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BauThemen | Nutzfahrzeuge | 20.11.2018

Der neue Actros

Neue Assistenzsysteme für erhöhte Sicherheit

Mit dem Actros kommt teilautomatisiertes Fahren mit dem Active Drive Assist,

bis zu fünf Prozent weniger Verbrauch, MirrorCam als Serienausstattung,

Active Brake Assist 5, Vernetzung und Multimedia-Cockpit.

  • Die großen Mercedes-Trucks Actros und Arocs kommen in den genuss zahlreicher leistungsfähiger Assistenzsysteme. Quelle: Daimler Trucks

  • Von außen und innen kräftig modernisiert Quelle: Daimler Trucks

  • Die neue, geschwungene Lichtsignatur am oberen Scheinwerfer­rand macht den neuen Actros bei Nacht unverwechselbar. Quelle: Daimler Trucks

  • Die Mirror Cam sorgt für eine erheblich verbesserte Rundumsicht und geringeren Kraftstoffverbrauch. Quelle: Daimler Trucks

  • Die aufgezeich­neten Bilder werden mit einer Auflösung von 720 x 1920 Pixel auf zwei 15 Zoll großen Displays angezeigt, die an den A-Säulen in der Kabine angebracht sind. Quelle: Daimler Trucks

  • Statt des klassischen Kombiinstruments mit Tacho, Drehzahlmesser und Tankanzeige ist beim Multimedia-Cockpit das Primärfarbdisplay mit hochauflösender Flachbildschirmoptik verbaut. Quelle: Daimler Trucks

  • Die Smartphone-Integration via Apple CarPlay oder Android Auto und das Anschließen gleich zweier Smartphones per Bluetooth sind kein Problem. Quelle: Daimler Trucks

  • Mercedes-Benz feiert den Produktionsstart des neuen Actros mit dem auf 400 Fahrzeuge limitierten Sondermodell „Edition 1“. Quelle: Daimler Trucks

Der neue Actros – das ist ein Serien-Lkw mit wegweisenden Innovationen, die sich sofort bezahlt machen. Das Fahrzeug hebt die Effizienz für Unternehmer und den Komfort für Fahrer auf ein bislang nicht dagewesenes Niveau: Der Kraftstoffverbrauch sinkt spürbar, Sicherheit und Fahrzeugverfügbarkeit werden weiter ausgebaut.

Digitaltechnik hält Einzug ins Cockpit

Um das zu erreichen, wurden die Chancen der Digitalisierung genutzt. Das wird besonders an dem neuen Multimedia-Cockpit deutlich, der vollkommen neu gestalteten Schnittstelle zwischen Fahrer und Fahrzeug. Der Fahrer erhält einen komplett vernetzten Arbeitsplatz mit digitalen Diensten und Assistenz­systemen, die sich intuitiv bedienen lassen und ihn bei der Erledigung seiner Aufgaben noch besser unterstützen. Die Digitalisierung kommt auch Fuhrpark­leitung und Disposition zugute. Sie haben ihre Lkw dank der umfassenden Vernetzung des neuen Actros ohne Unterbrechung in Echtzeit im Blick. So lassen sich alle notwendigen Wartungs- und Logistikprozesse perfekt organisieren, und wenn akuter Handlungsbedarf besteht, kann sofort reagiert werden.

Active Drive Assist

Anders als Systeme, die nur ab einer gewissen Geschwindigkeit arbeiten, bietet der Active Drive Assist dem Fahrer erstmals in einem Serien-Lkw teilautomatisiertes Fahren in allen Geschwindigkeitsbereichen. Neu sind die aktive Querführung und die Verbindung von Längs- und Querführung in allen Geschwindigkeitsbereichen durch die Fusion von Radar- und Kamera­informationen.

