modell vorzustellen, das einem echten Produkt ähnelt und seine Daten von Sensoren des echten Produkts bezieht.
Doch der Digitale Zwilling ist noch zu weit mehr fähig – gerade für die Immobilienwirtschaft bietet sich großes Potenzial, denn schon heute ist klar, dass es sich dabei nicht um ein einfaches Datenmodell handelt, sondern um unterschiedliche Gesichtspunkte digitaler Repräsentationen, Funktionalitäten, Modelle und Schnittstellen.

IoT für Aufzüge: Die Box ist das Herzstück der neuen Technik.
© Aufzughelden
IoT für Aufzüge: Die Box ist das Herzstück der neuen Technik.
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Digitalisierung der Immobilienwirtschaft – zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Die gesammelten Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass IoT-Lösungen in der Immobilienwirtschaft einen hohen Nutzen haben. Zieht man die extreme Zuverlässigkeit und die damit verbundene Wirtschaftlichkeit  bei der Verwendung von Echtzeitdaten in Betracht, ist der digitale Zwilling ein zielführender Ansatz.

Es handelt sich um digitale Nachbildungen physischer Objekte, über den gesamten Lebenszyklus komplexer Systeme hinweg. Dabei entstehen Modelle mit Daten, die von den eingebetteten Sensoren und Systemen des physischen Objekts geliefert werden.

Mehr als ein schlichtes Modell

Ein Digitaler Zwilling ist also nicht nur ein schlichtes Modell, das einem echten Produkt ähnelt. Es liefert relevante Schlüsselkennzahlen zur Leistung des Objekts in Echtzeit. Dadurch entsteht ein Wertschöpfungskreislauf, der es ermöglicht, aus den entstandenen Datenmengen innerhalb kürzester Zeit Schlüsse zu ziehen. Gerade für Aufzüge, die sich täglich mit einer immensen Nutzungsfrequenz konfrontiert sehen, bieten sich dadurch Möglichkeiten zu reagieren, bevor es zu spät ist.

Die Erfassung und Speicherung von Daten in einer Cloud sind bei dieser Art von Anlagen nicht neu, sondern bereits seit Jahrzehnten üblich. Doch die Immobilienwirtschaft sieht sich mit dem Problem konfrontiert, dass das Ausüben der entsprechenden Maßnahmen reaktiv erfolgt, weil die Daten zunächst ausgelesen und dann meistens noch manuell ausgewertet werden müssen. Der Handlungsbedarf wird dann zumeist erst erkannt, wenn bereits ein gravierendes Problem, wie ein Ausfall des Aufzugs, auftritt.

Unterschätztes Potenzial

Der Umstand, dass man oft zu spät handelt, lässt sich durch den Einsatz des Digitalen Zwillings gewinnbringend verbessern: Daten können durch digitale Analyseprozesse erfasst werden. Diese Informationen über den Zustand des Aufzugs können dann kontinuierlich in Echtzeit ausgewertet werden. Doch wie gelingt die Implementierung des Digitalen Zwillings in die Aufzugssysteme und wie macht man sich die Daten zunutze? Hierzu gibt es Technologien, wie die Aufzughelden-Box von Aufzughelden. Die Lösung wird dazu direkt an die Steuereinheit des Aufzugs angebracht. Alle relevanten Daten fließen in einer Cloud zusammen und werden in Echtzeit gesammelt und analysiert. Dadurch stehen sofort ausreichend Informationen über den Zustand des Aufzugs zur Verfügung. Relevante Entscheidungen können zuverlässig und schnell genug getroffen werden, um zu reagieren, bevor es zu spät ist.

Simon Vestner, CEO und Gründer von Aufzughelden
© Aufzughelden
Simon Vestner, CEO und Gründer von Aufzughelden
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Wie der Digitale Zwilling das Aufzugswesen verändert

Der Digitale Zwilling bildet also an dieser Stelle die Brücke zwischen physischer und digitaler Realität und visualisiert entsprechend die Funktionstauglichkeit des Aufzugs. Mit Hilfe von Predictive Maintenance können Fehler und Störungen erkannt werden, bevor das Gerät ausfällt. Das System alarmiert Technikerinnen und Techniker, noch bevor es zum totalen Ausfall kommt. Vor dem Hintergrund des Klimawandels, politischen Auflagen, gesellschaftlichem Wandel und wirtschaftlichen Erfordernissen ist es also nicht nur ein Gewinn, den Digitalen Zwilling einzusetzen, sondern dringend notwendig. Denn nur so entsteht zukunftsfähiges Aufzugsmanagement, das zu mehr Klimaeffizienz, Zuverlässigkeit und Steuerbarkeit beiträgt.

Die Zukunft der Aufzugsoptimierung

Der Einsatz des Digitalen Zwillings und die damit einhergehenden Prozesse wie Predictive Maintenance und Datenanalyse dienen dazu, Stillstände und Ausfälle zu vermeiden, die Produktionsprozesse zu optimieren sowie Aufzugsanlagen effizient einzusetzen. Werden die Grundregeln des Umgangs mit dem Digitalen Zwilling folglich verstanden, erschließen sich zahlreiche Potenziale, um die Effizienz eines Aufzugs zu maximieren und somit auch die Kosten für die Wartung des Aufzugs zu reduzieren.

Dadurch entsteht ebenso die Möglichkeit, den Komfort und die Produktivität der Menschen, die einen Aufzug tagtäglich benutzen, zu erhöhen. Denn letztendlich geht es darum, das neu entstandene Potenzial gewinnbringend zu nutzen – nur so ebnet man einen wesentlichen Weg, die Bewegung innerhalb einer Immobilie auf die nächste Stufe zu bringen.

Digital Spine GmbH

www.aufzughelden.com

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