Der Active Drive Assist baut auf dem bewährten Abstandshalte-Assistenten mit Stop-and-go-Funktion sowie dem Spurhalte-Assistent auf. Der Active Drive Assist bremst den Lkw ab, wenn er einem vorausfahrenden Fahrzeug zu nahe kommt und beschleunigt ihn wieder bis zu einer festgesetzten Geschwindig­keit. Zudem hält er das Fahrzeug aktiv in der Spur. Droht das Fahrzeug die Spur unabsichtlich zu verlassen, greift der Active Drive Assist ein und lenkt selbständig zurück in die Spur. Der Abstand zum Vordermann und die Position des Fahrzeugs in der Spur sind dabei in mehreren Stufen über das Fahrassistenzmenü einstellbar. Überdies nutzt der Active Drive Assist bei der Erfassung des vorausfahrenden Verkehrs die gleiche weiterentwickelte Radar- und Kameratechnologie wie der neue Active Brake Assist 5.

Aktive Spurhalte-Assistenz

Das System orientiert sich bei der Spurführung mithilfe einer Kamera an den Fahrbahnmarkierungen auf beiden Straßenseiten. Wird eine Markierung erkannt und diese unbeabsichtigt überfahren, warnt der Active Drive Assist sowohl optisch als auch akustisch und führt das Fahrzeug aktiv in die Spur zurück.

Wichtig für die Sicherheit: Die aktive Spurführung bleibt auch dann erhalten, wenn der Fahrer den Active Drive Assist deaktiviert hat. Während die Verantwortung für die Überwachung des Verkehrsgeschehens weiterhin beim Fahrer liegt, entlastet ihn der Active Drive Assist deutlich und leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit auf der Straße.

Verbesserte Aerodynamik

Im Vergleich zu seinem Vorgänger verbraucht der neue Actros bis zu drei Prozent weniger Kraftstoff auf Autobahnen und Schnellstraßen. Bei üblichen Laufleistungen im Fernverkehr von mehr als 120 000 Kilometern pro Jahr ist das erneut eine signifikante Kostenreduktion. Im Überlandverkehr beträgt die Einsparung sogar bis zu fünf Prozent, weil hier der Effekt des verbesserten Predictive Powertrain Control besonders zum Tragen kommt.

Erreicht wird der reduzierte Verbrauch durch ein Bündel von Maßnahmen. Dazu gehört auch die nachhaltige Verbesserung der Aerodynamik: Die neue Mirror Cam ersetzt dabei die großen Außenspiegel und trägt durch ihre Stromlinienform und ihre geringen Abmessungen erheblich zur Reduzierung des Luftwiderstands bei. Das macht sich besonders auf Autobahnen bemerk­bar. Auch die neuen, konkav geformten Endkantenklappen verbessern die Aerodynamik ebenso wie optimal ausgelegte Dachspoiler.

Predictive Power Train

Die großen Fortschritte bei der Verbrauchsreduzierung im Überlandverkehr werden insbesondere durch die erweiterte Funktion der intelligenten Tempomat- und Getriebesteuerung Predictive Powertrain Control erreicht. Das neue Predictive Powertrain Control nutzt neben einem satellitengestützten Ortungssystem präzise digitale Straßenkarten, die Daten über die Topografie, den Kurvenverlauf, die geometrische Beschaffenheit von Kreuzungen und Kreisverkehren sowie Verkehrszeichen enthalten.

Das System optimiert die Fahrweise damit nicht nur in Gefällen oder Steigungen, sondern auch auf kurvigen Überlandstrecken, auf denen der Einsatz eines Tempomaten bisher nicht optimal möglich war. Das alles erfolgt mit dem Ziel, unnötiges Bremsen, Beschleunigen oder Schalten zu vermeiden, den Lkw so kraftstoffsparend wie möglich zu bewegen und den Fahrer optimal in seiner Fahraufgabe zu unterstützen.

Erstmals im neuen Actros kann Predictive Powertrain Control auch vom neuen Fahrmodus Economy+ in der Schaltautomatik PowerShift3 profitieren, der auf eine noch kraftstoffsparendere Fahrweise ausgelegt ist. Das verbesserte System ist auch für Schwerlasttransporte bis 120 Tonnen, Allradfahrzeuge und Fahrzeuge mit Hydraulic Auxiliary Drive oder Turbo-Retarder-Kupplung verfügbar.

Actros NGT – mit Gasantrieb

Rund ein Viertel weniger CO2-Emissionen beim Betrieb mit Erdgas, nahezu CO2-neutraler Einsatz bei der Verwendung von Bio-Erdgas, dazu niedrige Geräuschemissionen und keinerlei Feinstaubemissionen – Gasmotoren haben klare Vorzüge, wenn Fahrzeugbetreiber rasch Emissionen senken wollen. So wird nun auch der neue Actros NGT mit Gasmotor und serienmäßigem Wandler-Automatikgetriebe angeboten. Zum Einsatz kommt hier der hoch­moderne aufgeladene Reihensechszylinder M 936 G mit einer Leistung von 222 kW (302 PS).

Der Actros NGT ist als Solofahrzeug mit zwei und drei Achsen lieferbar und eine willkommene Alternative im schweren Verteilerverkehr mit täglichen Strecken bis zu 250 Kilometern. Seine hochstabilen Tanks aus Stahl und Verbundwerkstoff fassen 4 x 145 Liter Gas, optional sind sie um weitere 4 x 100 Liter Gas erweiterbar.

Serienmäßige Mirror Cam

Statt der herkömmlichen Haupt- und Weitwinkelspiegel arbeitet dieses System komplett mit Digitalkameras und Displays. Die Mirror Cam bietet dabei eine erheblich verbesserte Rundumsicht, ihre Leistungen gehen deutlich über die gesetzlichen Vorgaben hinaus. Neben dem damit verbundenen Mehr an Sicherheit senkt der Wegfall der Spiegel den Kraftstoffverbrauch, denn die kompakten Digitalkameras haben aerodynamisch erhebliche Vorteile.

Die Kameras sind rechts und links am Dachrahmen befestigt. Die aufgezeich­neten Bilder werden mit einer Auflösung von 720 x 1920 Pixel auf zwei 15 Zoll großen Displays angezeigt, die an den A-Säulen in der Kabine angebracht sind. Der Fahrer hat auch schräg nach vorn an den A-Säulen vorbei einen guten Blick, sein Sichtfeld vergrößert sich. Zudem bietet die beschichtete Linse einen optimalen Schutz vor Verschmutzung im Sichtfeld.

Mehrere Hilfsfunktionen der Mirror Cam unterstützen den Fahrer: Während der Vorwärtsfahrt ist die klassische und gewohnte Aufteilung der Sichtfelder analog herkömmlicher Spiegel auf den Displays darstellbar. Allerdings schwenkt bei Sattelzugmaschinen während Kurvenfahrten das Bild des kurveninneren Displays mit und liefert so eine optimale Sicht auf den gesamten Trailer – eine erhebliche Verbesserung im Vergleich zu einem herkömmlichen Spiegelsystem. Darüber hinaus tragen Distanzlinien zu einer besseren Einschätzung des rückwärtigen Verkehrs bei. Außerdem kann eine zusätzliche Linie, die individuell eingestellt werden kann, z. B. das Trailerende anzeigen. So wird das zentimetergenaue Rangieren noch einfacher. Und bei beginnender Dunkelheit wechselt das System in einen Nachtsicht-Modus.

Damit nicht genug: Die Mirror Cam verfügt über eine spezielle Rangieransicht beim Rückwärtsfahren. In der oberen Display-Ansicht wird dabei der fahrzeug­nahe und in der unteren Display-Ansicht, mit einer gewissen Überschneidung, der fahrzeugferne Bereich angezeigt. Ist der Abbiege-Assistent verbaut, zeigt das Display der Mirror Cam in kritischen Fahrsituationen zudem Warnhinweise an.

Die Kameraarme sind in Fahrtrichtung und entgegen der Fahrtrichtung klapp­bar: Bei einer Kollision kann durch diese Konstruktion eine Beschädigung des Fahrerhauses vermieden werden – das minimiert eventuelle Reparaturkosten.

Mehr Sicherheit – auch nachts

Nicht nur während der Fahrt, sondern auch beim Rasten und Schlafen ist die Mirror Cam von großem Wert: Durch einen Schalter in der Tür und am Bett kann das System für jeweils zwei Minuten aktiviert werden. Das ermöglicht dem Fahrer, über die Displays jederzeit das Fahrzeugumfeld zu kontrollieren. Im Falle von versuchtem Ladungs- oder Kraftstoffdiebstahl oder Vandalismus am Fahrzeug kann er sich so schnell einen Überblick verschaffen und, wenn nötig, Alarm schlagen. Das System funktioniert auch bei geschlossenem Vorhang und komplett ausgeschaltetem Fahrzeug.

Gegebenenfalls vorteilhaft bei einem späteren Weiterverkauf des Fahrzeugs: Fahrzeuge mit Mirror Cam lassen sich an vordefinierten Anbindungspunkten im Türrohbau mit herkömmlichen Spiegeln nachrüsten.

Active Brake Assist 5

Neu am Active Brake Assist 5 ist die Zusammenarbeit von Radar- und Kamera­system. Damit wurde unter anderem die Reaktion auf Personen in einem Geschwindigkeitsbereich bis 50 km/h verbessert. Der Active Brake Assist 5 kann innerhalb der Systemgrenzen auf querende, entgegenkommende oder in der eigenen Spur laufende Personen mit einer Vollbremsung reagieren. Dies gilt auch für Fußgänger, die unachtsam vor das Fahrzeug laufen und dort womöglich vor Schreck stehen bleiben – eine Situation, die im Smartphone-Zeitalter immer häufiger vorkommt.

Erkennt der Active Brake Assist 5 die Gefahr eines Auffahrunfalls mit einem vorausfahrenden Fahrzeug, einem stehenden Hindernis oder einer querenden, entgegenkommenden oder in der eigenen Spur laufenden Person, wird der Fahrer über ein dreistufiges Warnsystem auf diese Gefahr hingewiesen. Wird der Fahrer nicht eigenständig aktiv, erfolgt zunächst eine optische und akustische Warnung. Danach wird ein Bremseingriff von etwa 3 m/s einge­steuert, das entspricht ungefähr 50 Prozent der maximalen Bremsleistung. Reagiert der Fahrer auch dann noch nicht, führt das System eine Vollbremsung – bei Bedarf bis zum Stillstand – durch und aktiviert bei Tempo unter 50 km/h die Warnblinkanlage, um den nachfolgenden Verkehr zu warnen. Gleichzeitig wird beim Stillstand die neue elektronische Feststellbremse automatisch eingelegt.

Abbiege-Assistent mit Personenerkennung

Der Abbiege-Assistent bedeutet einen deutlich verbesserten Schutz für die schwächsten Verkehrsteilnehmer. Das System überwacht die Beifahrerseite und hilft dem Fahrer während des Rechtsabbiegens, etwaige Kollisionen mit Radfahrern, Fußgängern oder stationären Hindernissen wie Ampeln, Verkehrsschildern oder Lichtmasten zu vermeiden, indem es ihn frühzeitig warnt und so mehr Zeit für ein rechtzeitiges Bremsen bleibt. Die Schleppkurvenwarnung ist bis zu einer Geschwindigkeit von 36 km/h aktiv und spielt ihre Stärken damit insbesondere in der Stadt aus.

Der Abbiege-Assistent ist kein automatisches Bremssystem, sondern arbeitet mit einem mehrstufigen Warnprozess: Befindet sich ein bewegliches oder stehendes Objekt in der seitlich auf der Beifahrerseite liegenden Überwa­chungszone, wird der Fahrer zunächst optisch informiert. Im Display der Mirror Cam auf der Beifahrerseite leuchtet zu diesem Zweck ein Warndreieck. Bei Kollisionsgefahr erfolgt eine zusätzliche optische und akustische Warnung: Die Anzeige blinkt dann mehrfach rot, nach zwei Sekunden permanent rot. Zusätzlich ertönt zeitgleich ein Warnton von der Beifahrerseite. Darüber hinaus unterstützt das System den Fahrer vor etwaigen Kollisionen während eines Spurwechsels bei einer Geschwindigkeit bis 90 km/h.

Verkehrszeichen-Assistent

Der Verkehrs­zeichen-Assistent unterstützt den Fahrer beim Einhalten der Verkehrsvor­schriften und trägt zur Erhöhung der Fahrsicherheit bei. Das ist insbesondere auf langen, monotonen Strecken mit Wechselverkehrszeichen, in Baustellen­bereichen und fremden Städten von Vorteil. Das System arbeitet lkw-spezifisch, kann Geschwindigkeitsbegrenzungen, Überholverbote und Warnschilder erkennen und zeigt die beiden jeweils wichtigsten im Kombi­instrument an. Im Falle entsprechender Beschilderung und bei gesetzlich geregelten Geschwindigkeitsbegrenzungen wird auf verkehrswidriges Verhalten hingewiesen und eine Warnung abgegeben.

Elektronische Feststellbremse

Die neue elektronische Feststellbremse mit Hold-Funktion vereint einfaches Handling und höhere Sicherheit. Sie wird beim Ausschalten des Motors automatisch aktiviert, kann aber auch durch Ziehen des Hebels im Cockpit oder durch das Drücken der Taste „P“, welche sich auf der Feststellbremse befindet, eingeschaltet werden. Das Ausschalten erfolgt entweder durch Gas geben oder ebenfalls durch Drücken der Taste „P“. Die integrierte Hold-Funktion wird im Stillstand, zum Beispiel an einer roten Ampel, einfach durch verstärktes Betätigen des Bremspedals aktiviert. Sie löst sich, sobald das Fahrpedal erneut betätigt wird. Auch beim Anfahren am Berg leistet das System dem Fahrer durch die integrierte Anfahrhilfe (Hill-Holder) wertvolle Dienste.

Anhänger-Stabilitätsregel-Assistent

Sicherer unterwegs ist der neue Actros auch dank des neuen Anhänger Stabilitätsregel-Assistenten für Auflieger beziehungsweise Anhänger: Ob Sattelzug oder Gliederzug – in kritischen Situationen bremst das System Zugfahrzeug und Trailer vorbeugend ab und stabilisiert so den Fahrzeug­verbund.

Neue Lichtsignatur

Bei schlechten Lichtverhältnissen ist eine gute Fahrzeugbeleuchtung beson­ders wichtig. Auch auf diesem Gebiet hat der Actros Innovationen zu bieten, die der Sicherheit dienen und dem Fahrer den Arbeitsalltag hinter dem Steuer erleichtern: Die neue, geschwungene Lichtsignatur am oberen Scheinwerfer­rand macht den neuen Actros bei Nacht unverwechselbar. Bei Tag hilft das ebenfalls neue, serienmäßige LED-Tagfahrlicht dabei, dass die übrigen Verkehrsteilnehmer den Actros bestmöglich wahrnehmen können. Einen großen Schritt nach vorn in Sachen Sicherheit bedeutet auch das neue Intelligent Light System. Es umfasst neben dem LED-Tagfahrlicht auch ein automatisches Auf- und Abblendlicht, ein automatisches Abbiegelicht und Nebelscheinwerfer.

Intuitiv bedienbares Multimedia-Cockpit

Herzstück dieser komplett neu entwickelten Schnittstelle zwischen Fahrer und Fahrzeug sind die beiden Farbdisplays mit je 10 Zoll Bildschirmdiagonale in der Serienausstattung des neuen Actros. Statt des klassischen Kombiinstruments mit Tacho, Drehzahlmesser und Tankanzeige ist beim Multimedia-Cockpit hinter dem Lenkrad das Primärfarbdisplay mit hochauflösender Flachbildschirmoptik verbaut. Dieser Bildschirm hält alle fahrrelevanten Basisinformationen für den Fahrer bereit und noch vieles mehr, wie zum Beispiel die Anzeigen des Active Drive Assist. Der mittlere Bereich des Displays ist individuell konfigurierbar.

Die Brüstung des neuen Actros ist komplett aufgeräumt – das herkömmliche Schalterbedienfeld fehlt. Stattdessen ist hier ein zweiter Flachbildschirm verbaut. Dieses Sekundärdisplay ist als Touchscreen ausgeführt. Mit ihm lassen sich alle weiteren Funktionen im Lkw bequem und intuitiv steuern. Wichtige Funktionen wie Licht, Heizung, Klima oder Telefonie sind durch Schnelleinsprungtasten direkt wählbar. Zudem kann sich der Fahrer zu jeder Zeit den Fahrzeugzustand, wie beispielsweise Reifendruck oder Achslast, visualisieren lassen.

Das primäre Farbdisplay und das sekundäre Touch-Display können auch über das neue Multifunktionslenkrad mit Touch-Control-Pads, auch Finger-Navigation-Pads genannt, angesteuert werden. Durch Wischen und Drücken der Touch-Control-Buttons ist der Fahrer in der Lage, auch während des Fahrens die beiden Bildschirme sicher zu bedienen.

Eine Vielzahl von Verbindungs- und Anschlussmöglichkeiten für mobile Endgeräte erhöht den Arbeits- und Bedienkomfort im Multimedia-Cockpit. Neben zwei USB-Anschlüssen gehören dazu auch die Freisprecheinrichtung über Dual-Bluetooth, die das parallele Anschließen zweier Mobiltelefone ermöglicht, und die Smartphone-Integration via Apple Car Play oder Android Auto. Ein weiterer Vorteil des neuen Multimedia-Cockpits: Es können anhand der klassischen DTCO- oder Fleetboard-Fahrerkarte im Multimedia-Cockpit bis zu sechs Fahrerprofile abgespeichert werden.

Multimedia-Cockpit Interactive

Als optionale Ausbaustufe des Multimedia-Cockpits bietet Mercedes-Benz im neuen Actros das noch stärker vernetzte und mit noch mehr Funktionalitäten ausgestattete Multimedia-Cockpit Interactive an. Sein Primärdisplay ist mit 12 Zoll deutlich größter als das des herkömmlichen Multimedia-Cockpits.

Der Fahrer hat die Wahl zwischen den beiden Screendesigns „Classic“ und „Advanced“. Die Darstellung „Classic“ gleicht der Anzeige aus dem herkömm­lichen Multimedia-Cockpit und ist vom Fahrer manuell wählbar. „Advanced“ ermöglicht eine individuelle und variable Darstellung der Inhalte in drei Clustern: mittig als große Rundanzeige der Tachometer mit Fahrinformationen, links davon fahrzeugbezogene Informationen wie Bremsdruck, Betriebstempe­raturen, Tankfüllstände etc. Rechts befinden sich fahrerbezogene Inhalte wie Lenk- und Ruhezeiten, Telefonbuch und Audio.

Darüber hinaus wechselt die Anzeige bei Aktivierung des Active Drive Assist bzw. des Abstandshalte-Assistenten in eine an das automatisierte Fahren angepasste Fahrerassistenz­grafik, die den Fahrer optimal bei der Überwachung der Verkehrssituation unterstützt.

Zum Lieferumfang des Multimedia-Cockpit Interactive gehört das Navigations­system mit Verkehrszeichen-Assistent und Remote Online zur Steuerung und Überprüfung von Fahrzeugfunktionen über ein Smartphone. Neben Komfort­telefonie bietet das neue Cockpit auch die Möglichkeit, Smartphones kabellos zu laden.

Darüber hinaus bietet diese Ausstattung das höchste Maß an Konnektivität: Fahrzeuge mit Multimedia-Cockpit Interactive haben die Möglichkeit, mit dem MB Truck App-Portal verbunden zu werden und können auf diesem Weg mit komfort- und effizienzsteigernden Apps ausgestattet werden.

Konnektivität

Basis für alle Konnektivitätslösungen des neuen Actros ist das Truck Data Center. Es empfängt Daten von den Sensoren, Kameras etc. im Lkw und wertet diese für unterschiedliche Anwendungen aus. Gleichzeitig ist es die Schnitt­stelle für sämtliche Vernetzungsdienste und damit zuständig für die Außen­kommunikation des Lkw.

Die Vernetzung des neuen Actros unterstützt den Fahrer dabei, seinen heraus­fordernden Job auf der Straße zu bewältigen und bietet ihm zahlreiche Optionen für zeitgemäße Informations- und Unterhaltungsmöglichkeiten an Bord.

Die Konnektivität des neuen Actros eröffnet aber auch dem Unternehmer die Chance, Fahrzeugnutzung, Auslastung und Logistikprozesse noch effizien­ter zu gestalten. Das Ziel eines jeden Transportunternehmens lautet: Die Lkw sollen stets mit Transportaufträgen ausgelastet sein. Um hier immer wieder zur rechten Zeit eingreifen zu können, gibt es im neuen Actros das Truck Data Center. Dieses Verbindungsmodul ist die Basis für Mercedes-Benz Uptime und alle Fleetboard Dienste. Damit ist der Truck permanent mit der Cloud verbun­den und wird Teil des Internet of Things.

Uptime

Mercedes-Benz Uptime maximiert die Verfügbarkeit der Lkw durch das stetige Monitoring der Fahrzeugdaten in Echtzeit. So können Wartungs- und Reparaturbedarfe frühzeitig erkannt werden. Das Mercedes-Benz Serviceteam informiert die Kunden rechtzeitig, gibt konkrete Handlungsempfehlungen und organisiert gemeinsam mit der Disposition eine optimale Reparaturlösung.

Neu bei Mercedes-Benz Uptime ist, dass relevante Daten von Anhänger beziehungs­weise Auflieger ebenfalls in die Analysen einbezogen werden. Unterm Strich können mit Mercedes-Benz Uptime Ausfall- und Standzeiten etwa durch Pannen und ungeplante Reparaturen vermieden und planmäßige Werkstatt­aufenthalte optimiert werden.

Fleetboard

Fleetboard bietet individuelle Telematik-Lösungen, die dem Unternehmer helfen, seine Lkw so effizient wie möglich zu betreiben. Die Fleetboard Manager App offeriert einen einfachen und schnellen Einstieg in die Konnek­tivität. Sie übermittelt laufend eine Reihe von Fahrzeuginformationen auf Flottenbasis, um Optimierungspotenziale zu identifizieren, beispielsweise zu hohen Kraftstoffverbrauch.

Wartung nur nach Bedarf

Damit die Lkw so lange wie möglich im Einsatz sind und Geld verdienen, sind die Wartungsintervalle beim neuen Actros einsatzbezogen ausgelegt. Muss der Lkw schließlich gewartet werden, läuft dies dank bedarfsgerechter Mercedes-Benz Service Contracts so effizient wie möglich. Diese Service­verträge sorgen für niedrige Gesamtkosten, gelten europaweit und sind so abgestuft, dass sich die Anforderungen jedes Fuhrparks exakt abdecken lassen. Darüber hinaus steht den Kunden Charterway ServiceLeasing zur Verfügung. Dieses Angebot kombiniert das Leasing mit den Vorteilen der Mercedes-Benz Service Contracts zu einer individuellen Gesamtlösung ohne zusätzlichen Investitionsaufwand.

Neue Technik auch für auch für den Arocs

Der Arocs ist der schwere Bau-Lkw von Mercedes-Benz Trucks, erkennbar auf den ersten Blick an seinem markanten Kühlergrill in Baggerzahn-Optik. Der Arocs ist maßgeschneidert für die harten und vielfältigen Anforderungen im Bauverkehr. Im Gelände wie auf der Straße hat er sich durch Kraft, Robustheit und Effizienz bewährt. Ob als schwerer Kipper, Betonmischer, Sattelzug­maschine oder Pritschenfahrzeug – der Arocs erfüllt mit seiner robusten Fahrwerks-, Federungs- und Rahmenkonstruktion, was die Praktiker auf der Baustelle und im Bauzulieferverkehr fordern.

Technische Highlights des Fahrzeugs sind unter anderem die verschleißfrei arbeitende Turbo-Retarder-Kupplung – ideal beispielsweise für schwere Allrad-Kipper im Gelände – sowie die Anfahrhilfe Hydraulic Auxiliary Drive, die anders als andere im Markt erhältlichen Systeme auch während des Schaltvorgangs Traktion auf den Untergrund bringt und noch dazu erhebliche Nutzlast- und Verbrauchsvorteile hat.

Technisch hat der neue Arocs nun weitere Highlights zu bieten: Im Zuge der Entwicklung des neuen Actros haben die Entwicklungsingenieure bei Mercedes-Benz Trucks auch den Arocs umfangreich erneuert. Fast alle Innova­tionen des neuen Actros sind für den schweren Bau-Lkw ebenfalls erhältlich, denn Kostenreduzierung, hohe Sicherheit und maximale Fahrzeugverfügbar­keit sind auch für die Baukunden heute wettbewerbsentscheidend. Und so sind MirrorCam, Active Brake Assist 5, Multimedia-Cockpit und verbessertes Predictive Powertrain Control auch für den Arocs verfügbar. Einziger Unter­schied: Gehören die Neuheiten beim Actros in der Regel zur Serienausstattung, sind sie für den Arocs zumeist als Sonderausstattung bestellbar.

Der neue Actros und der neue Arocs wurden bei Sommer- und Wintererpro­bungen, auf Schlechtwegstrecken und diversen Prüfständen auf Herz und Nieren geprüft. Insgesamt wurden Millionen von Testkilometern absolviert. Jedes Bauteil und Aggregat musste zusätzlich unzählige Material- und Funktionstests bestehen.

Entstanden ist ein Lkw, der das Versprechen „Trucks you can trust“ erfüllt. Nicht nur in Bezug auf die Erwartung der Unternehmer, dass sie mit dem neuen Mercedes-Benz Lkw dank seiner „Road Efficiency“ Geld verdienen können. Sondern auch für die Fahrer, die mit dem neuen Lkw ein sicheres und komfortables Arbeitsgerät zur Verfügung gestellt bekommen. Mit dem neuen Actros und Arocs wird der mehr als 120-jährigen Geschichte des Lkw-Baus bei Daimler ein neues Kapitel hinzugefügt.

Mercedes-Benz Trucks

www.mercedes-benz.de\lkw

Der neue Actros – der sicherste, effizienteste und am stärksten vernetzte Lkw aller Zeiten

– Erhöhter Komfort und erhöhte Sicherheit: Einstieg ins automatisierte Fahren mit dem neuen Active Drive Assist, neue Mirror Cam für perfekte Rundumsicht, Active Brake Assist 5 mit weiter verbesserter Personenerkennung, neuer Verkehrs­zeichen-Assistent, neue elektronische Feststellbremse, neuer Anhänger Stabilitätsregel-Assistent auch für Trailer, neues Scheinwerfer­system mit charakteristischer Lichtsignatur, Fernlicht-Assistent

– Reduzierte Kosten: bis zu fünf Prozent weniger Kraftstoff­verbrauch im Überlandverkehr sowie bis zu drei Prozent weniger im Fernverkehr dank stark verbesserter Aerodynamik, weiter­entwickel­ter Predictive Powertrain Control und neuer Hinterachsübersetzung, effizienteres Arbeiten für den Fahrer mit dem neuen Multimedia-Cockpit

– Maximale Fahrzeugverfügbarkeit: dank Konnektivität Echtzeit-Monitoring des technischen Fahr­zeugzustands und des Transportauftrags für den Unternehmer durch vollumfängliche Integration von Fleetboard im Fahrzeug

– Gesteigerter Komfort: ergonomisch optimierter und digitaler Fahrerarbeitsplatz, neue zeitgemäße Infotainment-Möglichkeiten, neues Innenlichtkonzept

– Ob Mirror Cam oder Multimedia-Cockpit – diese Neuerungen des Actros wird es auch für den Arocs geben, das schwere Baufahr­zeug von Mercedes-Benz Trucks

Für sämtliche Assistenzsysteme in allen Mercedes-Benz Fahrzeugen gilt, sie entfalten ihre volle Leistung stets innerhalb der Systemgrenzen. Der Fahrer trägt weiterhin die volle Verantwortung für das Verkehrsgeschehen.

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